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Skoda Roomster: Schicke Schale, gut zu nutzen
12.06.2008
Kompakte Multi-Vans sind seit den 90er Jahren auf dem deutschen Markt - und nach wie vor gefragt. Relativ spät kam Skodas Beitrag in dieser Fahrzeugklasse. Die vierte Skoda-Baureihe hebt sich schon vom Äußeren her von der Masse der Konkurrenten ab. Und zwar positiv, weil hier ein eigenständiges Design eine schicke Schale macht. Obwohl einige Kritiker den Wagen als Mischmobil von Kastenwagen, Kompaktauto und Minivan bezeichnen, erfüllt der Kleine aus Mlada Boleslav alle Anforderungen, die an ihn gestellt werden und zwar als „vielseitiges Raumfahrzeug“. Die jüngste Kreation der tschechischen Volkswagen-Tochter ist immerhin 4,21 Meter lang und 1,64 Meter hoch. Damit kommen auch seine Vorzüge im Inneren voll zum Tragen, denn als so genannter Hochdach-Kombi bietet der Wagen neben genügend Platz auch eine hohe Variabilität u.a. durch die um bis zu 15 Zentimeter längs zu verschiebenden Außensitze im Fond die drei Rücksitze sind ausbaubar. Wird jedoch nur der mittlere Sitz hinten entfernt, können die beiden äußeren Sitze nach innen versetzt werden die Schulterfreiheit wird um Einiges erhöht. Kopfhöhe und der verfügbare Beinraum sind ohnehin vollkommen ausreichend. Auch beim Gepäckraum gibt es kaum Engpässe, denn rund 530 Liter Grundvolumen (1780 Liter sind die maximal mögliche Ladekapazität bei ausgebauten Rücksitzen) sprechen für sich. Die mögliche Zuladung liegt bei rund 520 Kilogramm. Da auch die Ladekante niedrig angeordnet ist und die Heckklappe weit aufschwingt, bleibt die Beladung meist problemlos. Der „Roomster“ hat im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern keine Schiebetüren, trotzdem ist der Einstieg in den Fond unproblematisch die hinteren Türen lassen sich nämlich weit öffnen. Somit sind wichtige Kriterien für ein praktisches Familienfahrzeug erfüllt ausreichende Platz- und Lademöglichkeiten. Mitfahrer im Fond profitieren auch von der 4,6 Zentimeter höher angeordneten Sitzposition gegenüber den Vordersitzen. Schon seit langem genießen die Produkte aus dem Hause Skoda den Ruf, qualitativ gut, relativ preiswert und auch praktisch zu sein. Der „Roomster“ macht da keine Ausnahme. Vor allem hinsichtlich der Sicherheitsausstattung und der bereits in der Grundversion vorhandenen Details wie ABS, Front- und Seitenairbags, Servolenkung, zweifach verstellbarem Lenkrad, Zentralverriegelung, Isofix-Befestigungen für die hinteren äußeren Sitze, großes Panorama-Glasdach, MP3-Radio und Klimaanlage sind Pluspunkte zu verzeichnen. ESP wird bei den Basismotoren allerdings mit 300 Euro berechnet.
Bei der Motorisierung greift Skoda auf bewährte Technik zurück: Die Benziner gibt es als 1200er mit 64 PS, als 1,4 Liter mit 86 PS und als 1600er mit 77 kW (105 PS); die Diesel-Aggregate leisten in der 1,4-Liter-Version 69 PS und 80 PS, der 1,9-Liter-TDI ist 105 PS stark. Das Leergewicht des tschechischen Familienautos beträgt 1250 Kilogramm. Mit dem 1,6-Liter-Benziner und seinen 105 PS (das maximale Drehmoment beträgt 153 Nm bei 3800 U/min) ist man für alle Fahrsituationen gut gewappnet. Der quer eingebaute Vierzylinder ist drehfreudig und agil, für den Sprint von 0 auf 100 Stundenkilometer benötigt der Wagen rund elf Sekunden. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h. Mit einem Drittelmixverbrauch von rund 6,5 Litern (Tankvolumen 55 Liter) sind somit Wegstrecken von mehr als 750 Kilometer möglich. Der „Roomster“ überzeugt rundum. Er ist mit ansprechenden Materialien gut verarbeitet und trifft obendrein den Zeitgeist. Der Preis für den 1,6-Liter-Benziner beginnt bei 18 490 Euro.
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