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Aktualisiert am 31.12.2011
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50 Jahre Lola: Rennwagen in Serie

13.12.2008

Lola
Graham Hill gewann 1966 auf dem Lola T90 die 500 Meilen von Indianapolis. Damon Hill pilotiert hier das Siegerfahrzeug seines Vaters beim Festival of Speed 2008.
Doppelpfeil

Der Gründer und langjährige Chefkonstrukteur der englischen Rennwagenmanufaktur Lola, Eric Broadley, kam eher durch Zufall zum Motorsport. Sein Cousin Graham, völlig rennsportverrückt, schleppte ihn zu einem Rennen mit – und dieser Ausflug endete mit einer schweren Infektion. Der Motorsport-Bazillus wirkte derart stark, dass sich Broadley sofort als Pilot versuchte. Mangels fahrerischem Talent jedoch war er wenig erfolgreich und verlegte sich deshalb auf die Konstruktion von Rennwagen.

1957 baute er seinen ersten Renner, einen Formel-Rennwagen für die englische Clubmeisterschaft, der sich sofort als erfolgreich erwies und bei den Akteuren Begehrlichkeiten weckte. Daraufhin gründete er 1958 Lola-Cars und seine Entwicklungen gehörten spätestens seit Anfang der Sechziger Jahre zu den erfolgreichen Mitspielern im Spitzensport.

Lola
Grand-Prix-Sieger: Mit dem "Hondola"-RA 300 gewann John Surtees 1967 in Monza.
Doppelpfeil

Siegertypen waren etwa der erfolgreiche Ford GT40, der Lola T70 Spyder, mit dem John Surtees 1966 die amerikanische Can-Am-Meisterschaft gewinnen konnte, das legendäre Lola T70-Coupé oder der "Hondola", – ein Lola-F1-Chassis mit Honda-V12-Motor – mit dem wiederum John Surtees 1967 überraschend den "Großen Preis von Italien" gewinnen konnte.

Berühmt ist auch der blau-gelbe Sunoco-T70 Mk3B, mit dem 1969 Mark Donohue und Chuck Parsons die 24 Stunden von Daytona gewinnen konnten. Ohnehin war Amerika ein besonders erfolgreiches Pflaster für die englischen Konstruktionen. In den 70er und 80er Jahren bestand das Starterfeld beim 500 Meilen Rennen zeitweise zu mehr als 90 Prozent aus Lola-Fahrzeugen.

Bis ins Jahr 1997 ging für Broadley alles gut: Nach dem zu ehrgeizigen und erfolglosen Versuch, in die Formel 1 zurückzukehren stand die jedoch Firma knapp vor der Pleite, weil schon zugesagte Sponsorengelder ausblieben.

Lola
Die Ikone: Lola T70-Coupé von 1969.
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Der Retter erschien in Form des ehemaligen Lola-Sportwagen-Piloten Martin Birrane. Der Immobilien-Unternehmer kaufte Broadley die Firma ab und stellte den Rennwagen-Hersteller auf solide finanzielle Füße. Seitdem setzt sich die erfolgreiche Geschichte fort: Monoposti für amerikanische Einsitzer-Serien und die A1GP-Serie sorgen ebenso für einen stabilen Umsatz wie die Sportprototypen für die AMLS und die europäische Le Mans-Serie.

Hier konnte man an alte Erfolge anknüpfen: Namentlich das von einem Aston-Martin-Zwölfzylinder angetriebene Lola B08/60 LMP1-Coupé war das schnellste benzingetriebene Fahrzeug und musste sich nur von den Diesel-Prototypen von Audi und Peugeot überholen lassen.

Rennwagen zu bauen sicher nicht die einfachste Methode Geld zu verdienen. Daher ist es erstaunlich, dass Lola seit 50 Jahren in diesem fragilen Geschäft eine etablierte Größe ist. Und Eigner Martin Birrane gibt sich überzeugt, dass die Zukunft des traditionsreichen Hersteller auch noch länger als die nächsten 50 Jahre reicht.

Lola Lola Lola
Ford GT40 aus dem Jahr 1964.
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Lola T70 Spyder von 1967.
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Frühes T70-Coupé (1967).
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Lola Lola Lola
Can-Am Lola T222 von 1971.
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Graham Hills Embassy-Lola T371-Formel 1 von 1971.
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Besonders erfolgreich: Die Zweiliter-Sportwagen wie der T296 aus dem Jahr 1975.
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Lola Lola Lola
Mit Wankel-Motor: Der 1984er Lola-Mazda T616.
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Der MG-Lola EX257 LM von 2003.
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Aktuell erfolgreich ist der Lola B08/60 mit Sechsliter-Aston-Martin-Motor .
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(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Rainer Roßbach)

Verwandte Themen:

Pfeil  Lola T70 Mk3B: Fortsetzungsserie - 2006

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