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Aktualisiert am 01.08.2010
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Bentley Azure T: Sachwerte

29.03.2009

Bentley Azure T
Gestreckte Eleganz trotz imposanter Größe
Doppelpfeil

Auch in Krisenzeiten gibt es noch genug Leute, die sich ein wenig Luxus gönnen können. Für diese Kundschaft bietet Bentley nun den Azure T an. Aufbauend auf den Azure wird die T-Variante gezielt modifiziert und mit besonderen Luxusmerkmalen ausgestattet. Außen gibt es gezielt gesetzte Unterscheidungsmerkmale: Das Cabriolet steht auf zweiteiligen 20-Zoll-Leichtmetallrädern, der Tankdeckel wird aus massivem Aluminium gefertigt, und die Rückspiegel sind in Wagenfarbe lackiert, und die Blenden an den Lufteinlässen sind dunkel eingefärbt, die Form der Öffnungen im Frontflügel nehmen den „LeMans“-Gedanken auf. Wie beim Bentley Brooklands trägt der Azure T das „Flying B“ auf der Nase, es kann versenkt werden. Der Kühlerschmuck wurde ursprünglich von Gordon Crosby entworfen und erstmals am Bentley 8-litre 1930 montiert.

Bentley Azure T
Fahrender Salon: Reichlich Platz und viel Leder
Doppelpfeil

Bei der Gestaltung der Außenhaut nahmen die Bentley Designer beim Park Ward S1 Drophead Coupé von 1955 und beim Azure von 1995 Maß: Wie das Cabriolet aus den Fünfziger Jahren hat de neue Wagen eine niedrige Seitenlinie mit einer Sicke, die sich über beide Flanken zieht, über den hinteren Rädern einen leichten Hüftschwung beschreibt und dann zum Stoßfänger hin steil abfällt. Die ausgeformten Radläufe sollen an den ersten in Crewe gebauten Bentley, den Typ MK6 erinnern. Das riesige dreilagige Stoffdach schwingt auf Knopfdruck hydraulisch bewegt in nur 25 Sekunden zurück und verschwindet vollständig unter einer Abdeckung hinter den Rücksitzen.

Motor und Getriebe wurden unverändert vom Arnage T übernommen. Der von Hand zusammengebaute V8 liefert 500 PS und 1000 Nm Drehmoment aus 6,75 Litern Hubraum. Die Drehmomentkurve gleicht einem Tafelberg, 90 Prozent des Maximums stehen zwischen 1.800 und 3.800 1/min immer zur Verfügung und sorgen für beeindruckende Fahrleistungen – die allerdings mit reichlich Treibstoff bezahlt werden müssen. Von 0 bis 100 km/ vergehen im Sportmodus 5,5 Sekunden, 160 km/h werden in 12,0 Sekunden erreicht, und bei 288 km/h halten sich Vortrieb und Fahrwiderstände die Waage. Wer es ruhiger angehen will, der kann das automatische ZF-Sechsganggetriebe im Drive-Modus benutzen, manuelle Gangwechsel sind auch möglich. Die Traktionskontrolle ist so ausgelegt, dass die Eingriffe minimiert werden – Sensoren messen die Gesamtstabilität des Fahrzeuges, statt nur auf den Schlupf der einzelnen Räder zu reagieren. Dadurch wird die Leistung seltener und sensibler zurückgenommen und schneller wieder bereitgestellt, was die Fahrdynamik deutlich verbessert.

Bentley Azure T
Die klassische Instrumententafel orientiert sich an alten Vorbildern.
Doppelpfeil

Der Sportmode des Getriebes ist nicht automatisch mit einer entsprechenden Anpassung des Fahrwerks verbunden. Bentley erlaubt es dem Fahrer, beide Systeme voneinander unabhängig zu konfigurieren. Vorne und hinten werden die Räder über doppelte Dreieckslenker geführt, die in ihrer Eigenbewegung durch elektro-hydraulische Dämpfer beruhigt werden. Das Fahrwerk ist computergesteuert und bietet eine automatische Niveauregulierung.

Viele Optionen, die beim Azure individuell oder im Mulliner-Paket geordert werden mussten, sind nun Standard: gefräste Aluminiumapplikationen, eine komplette Lederausstattung, die den besonderen Anforderungen an ein Cabriolet gerecht wird, 42 verschiedene Außenfarben, 25 Innenfarben. Alle Azure T erhalten ein neues Audiosystem mit einem großen LCD-Display, einem SD-Speicherkartenslot statt eines CD-Laufwerks und einem iPod Interface. Zusätzlich lassen sich externe Quellen per USB, Mini USB und 3.5 mm AUX-Klinke an das Infotainmentsystem anschließen. Ein 12-Volt-Ausgang kann zum Laden der Geräte verwendet werden.

Wem das nicht ausreicht, dem bietet die Aufpreisliste weitere Möglichkeiten: Ein Naim-Audiosystem mit 10 Lautsprechern, einem Zweikanal-Subwoofer, 1100-Wattverstärker und der Möglichkeit, acht verschiedene virtuelle akustische Umgebungen zu simulieren.

(Text: Dieter Roßbach )
(Foto: Bentley )

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