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Daytona 24h: 21. Sieg für Porsche
26.01.2009
Daytona ist eine von Porsches Hausstrecken, 20 Siege beim Langstreckenklassiker konnte man bisher einfahren. Das es in diesem Jahr nicht ganz so einfach werden würde, war schon nach dem Qualifikationstraining klar. Die ersten sechs Fahrzeuge lagen nur fünf Zehntelsekunden auseinander, der Abstand zwischen dem Polesitter David Donohue und Timo Bernhard auf der zweiten Startposition betrug ein Hundertselsekunde. Immerhin standen zwei Porsche in der ersten Startreihe, zum ersten Mal wieder seit 1990, allerdings in der "falschen" Startreihe, da sich das erfolgsverwöhnte Penske-Team Bernhard/Dumas/Briscoe damit hinter dem Brumos-Fahrzeug einreihen musste. Die Gannassi-Lexus des Vorjahressieger landeten auf dem sechsten und achten Platz in der Startaufstellung.
Der Start begann für Porsche und das Penske Team vielversprechend: Nachdem Timo Bernhard im Qualifying die Pole Position nur knapp hatte, fackelte er im Rennen nicht lange und setzte sich schon in der zweiten Runde an die Spitze des Feldes. Die Prototypen von Penske Racing und Brumos Racing dominierten dann das erste Renndrittel, lagen 207 von 261 Runden in Führung. Spitzenreiter nach acht Stunden war Brumos-Pilot Joao Barbosa im Porsche-Riley mit der Startnummer 59, bevor sich die Riley-Lexus des Gannassi-Teams nach vorne schoben. Nach 10 Stunden führte das Auto von Dixon, Franchitti und Lloyd vor einem Dallara-Ford und dem zweiten Riley-Lexus. Erst an vierter Stelle reihte sich der erste Porsche ein. Eine erste Vorentscheidung war dann Francchittis Abkürzung in der Schikane und der anschließende Boxenstop, bei dem eine gelockerte Bremsleitung befestigt werden mußte. Die Durchfahrtstrafe wegen Auslassens einer Schikane kostete eine weitere Runde und nahm den Luxus mit der Nummer 2 endgültig aus der Spitzengruppe. Ein Getriebeschaden in der neunzehnten Stunde beendete das Rennen für das Lexus-Team.
Und um 8.55 Uhr am Sonntagmorgen tarf es dann auch Penske. Der Porsche-Riley mit der Startnummer 16 musste mit gebrochener Antriebswelle in die Garage geschoben werden. Die Reparatur dauerte 26 Minuten und kostete 15 Runden. Doch das war nicht der letzte Rückschlag an diesem sonnigen Sonntag in Florida: Ein Getriebewechsel warf Romain Dumas noch weiter zurück. In Folge konnte der Brumos-Porsche mit Donohue, Law, Rice und Garcia die Spitze übernehmen und sie auch nach 20, 21 und 22 Stunden halten, durch bedrängt vom zweiten Lexus mit Montoya, Pruett, Rojas und Dixon, der nach dem Ausfall seines Wagens das zweite Team ergänzte. Die letzte Stunde lief, selten für US-Rennen, ohne Gelbphase ab und bot Motorsport wie bei einem Sprintrennen. 39 Minuten vor Schluß lag Lexus mit Montoya wieder in Front, musste sich dann aber von David Donohue überholen lassen, der dann die Führung, unter starken Druck von Montoya, nicht wieder abgab und sich mit einem Vorspung von nur 0,167 Sekunden als Sieger ins Ziel rettete. Dritter wurde der zweiter Brumos –Porsche, die Penske-Mannschaft schaffte es, mit 19 Runden Rückstand, noch auf den sechsten Platz. Im Ziel konnte David Donohue seine Tränen nicht zurückhalten: 40 Jahre nach dem Sieg seines Vaters Mark feierte jetzt auch er einen Erfolg bei den 24 Stunden von Daytona. Nicht zu schlagen war Porsche auch in der GT-Klasse, wo die 911 GT3 Cup zu einem souveränen Dreifachsieg kamen.
(Text: Dieter Roßbach ) Seite merken bei:
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