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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
Alfa MiTo GTA Concept: Leistung, leicht gemacht

26.02.2009

MiTo GTA Concept
Alleggerito = Leicht: Gewichtsoptimierung stand ganz oben im Pflichtenheft.
Doppelpfeil

Die Typenbezeichnung GTA - Gran Turismo Alleggerito - steht vor allem für den Alfa Romeo Giulia Sprint GTA sowie den GTA 1300 Junior, die von 1965 bis 1975 gebaut wurden. Eine moderne Interpretation dieser legendären Coupés versucht nun der Alfa Romeo MiTo GTA Concept. Im Zentrum der Entwicklung stand dabei die Gewichtsreduzierung und damit das Erreichen eines besonders günstigen Leistungsgewichts. So bestehen etwa das Dach, der Dachheckspoiler sowie die Verschalungen der Außenspiegel aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Aluminium kam für die Bremsanlage, das Fahrwerk und Teile des Chassis zum Einsatz.

Willkommener Nebeneffekt des Leichtbaus ist die Absenkung des Fahrzeugschwerpunkts – bei gleichzeitiger Verbesserung von Lenkpräzision und Wendigkeit. Durch zusätzliche Optimierung vieler Strukturelemente konnte eine deutlich bessere Verwindungssteifigkeit erzielt werden. Dank der konsequenten Erleichterungen und des neuen, technologisch anspruchsvollen Triebwerks weist der Alfa Romeo MiTo GTA Concept das beste Leistungsgewicht seiner Klasse auf.

Der Alfa Romeo MiTo GTA Concept dient als Technologieträger, der demonstrieren soll, in welche Richtung die Mailänder bei der zukünftigen Entwicklung leistungsstarker Autos gehen wird. Das zeigt sich beim neuentwickelten Triebwerk, dem 1750 Turbo Benzina: In dem von den Ingenieuren bei FPT (Fiat Powertrain Technologies) entwickelten Aggregat steckt das Know-how der T.Spark-Motoren, der V6-Triebwerke und der Rennaggregate. So bietet das 240 PS starke Triebwerk des Mito GTA Concept einiges an High-tech – etwa Benzindirekteinspritzung, Turboaufladung, doppelten Phasenwandlern und ein innovatives Motormanagement. Das Ergebnis ist die Leistung eines Dreiliter-Saugmotors mit dem Verbrauch eines Vierzylinder-Aggregats mittlerer Hubraumgröße. Darüber hinaus wurde der Motor so konzipiert, dass er mit der Fahrdynamikregelung D.N.A (mit den drei Fahrprogrammen Dynamik, Normal und All Weather) kommuniziert: Der Fahrer wählt entsprechend seiner Fahrweise ein Fahrprogramm, wodurch die Betriebsparameter verschiedener Systeme an Bord des Fahrzeugs verändert werden.

MiTo GTA Concept
Gemeinsamkeiten in der Linienführung mit Alfas Supersportler 8C Competizione sind durchaus gewünscht.
Doppelpfeil

Design und Aerodynamik illustrieren Sportlichkeit und die moderne Technik des MiTo GTA Concept auf zeitgemäßen Niveau. Ein verbesserter Cw-Wert, ein spürbar reduzierter Auftrieb und eine effizienteren Kühlluftführung an der Front haben eine Steigerung der Höchstgeschwindigkeit, die Senkung des Verbrauchs sowie eine optimierte Spurstabilität zur Folge. Deutlich vergrößerte Lufteinlässe führen dem starken Motor ausreichend Luft zu. An der Seite fallen die beiden Luftauslässe im vorderen Kotflügel auf, die sich an den Formen des Supersportlers Alfa 8C Competizione orientieren – die Form der seitlichen Schürzen entstand im Windkanal. Sie leiten und glätten den Luftstrom über die Flanken bis zum Heck des Fahrzeugs. Der Wagenboden besteht aus einem flachen hinteren Teil und eine Auspuffanlage mit quer angeordnetem Auspufftopf. Speziell geformte Luftleitbleche lenken den Luftstrom so, dass der Unterboden bei hohen Geschwindigkeiten Abtrieb erzeugt.

Das Fahrwerk wurde auf bestmögliche Fahrzeugkontrolle konzipiert. Dazu wurden eine Vielzahl von Modifikationen an der Ausgangsbasis vorgenommen. Die Rohkarosserie wurde weiter versteift und das Fahrwerk um 20 Millimeter tiefer gelegt, Zudem wurde die Vorderachsgeometrie geändert und mit neuen Lenkern aus Aluminium versehen. Die elastischen Elemente der Multilink-Hinterachse erfuhren ein besonderes Feintuning. Die Lenkung ist direkter und feinfühliger und lässt sich über das Alfa Romeo D.N.A.-System speziellen Bedürfnissen individuell anpassen.

Alfa Romeo hat zusammen mit Magneti Marelli zusätzliche eine „aktive Aufhängung“ entwickelt. Durch die Überwachung der Stoßdämpfer ist das neue System in der Lage, die Schwingungen des Fahrzeugkörpers in allen Fahrsituationen zu reduzieren. Dank der zahlreichen Parameter ist es etwa möglich, Lastwechseln beim Beschleunigen entgegenzuwirken, indem die Hinterradaufhängung steifer wird. Gleichfalls ist es möglich, die Aufhängungen mit Bremsanlage und Lenkung interagieren zu lassen – zu Gunsten einer wirksameren Kontrolle der Fahrzeugdynamik.

Ferner ist das System in der Lage, eine Fahrsituation und den Zustand der Straße zu erkennen, um die am besten geeigneten Einstellungen zu wählen. Dank der großen Rechnerkapazität ist das System in der Lage, schnell zu reagieren und so den technologischen Fortschritt der in den Stoßdämpfern sitzenden Magnetventile umfassend zu nutzen. Befehle in Echtzeit führen so zu einer sofortigen Reaktion des Fahrzeuges. Dank eines so genannten „Sky-Hook” isoliert das aktive Fahrwerk die Fahrgastzelle und koppelt sie so von äußeren Störungen ab. Das Fahrwerk wirkt so Fahrbahnunebenheiten aktiv entgegen, ohne diese an die Karosserie weiterzuleiten.

MiTo GTA Concept
Nicht nur dekorativ: Der Diffusor erzeugt Abtrieb.
Doppelpfeil

Die Bremsanlage wurde deutlich verstärkt. „Dual-cast“-Bremsscheiben kommen zur Verwendung, die aus zwei unterschiedlichen Werkstoffen – Gusseisen und Aluminium – bestehen und die die hohe Wärmefestigkeit von Gusseisen mit dem Gewichtsvorteil von Aluminium kombinieren. Die Innovation liegt im Verhalten der Bremsscheibe: Bei niedriger Belastung arbeitet die Anlage wie eine konventionelle Bremse, bei höheren Betriebstemperaturen – wenn die Scheibe dazu neigt, sich zu verformen – verhält sie sich dagegen wie eine schwimmend gelagerte Bremsscheibe. Zusammen mit den gewichtsoptimierten Bremssätteln bietet diese Technik eine Gewichtsreduktion zwischen 15 und 20 Prozent, verglichen mit konventionellen Scheibenbremsen. Als Zugabe gibt es einen höheren Fahrkomfort, geringere Korrosionsanfälligkeit und weniger Verschleiß bei gleichzeitig besserer Leistung.

Das Interieur des Alfa Romeo MiTo GTA Concept besteht aus anatomisch geformten vorderen Sportsitzen, Verkleidungen in dunklen Töne sowie schwarzen, matt glänzenden Oberflächen. Die übrigen Materialien haben ein technisches Aussehen. Die Vierpunkt-Sicherheitsgurte sind an den hinteren Dachsäulen verankert, genauso wie die Gepäckhaken zum sicheren Verzurren von Gegenständen. Im hinteren Teil des Fahrgastraums befinden sich Fächer für Sturzhelme und Feuerlöscher. Der Boden ist mit einem Teppich ausgekleidet, der den Blick auf wichtige, technische Strukturen frei lässt. Die Auskleidung des Armaturenbretts, des Dachhimmels und der drei Dachsäulen ist in schwarzem Alcantara ausgeführt. Darin eingewebt findet sich ein rund um den Innenraum verlaufender roter Faden.

Die Lufteinlassdüsen weisen Aluminium-Einsätze in sportlich-technischem Design auf. Dazu gibt es ein griffiges Lenkrad, eine bis 300 Stundenkilometer reichende Tachoskala und ein speziell geformtes Schaltknauf. Gelochte Pedale aus gebürstetem Aluminium mit Gummiauflagen und der Aufschrift GTA sind eine weitere Reminiszenz an den Motorsport und runden das sportliche Gesamtbild ab.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Alfa Romeo)

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