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Infiniti Essence: Geburstagstorte
09.03.2009
20 Jahre gibt es die japanische Premium-Marke, und zu diesem Jubiläum gönnt sich die Nissan-Tochter die Sportwagen-Studie "Essence" als Hingucker. Besonders ist, dass der Sportwagen nicht im Design-Studio sondern in der Produktplanungsabteilung von Infiniti entstand. Die Entwickler wollten die typischen Elemente des Infiniti-Designs in eine frische Sprache übersetzen und daraus etwas in der bisher 20-jährigen Geschichte der Marke völlig Neues schaffen. Das Ergebnis jedoch ist durch die lange Motorhaube und das kurze Heck, verbunden durch eine geschwungene Schulterlinie recht konventionell geraten. Die Vielzahl von Details lassen den Essence zerklüftet wirken. Das gilt besonders für Details wie den Übergang von Heckscheibe zum Kofferraum, der sich in einem übertrieben manieristischen Schwung nach vorne wirft. In der Seitenansicht wie auch im Heck stapeln sich Sicken und Volumen, und die Front ist überzogen von Liniaturen. Das beleuchtete Logo in der Kühlermaske wirkt amerikanisch. Innen gilt Gleiches: Die asymmetrische Fahrerkabine teilt sich in zwei farblich unterteilte Bereiche. Der schwarz ausgekleidete Fahrerbereich wird vom braun gehaltenen Beifahrerbereich durch eine massige Konsole abgetrennt, die das Armaturenbrett aufnimmt. Das Sportlenkrad ist unten abgeflacht, die Rundinstrumente sind als technisch gehaltene Displays ausgeführt, die von einem kurzen Schalthebel mit Alukappe und einem leuchtend roten Starterknopf ergänzt werden. Die Instrumentierung ist durch eine ovale, lederbezogene Schale gefaßt.
Angetrieben wird die Studie von einer Kombination aus einem Benzin- und einem Elektromotor. 600 Pferdestärken stehen zur Verfügung. Diese stammen zum einem aus einem 440 PS starken 3,7-Liter-V6-Benziner mit Direkteinspritzung und zwei Abgasturboladern, zum anderen aus einem zwischen Benzinmotor und Getriebe angeordneten Elektro-Motor, der 160 PS erzeugt, der seine Energie von einem kompakten Lithium-Ionen-Akku im Kofferraum bezieht. Beide Motoren können entkoppelt werden, weshalb in städtischen Ballungsräumen rein elektrisch gefahren werden kann. Bei Überlandfahrten greift der Infiniti-Sportwagen dann auf die volle Kraft des kombinierten Benzin- und Elektroantriebs zu, die an die Hinterräder übertragen wird. Besonderes Augenmerk galt den Sicherheitssystemen. Neben Abstandskontroll-Assistent und Spurhalte-Assistenten kommt ein Schutz gegen Seiten- und Heckaufprall zum Einsatz. Die Seitenaufprall-Vermeidung warnt den Fahrer beim Spurwechsel vor herannahenden Fahrzeugen und hilft durch selektives Abbremsen der Räder, eine Kollision zu verhindern. Entsprechend warnt die Heckaufprall-Vermeidung beim Rückwärtsmanöver vor Hindernissen hinter dem Auto. Bei Nichtbeachtung der Warnung bremst das System den Wagen selbsttätig ab. Der Kofferraum lässt sich über einen Knopf an der Fernbedienung elektrisch öffnen. Daraufhin gleitet der Gepäckraumboden zurück, auf dem sich ein maßgeschneidertes Gepäckset von Louis Vuitton befindet. Dieses besteht aus einem großen Koffer sowie zwei dazu passenden schmalen Aktenmappen.
(Text: Rainer Roßbach )
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