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Citroën Hypnos: Farbspiele
30.12.2008
Der Hypnos (von gr. hypnos, "Schlaf") ist eines der ersten Hybridkonzepte der französischen PSA-Tochter. Die seriennahe Technik, genannt HYmotion4, zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Elektromotor in die Hinterachse eingebaut ist. Die Verbrauchs- und Emissionswerte liegen bei 4,5 l/100 km und einem CO2-Ausstoß von 120 g/km. Die opulente Silhouette des Konzepts verbindet Limousinen sowie Cross-Over-Elemente und ist in einem verhaltenen Dunkelgrau lackiert. Gegenläufige Türen öffnen einen Innenraum, der in einem intensiven Kaleidoskop an Farben leuchtet. Die ungewöhnliche und veränderliche Gestaltung des Interieurs soll die Passagiere emotional angenehm berühren und einbetten. Beispiele dafür sind die Lichtuhr, die so genannte Bord-Chromotherapie und morphologische Sitze: Ein Versprechen für ein intensives Fahrerlebnis und Momente voller Magie. Edle Materialien und bequeme Einzelsitze sorgen nicht nur für das Vergnügen des Fahrers, sondern auch für das Wohlbefinden seiner drei Passagiere. Die vier Sitze sind spiralförmig zu beiden Seiten einer mittleren Helix angeordnet. Diese Konfiguration will Assoziationen an ein DNS-Molekül und somit an das Leben und den Menschen selbst erwecken. Ein langer Radstand von drei Metern sowie die ungewöhnliche Anordnung der deutlich gegeneinander versetzten Sitze geben jedem Insassen einen besonders großen individuellen Freiraum. Jeder Passagier kann sein Umfeld individuell gestalten. Dies geschieht mit Hilfe der Blätter der mittleren Helix, die schwenkbar sind und Zugang zu verschiedenen Funktionen wie etwa der Einstellung der Klimaanlage geben. Die Sitze bestehen aus einer Vielzahl von Zellen in Form von Prismen, die mit Luft gefüllt sind natürlich mit Massagefunktion.
Auch das Kombi-Instrument besteht aus Prismen, die an einen Diamanten erinnern sollen, in dessen Facetten die Fahrinformationen angezeigt werden. Wie ein Schmuckstück sitzt es in einer Fassung aus Edelmetall. Mikrodioden in den Leitungen der Klimaanlage sorgen dafür, dass die Luftausströmer einen subtilen Schimmer von Licht ausstrahlen, dessen Farbe entsprechend der gewählten Temperatur variiert. Chromotherapie bedeutet, dass eine Kamera in der Deckenleuchte immer einen Blick auf das Gesicht des Fahrers hat und in regelmäßigen Abständen seine anthropometrischen Daten misst. Damit ist das System in der Lage, die Stimmung des Fahrers zu erkennen und die Innenraumbeleuchtung sowie die vom Parfumspender verbreitete Duftnote entsprechend zu beeinflussen. So soll an Bord des Hypnos immer eine angenehm entspannte Atmosphäre herrschen. Ungewöhnlich ist auch die Uhr: Sie macht das Verstreichen der Zeit auf dem Bildschirm des Bordcomputers in Farbe sichtbar. Entsprechend den verschiedenen Tageszeiten zeigt sie die Zeit auf sehr technische und zugleich poetische Weise an. Diese Uhr strahlt in regelmäßigen Abständen farbige Lichtimpulse aus, die dem Atmen eines Lebewesens gleichen.
Der Antrieb kombiniert einen Zweiliter-HDi-Dieselmotor mit Partikelfilter und 200 PS Leistung sowie einem Drehmoment von 420 Nm. Ein elektronisch gesteuertes Sechsganggetriebe ist mit einem Elektromotor in der Hinterachse gekoppelt, der ein Drehmoment von 200 Nm und eine Leistung von 50 PS entwickelt. Im reinen Elektronantrieb ist eine Reichweite von etwa drei Kilometern bei 50 Stundenkilometern drin. Das macht den Elektromotor vorwiegend zum Hilfsaggregat, das durch die Kombination beider Energiearten eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs ermöglicht. Außerdem ist der Hypnos mit einem Stop & Start System ausgerüstet, das den Diesel in dichtem Verkehr oder bei stehendem Wagen abschaltet und damit zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen beiträgt. Auf der Autobahn erzielt der zwei Liter große Selbstzünder mit Partikelfilter einen Wirkungsgrad, der um 20 Prozent besser ist als der eines gleich starken Ottomotors. Unterm Strich erreicht der Hypnos einen Gesamtverbrauch von 4,5 Litern auf 100 Kilometer und CO2-Emissionen von 120 g/km. Wie die Oberklassemodelle der Marke hat der Hypnos eine Hydraulikfederung der dritten Generation. Bei schlechter Bodenhaftung schaltet der Wagen auf Allradantrieb um, wobei der Elektromotor die Hinterräder antreibt, während das Drehmoment des Verbrennungsmotors auf die Vorderräder übertragen wird. Unter besonders schwierigen Fahrbedingungen, etwa an verschneiten Hängen, kann der Fahrer manuell auf Allradantrieb umschalten.
(Text: Rainer Roßbach)
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