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Mini Crossover Concept: Neues Format
16.09.2008
BMW baut die Mini-Baureihe weiter aus, auf dem Pariser Salon wird Mitte Oktober eine neue Variante als Konzeptfahrzeug vorgestellt: Der neue Crossover Concept macht Allen Hoffnung, die sich vom Clubman-Kombi mehr Platz und praktischen Nutzen versprochen hatten und enttäuscht wurden. Maßzahl für das Konzeptfahrzeug ist die Zahl vier: Vier Einzelsitze, vier Türen, vier angetriebene Räder und gut vier Meter Länge sind die Eckpunkte des Entwurfs. Da die Breite auf 1830 mm, die Höhe auf 1598 mm und der Radstand auf 2606 mm wächst, wird der Markenname allerdings arg strapaziert. Der Crossover erfüllt gleich zwei Aufgaben: Er bietet dem Mini-Kunden eine Option zum Aufstieg in eine höhere Fahrzeugklasse und rundet die X6, X5, X3 und den kommenden X1 der BMW-Palette nach unten ab. Damit die Geländewagenoptik nicht nur, wie beim legendären Mini Moke, nur schöner Schein ist, gibt es nun auch einen vollwertigen Allradantrieb, der für sicheres Durchkommen abseits befestigter Straßen sorgen soll. Die größeren Außenmaße erlaubten den Designern, vier Seitentüren unterzubringen, der Zugang zu den hinteren Plätzen ist daher viel leichter als beim Clubman. Ganz ohne Tür-Spielereien kommt die neue Studie allerdings nicht aus: Die konventionelle Anordnung findet sich lediglich auf der Beifahrerseite. Auf der Fahrerseite verfügt das MINI Crossover Concept dagegen zusätzlich zur konventionell angeordneten Tür für die erste Sitzreihe über eine außen laufende Hebe-Schiebetür zum Einstieg in den Fond beziehungsweise zur seitlichen Beladung des Fahrzeuges. Durch den Entfall der B-Säule auf der Fahrerseite ergibt das eine großzügige Öffnung. Rahmenlose Seitenscheiben sind ein weiteres für einen Viertürer ungewöhnliches Karosseriemerkmal.
Die einteilig zur Seite wegschwenkende Hecktür mit einer rahmenlosen und versenkbaren Scheibe öffnet eine große Ladeluke, über die niedrige Ladekante lassen sich Sportgeräte und andere Transportgüter bequem in den Laderaum heben, dessen Volumen zudem durch die einzeln umklappbaren und mittels einer Parallelogrammkinematik vollständig im Boden versenkbaren Fondsitze bedarfsgerecht vergrößert werden kann. Zusätzliche Staukapazitäten können durch einen außen an der Hecktür befestigten Transportkoffer geschaffen werden. Darüber hinaus ist das Roof Rail System des MINI Crossover Concept für die Anbringung von Ski-, Snowboard- und Fahrradträgern sowie Transportboxen unterschiedlicher Größe geeignet. Das Faltverdeck im Dach des MINI Crossover Concept erstreckt sich fast über die gesamte Dachlänge hinweg, es kann sowohl von vorn als auch von hinten geöffnet werden. Ganz nach Wunsch gelangen so Frischluft und wärmende Sonnenstrahlen ins Fahrzeug. Die Öffnung im hinteren Bereich ermöglicht zudem auch das Verstauen extrem langer Gegenstände – vom Surfbrett bis zum Langlaufski lässt sich auf diese Weise fast alles transportieren. Alle Sitze des MINI Crossover Concept sind Einzelsitze, die Plätze im Fond verfügen über die gleiche Kontur wie die Plätze des Fahrers und des Beifahrers. Sie sind um 13 Zentimeter in der Länge verschiebbar. Je nach Bedarf kann so für lounge-artige Beinfreiheit oder zusätzlichen Stauraum im Heck gesorgt werden. Beherrschendes Element im Cockpit des MINI Crossover ist der MINI Center Globe, eine Weiterentwicklung des Zentralinstruments, das bei den Serienfahrzeugen alle Entertainment-, Telekommunikations- und Navigationsfunktionen steuert und die aktuelle Geschwindigkeit anzeigt. Das zentrale Anzeige- und Bedienelement bei der Konzeptstudie ist in Form einer Kugel ausgeführt. Die dreidimensionale Gestaltung ermöglicht eine noch bessere Integration von Funktionen und eine situationsgerechte Darbietung von Informationen und Entertainmentfunktionen. Zusätzlich zu den heute vertikal und horizontal angeordneten Anzeigen kann damit nun auch die Tiefe des Raumes genutzt werden. Anzeigen werden auf unterschiedlichen Ebenen geschichtet und dabei – je nach Wunsch von Fahrer und Beifahrer – mehr oder weniger prägnant hervorgehoben. Das aktuelle Reisetempo wird MINI typisch auf einem außen umlaufenden Display angezeigt.
Für die Darstellung aller Informationen wird eine Laserprojektionstechnik genutzt, deren besondere optische Eigenschaften eine gleichzeitige Darstellung von Bildinhalten auf unterschiedlichen Ebenen ermöglichen, mit herausragender Tiefenschärfe und in kraftvollen Farben. Dank dieser im Automobilbau neuen Technologie ist im MINI Crossover Concept auch die optische Teilung der Projektionskugel in zwei Hemisphären darstellbar. Die verschiebbaren Hemisphären ermöglichen es, dem Fahrer und dem Beifahrer unterschiedliche Bilder darzustellen, die nur aus der jeweiligen Perspektive erkennbar sind. So kann beispielsweise der Beifahrer auf Internet-Seiten surfen, während der Fahrer weiterhin freien Blick auf alle Anzeigen hat. Dafür schließt sich die dem Beifahrer zugewandte Hemisphäre und dient als Projektionsfläche, auf der die entsprechenden Inhalte angezeigt werden. Das in dieser Designstudie dargestellte Zentralinstrument vermittelt bereits jetzt einen Eindruck davon, welche Möglichkeiten im Bereich von Navigation, Kommunikation und Entertainment im Automobil der Zukunft durch innovative Technologie erschlossen werden können. Die Bedienung des MINI Center Globe erfolgt über die berührungssensitive Kugeloberfläche, über einen Trackball am Lenkrad, über Tasten und Schieberegler im unteren Bereich der Kugel sowie über eine Tastatur auf der Beifahrerseite, die auf Knopfdruck aus der Armaturentafel herausfährt. Die ebenso vielfältigen wie flexiblen Nutzungsmöglichkeiten geben dem MINI Center Globe den Charakter eines innovativen Reisebegleiters, der sich den individuellen Wünschen des Fahrers und des Beifahrers jederzeit anpasst und ihnen hilft, Mobilität immer wieder neu zu erleben.
Zusätzlich ist der MINI Center Globe mit dem Startsystem für den Motor gekoppelt. Anstelle eines Fahrzeugschlüssels nutzt der Fahrer dazu ein als Keyball bezeichnetes Start-/Stop-Element. Der Keyball des MINI Crossover Concept wird am oberen Rand des MINI Center Globe in eine dafür vorgesehene Öffnung gelegt und rollt dann an der dem Fahrer zugewandten Seite entlang bis zur Mitte des Zentralinstruments. In dieser Position kann er gedrückt werden, um den Motorstart auszulösen. Mit einem erneuten Druck wird der Motor abgeschaltet, woraufhin der Keyball nach unten in ein Auffangfach rollt, aus dem der Fahrer ihn bequem entnehmen kann. Anstelle einer herkömmlichen Mittelkonsole verfügt das MINI Crossover Concept über eine als MINI Center Rail bezeichnete Befestigungsschiene, die von der Armaturentafel bis zur Heckklappe des Fahrzeugs reicht. Sie ist das verbindende Element zwischen den Vordersitzen und dem Fond. Halterungen für Entertainment- und Telekommunikationsgeräte, Cupholder, Ablagen und Staufächer lassen sich auf dieser Schiene arretieren und anschließend über die gesamte Fahrzeuglänge hinweg nach vorn beziehungsweise hinten schieben.
Ein speziell für MINI entwickeltes Arretiersystem ermöglicht es, die Center Rail individuell zu bestücken und so unter anderem externe Musikplayer und andere Geräte, Aufbewahrungsboxen und Ablagen für Sonnenbrillen, Handschuhe, Parkscheine, Münzen, Schreibutensilien oder Reiseführer sowie Halterungen unterschiedlichster Art zu befestigen. Sowohl vorn als auch im Fond kann beispielsweise eine Armauflage mit integriertem Staufach justiert werden. Darüber hinaus wird die gemeinsame Nutzung von Ablagen und Geräten ebenso erleichtert wie das Weiterreichen von Speisen und Getränken an die Fond-Passagiere während der Fahrt – in speziell für das Konzeptfahrzeug entworfenen Schalen und Gefäßen aus Porzellan. Im Bereich der Armaturentafel spannt sich eine Echtholz-Dekorleiste über die gesamte Innenraumbreite. Auch die Armauflagen der Türen und die Inlays im Fußraum sind aus massivem Lindenholz gefertigt. An den Türverkleidungen sowie an den Umrahmungen für die Luftausströmer kommen Inlays aus spezialgehärtetem, lagunenblau schimmerndem Glas zum Einsatz. Die MINI Center Rail besteht ebenso wie die Türzuziehgriffe auf der Beifahrerseite aus massivem, mattpoliertem Aluminium. Bei der Farbauswahl für das Interieur stehen naturnahe, authentische Töne im Mittelpunkt. Dabei unterscheidet sich der in einem dunklen Grünton gehaltene Lederbezug für den Fahrersitz vom kaffeebraunen Leder der übrigen Sitze. Die weiteren Textiloberflächen sind in hellen Grau- sowie in Brauntönen ausgeführt, im Fußraum wird weiches Gummilaminat mit Holzinlays eingesetzt.
(Foto: BMW AG )
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