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Audi R15 TDI: Herausforderung angenommen
11.03.2009
Nachdem die Peugeot 908-Coupés dem Audi R 10 TDI bei den 24 Stunden von Le Mans 2008 in punkto Geschwindigkeit deutlich überlegen waren und der Sieg letzlich nur der besseren Zuverlässigkeit geschuldet war, war es Zeit für eine Neuentwicklung. Der neue Audi R15 TDI soll Audi die Vormachtstellung in Le Mans sichern und die technische Kompetenz der Ingolstädter auf der Rennstrecke unterstreichen. Das Reglement des französischen Langstreckenklassikers lässt den Ingenieuren Spielraum für technische Innovationen. Deshalb stehen effiziente und Kraftstoff sparende Antriebe genauso im Fokus wie Leichtbau oder ausgefeilte Aerodynamik. Das Herz des neu entwickelten LMP1-Prototypen ist ein gleichfalls neu entwickelter V10-TDI-Motor, der mehr als 600 PS leistet und ein maximales Drehmoment von über 1.050 Newtonmeter bereitstellt. Das Triebwerk ist kompakter und leichter als der Zwölfzylindermotor, der im Vorgängermodell R10 TDI zum Einsatz kam. Der spezifische Kraftstoffverbrauch und der damit verbundene CO2-Ausstoß konnte weiter reduziert werden. Innovationen im Bereich der Turboaufladung und der Kraftstoffeinspritzung sorgen gleichzeitig für ein verbessertes Ansprechverhalten des Motors. Auch die neue Generation eines noch leichteren Diesel-Partikelfilters kommt im R15 TDI zum Einsatz. Besonders ausgefeilt ist die Aerodynamik des neuen Sportwagens, die in Le Mans eine besonders große Rolle spielt die Umströmung und die Durchströmung des Fahrzeugs wurde mithilfe von CFD-Berechnungen (Computational Fluid Dynamics) optimiert. Zu den Detaillösungen, die ins Auge fallen, zählen ein von oben aufgehängter Heckflügel und eine hohe Fahrzeugnase.
Neu ist das Bordnetz des R 15 TDI: Erstmals kommt eine Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz. Sie ist leichter als die herkömmlichen Batterien und liefert eine höhere Bordspannung. Von der höheren Leistung profitieren unter anderem die Scheinwerfer des R15. In Le Mans startet Audi erstmals mit einem komplett aus Leuchtdioden bestehenden Abblendlicht ein Vorgriff auf die künftige Serienfertigung. Innovative Lösungsansätze stecken auch im Chassis und im Fahrwerk des Diesel-Rennsportwagens. Die Radaufhängungen an Vorder- und Hinterachse sind entsprechend dem aerodynamischen Konzept angehoben worden. Durch einen längeren Radstand und das optimierte Fahrzeuggewicht ist der R15 TDI wesentlich agiler als sein Vorgänger. Sein Renndebüt feiert der Audi R15 TDI am 21. März beim 12-Stunden-Rennen auf der Traditionsstrecke im US-amerikanischen Sebring/Florida. Bei den 24 Stunden von Le Mans am 13./14. Juni plant das Audi Sport Team Joest den Einsatz von drei Fahrzeugen.
(Text: Rainer Roßbach) Seite merken bei:
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