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Nissan Qazana: Bordstein-Kletterer
01.04.2009
Der Qazana ist gedacht als Kombination aus Strand-Buggy und viersitzigem Motorrad. Einsatzgebiet des vier Meter langen und 1.780 Millimeter breiten Crossover ist jedoch die Stadt und Aufgabe der Studie ist es, ein neues Kleinwagengesicht für Nissan zu finden. Sicher wird ein Serienfahrzeug weniger progressiv wirken. Die Verbindung von Elementen eines SUV mit denen eines kleinen Sportwagens bleiben wohl der Studie vorbehalten. Der Qazana steht stämmig auf der Straße: Das knackige Heck sowie die kurzen Karosserieübergänge unterstreichen Robustheit und Stärke. Zugleich betonen die flache Dachlinie und die prägnante seitliche Fenstergraphik Sportlichkeit. Die Silhouette wird von ausgestellten Radhäusern und einer hohen Schulterlinie bestimmt. Abgerundete Elemente speziell im Bereich der Motorhaube und der Radkästen wenden das maskuline Grundthema zum freundlichen.
Fast sieht der Qazana wie ein zweitüriges Coupé aus aber er verfügt über ein zweites Paar Türen, das sich gegenläufig öffnet. In den nahezu waagerecht durchgezogenen seitlichen Dachrahmen sind zwei über die gesamte Länge führende Glaseinsätze integriert, die zusätzliches natürliches Licht ins Interieur bringen. Der Unterfahrschutz am Heck ist in der Art eines Diffusors geformt, die Bodenfreiheit ist erhöht, und weiche, graphit-farbene Gummiaufsätze fassen die Radkästen ein. Die Rückleuchten in Form eines Bumerangs tauchen dagegen ganz ähnlich am neuen 370Z auf. Die Front wird von vier Scheinwerfern dominiert. Zwei runde Leuchten sind im Stoßfänger montiert, darüber finden sich zwei streifenförmige Tagfahreinheiten, die zu beiden Seiten der Haube oben in den Kotflügeln sitzen. Das Nissan-Logo ist zentral in die über die gesamte Breite gezogene Kühlermaske montiert. Ganz aus Acryl gefertigt lässt er jedoch keine Kühlluft in Richtung Motorraum hindurch. Das übernehmen mehrere große Öffnungen im unteren, in einer Graphit-Optik abgesetzten Stoßfängerbereich.
Im Interieur setzen die Nissan-Designer auf ein Wechselspiel zwischen harten und weichen Materialien. So sind Elemente der aus Kohlefaser gefertigten Sitzstruktur sichtbar, und die Mittelbahnen der Sitzlehnen bestehen aus einem netzartigen Stoff. Die Metallstreben der Mittelkonsole liegen ebenso frei wie der innere Türrahmen, und der Türgriff wirkt, als wäre er aus dem Vollen herausgefräst. Um das technische Ambiente des Innenraums stärker zu betonen, standen bei der Gestaltung der Mittelkonsole und der Armlehne Tank und Sitz eines Motorrads Pate. Praktisch sind die an einem zentralen Fuß auf einem einteiligen, gummierten Bodenteppich montierten Sitze. Durch das schwebend wirkende Design lassen sie das Cockpit offen wirken. Auf dem Instrumententräger sitzt ein zentral montierter Bildschirm. Neben seiner Funktion als Display für das Navigationssystem gibt er Informationen zum Betriebsmodus des vollelektronischen Allradantriebs wie zum Beispiel die aktuell anliegende Drehmomentverteilung oder dient als Schaltzentrale für die integrierten Kommunikationssysteme. Über Touchscreen-Tasten erfolgt die Regelung der Klimafunktionen und anderer wichtiger Fahrzeugeinstellungen.
(Text: Rainer Roßbach)
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