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Dacia Duster: Karpaten-Buggy
06.05.2009
Erfolg macht mutig: Wo Renaults rumänische Tochter in den letzten Jahren brave Kombis und Pickups zeigte, stand dieses Jahr ein veritabler Buggy, der konsequent auf Freizeitspaß ausgelegt ist. In Genf zeigte Dacia den Duster, der aufregendes Design und interessante Details kombiniert. Auf 4,2 Metern Länge und 2800 Millimetern Radstand konnte ein effektiver Nutzraum realisiert werden. Bemerkenswert ist der Innenraum: Der Fahrer sitzt in einer festen Schale, der Beifahrer sitzt versetzt dazu sein Sitz gleitet bei Bedarf unter das Gestühl des Fahrers. Die Rücksitzfläche lässt sich zudem nach oben klappen, und so entsteht ein Laderaum von zwei Kubikmetern, der sogar ein Fahrrad aufnimmt. Dieses läßt sich mittels eines schwenkbaren Haltearms am Armaturenbrett fixieren. Durch zwei gegenläufig öffnende Türen kann der Duster bequem entladen werden.
Frische Ideen gibt es auch im Cockpit: Die Designer fanden für den Airbag einen neuen Platz am unteren Rand des Lenkrads und konnten so im Zentrum des Lenkrads einen Bildschirm mit den Instrumenten unterbringen. So kann der Armaturenträger kompakt gehalten und seine Form zum Beifahrer hin verjüngt werden. Im Ergebnis ergibt sich dadurch ein maximaler Beinraum von 280 Millimetern und ein Handschuhfach mit einem Volumen von 20 Litern. Interessante Details finden sich auch an der kompakten Karosserie: Etwa die auf dem Rücklicht zusammenlaufenden massiven Linien oder die amüsanten Finnen auf Dach und Motorhaube, die die Blinker aufnehmen und zudem noch die Aerodynamik verbessern sollen. Durch solche Feinarbeit liegt der cw-Wert des Gelände-Dacias bei 0,30. Beim Antrieb zeigt Dacia Augenmaß. Unter der Haube arbeitet ein 1,5 Liter großer Dieselmotor von Renault. Das Common-Rail-Triebwerk leistet 105 PS und ist mit einem Partikelfilter versehen. Ein manuelles Sechsganggetriebe überträgt die Antriebskräfte. Nur 1300 Kilogramm wiegt der Duster und er beschleunigt in akzeptablen 9,6 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer. Der Durchschnittsverbrauch wird bei 5,3 Litern pro 100 Kilometer erwartet. An eine Serienfertigung ist nicht gedacht.
(Text: Rainer Roßbach )
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