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Aktualisiert am 31.12.2011
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Peugeot 207 CC: Doppelrolle

13.02.2008

Peugeot 207 CC
Vorne hat trägt der offene Franzose das typische Familiengesicht.
Doppelpfeil

Für offene Autos ist in Deutschland das Interesse gleichbleibend hoch. Peugeot hatte den deutschen Markt für seine Autos „mit zurückklappbarem Verdeck“ schon lange „entdeckt“ und verkaufte seinen ganzjahrestauglichen 206 CC (CC bedeutet Cabrio und Coupè) in der Vergangenheit besonders gut. Auch deshalb, weil der Wagen als erstes Volumenmodell im Segment der kleinen Cabrios virtuos seine Doppelrolle zu spielen wusste und dadurch als charmanter Verwandlungskünstler breite Käuferschichten erobern konnte.

Besonders praktisch war das Vario-Dach aus festem Blech, das – auf Knopfdruck elektrohydraulisch im Kofferraum verpackt – den Wagen zu einem Ganzjahres-Auto machte. Die weitläufig verbreitete Ansicht, ein Cabrio sei nur ein reines Sommer- und Schönwetter-Auto, wurde hier also ad absurdum geführt. Und das bedeutet: Fahrspaß pur, egal welcher Monat im Kalender steht. Den Spaß bietet im gleichen Maße nun auch sein Nachfolger, der 207 CC. Während beim Vorgängermodell, dem 206 CC, das elektrohydraulische Klappdach vor dem Öffnen noch manuell entriegelt werden musste, verfügt der 207 CC über einen vollautomatischen Mechanismus, der über einen auf der Mittelkonsole platzierten Schalter betätigt wird. So dauert es nur rund 25 Sekunden, bis das Klappdach unter der Kofferraumklappe verschwunden ist.

Peugeot 207 CC
Wie bei allen Klappdach-Coupés ist das Heck des Peugeots recht lang geraten.
Doppelpfeil

Der vollautomatische Verdeckmechanismus funktioniert sogar während der Fahrt, sofern die Geschwindigkeitnicht mehr als zehn Stundenkilometer beträgt. Nicht nur Optik: Die beiden hinter den Fondsitzen angebrachten verchromten Überrollbügel sehen nicht nur sportlich aus, sondern dienen in erster Linie dem Insassenschutz, denn bei einem Unfall werden sie pyrotechnisch ausgefahren und fungieren dann als Überschlagschutz. Naturgemäß bescheiden bleibt bei offenem Fahren das mögliche Kofferraumvolumen – es beträgt noch rund 150 Liter. Wird der 207 als Coupé genutzt, stehen 370 Liter Laderaum bereit. Dennoch werden die Rücksitze eher für zusätzliches Gepäck als für weitere Passagiere genutzt – vor allem aus Gründen des zu knappen Fondraumes.

Im hier vorgestellten Testwagen (Austattungsvariante „Platinum“) ist das bewährte 1.6-Liter-HDi-Triebwerk eingebaut. Das Diesel-Aggregat ist serienmäßig mit dem Rußpartikelfiltersystem FAP ausgestattet. Das maximale Drehmoment von 240 Nm bei 1750 U/min kann mittels Overboost-Funktion (kurzfristige Erhöhung des Ladedrucks) beim Beschleunigen in den oberen Gängen auf 260 Nm erhöht werden kann. Die Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in rund zehn Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h. Beachtlich der geringe Drittelmixverbrauch: rund fünf Liter. Die Kohlendioxid-Emissionen liegen übrigens bei 136 Gramm pro Kilometer. Alternativ zum Diesel wird der 207 CC mit einem 1.6-Liter-Benziner (88 kW/120 PS) und dem 1.6-Liter-THP-Motor (Turbo High Pressure) – ebenfalls als Benziner – in einer Leistung von 110 kW (150 PS angeboten.

Peugeot 207 CC
Verbessert: Im Vergleich zum Vorgänger wirkt das Heck des 207 CC harmonisch.
Doppelpfeil

Mit 4,04 Metern ist der 207 CC etwas länger als die Limousine (4,03 Meter), der Radstand ist mit 2,54 Metern identisch. Bei den Ausstattungsvarianten kommt jedermann auf seine Kosten: sei es die Grundversion „Filou“ mit höhenverstellbarem Fahrer- und Beifahrersitz, verstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln oder aber dem Bordcomputer. Die Ausführung „Sport“ bietet Leichtmetallfelgen im 16-Zoll- oder im 17-Zoll-Format, einen Sport-Stoßfänger mit Frontgrill in Aluminiumoptik, ein Lederlenkrad und das Sport-Design-Paket, zu dem auch Aluminiumpedale, Einstiegsleisten aus Alu und ein Alu-Schaltknauf gehören. Die Instrumente wurden weiß hinterlegt und mit einer Chromumrandung versehen. Eine Klimaanlage sorgt im „Sport“ für angenehmes Innenraumklima.

„Premium“ bedeutet „Luxus-Ausführung“. Hier zählen Kurvenlicht, Reifendrucksensoren, die Zwei-Zonen-Klimaautomatik, die Audioanlage RD4 und eine Lederausstattung zum serienmäßgen „Plus“. Optional ist für den 207 CC ein Windschott lieferbar, das sich zusammenklappen und im Kofferraum unterbringen lässt. Wer besonders viel Gepäck transportieren muss, kann auf der Kofferraumhaube eine zusätzliche Gepäckbrücke installieren – sie kann eine Last von bis zu 30 Kilogramm tragen und setzt zudem einen weiteren optischen Akzent an der 207-Karosserie.

Übrigens: Einen ersten Akzent setzte Peugeot in Hinblick auf wegweisende Cabriolets schon im Jahre 1934, als der Typ 401 Eclipse einen Meilenstein als erstes Fahrzeug mit elektrisch versenkbarem Stahldach markierte. Der Preis für den 1.6-Liter Diesel: 25 250 Euro.

(Text: Jörg-Thomas Födisch )
(Fotos: Peugeot)

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