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Aktualisiert am 31.12.2011
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AMX/3: Klare Kante

17.12.2008

AMX3
Rar: Nur sechs AMX/3 wurden gebaut.
Doppelpfeil

Die Geschichte der American Motors Corporation reicht bis ins Jahr 1897 zurück, als Thomas B. Jeffery den ersten Prototyp seines "Rambler" bauen sollte. Dieser ging ab 1902 in Serie und legte den Grundstein für die spätere Marke "Nash". 1954, beim bis dahin größten Firmenzusammenschluss in den Staaten, schloss sich Nash Motors mit den Traditionsmarken Hudson Motor Car Co. zur AMC zusammen.

Stilbildend und bis heute begehrt sind der Javelin und der AMX, ein zum Zweisitzer veränderter Javelin, die mit Hubräumen von 4,75 bis 6,4 Litern Hubraum, Vierfachvergaser, Viergang-Schaltgetriebe und speziellen Torsionsstäben ausgerüstet waren, und die Ende der 1960er Jahre auf den Markt kamen. Diese stark motorisierten "Muscle Cars" folgten dem Rezept von Fords erfolgreichem Mustang und waren für den zu der Zeit kleinsten amerikanischen Automobilkonzern ein echter Erfolg.

Erfolg beflügelt, und deshalb stellte American Motors Ende März 1970 den AMX/3 vor, ein bulliges Mittelmotor-Coupé, das von einem 6,4 Liter großen AMC-V8-Motor angetrieben wurde, der 340 SAE PS bei 5100 U/min leistete. Der 4,46 Meter lange und 1,90 Meter breite Sportwagen wurde von Hand geschaltet: Das italienische OTO-Melara-Fünfganggetriebe war in Transaxle-Bauweise montiert. Die Spitzengeschwindigkeit betrug knappe 260 Stundenkilometer.

Die Außenform stammt vom amerikanischen Designer Richard Teague. Die Fertigung des bei BMW in München auf Herz und Nieren getesteten Mittelmotor-Sportwagens sollte in Italien bei Autocostruzione SD in Turin erfolgen, dessen Besitzer Salvatore Diomante mit dem ehemaligen Ferrari- und Iso Rivolta-Konstrukteur Giotto Bizzarrini eine enge Zusammenarbeit pflegte. Gedacht war an eine Jahresproduktion von 300 AMX/3.

Die Träume waren schnell zu Ende: Ford unterstützte Alejandro de Tomaso bei der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb des Pantera. Dessen avisierter Preis lag deutlich unter dem, was AMC für den /3 haben mußte, und so wurde das Projekt schließlich beendet. Es blieb bei sechs Exemplaren, die zwischen 1969 und 1972 entstanden. Denn auch Giotto Bizzarinis Versuch, den AMX/3 1974 als Bizzarrini Sciabola auf den Markt zu bringen, war kein Erfolg vergönnt.

AMX3 AMX3 AMX3
Kräftig: Prägnante Sicken und opulente Flächen.
Doppelpfeil
Kantig: Die scharf geschnittene Nase.
Doppelpfeil
Novum: Der geschwindigkeitsabhängige Heckspoiler.
Doppelpfeil
 

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Rainer Roßbach)

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