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Frazer-Nash Namir: Wankel-Hybrid von Giugaro
22.03.2009
Das Konzept Namir ist aus der Zusammenarbeit zwischen Italdesign Giugiaro und Frazer-Nash entstanden, einer auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von Hybridsystemen spezialisierte Firma, deren Wurzeln auf den im Jahr 1923 von Archie Frazer-Nash in England gegründeten Automobilhersteller zurückgehen. Der 2009 in Genf präsentierte Namir stellt eine weitere Etappe auf dem Weg zur Forschung und Entwicklung von Sportwagen mit Hybridantrieb dar, den das Turiner Unternehmen im Jahr 2004 mit dem Projekt Alessandro Volta begonnen und mit dem Quaranta fortgesetzt hat, das letztes Jahr zum 40-jährigen Jubiläum des Unternehmens realisiert wurde. Namir bedeutet im arabischen Tiger, ein Begriff, der Merkmale wie Eleganz und Kraft, Aggression und Harmonie der Linien vereint. Das zweisitzige Coupé Namir ist ein Fahrzeug mit sportlichem Charakter. Die aufwändige Mechanik und das fortschrittliche elektrische und elektronische System sind in ein Paket mit einer progressiven Linienführung eingebunden, das durch ausgewogene Proportionen zwischen den markanten Kanten des Hecks und den sanft geschwungenen Linien der Frontpartie bestimmt wird.
Diese Fahrleistungen sind die eines Supersportwagens: Die Höchstgeschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden machen den Namir zum schnellsten Hybridfahrzeug der Welt. Der Namir ist aber auch ein umweltfreundliches Fahrzeug. Das in Zusammenarbeit mit Frazer-Nash entwickelte Hybridsystem kombiniert einen 814 ccm großen Wankelmotor mit vier an jeweils einem Rad angeordneten Elektromotoren. Das bedeutet einen Verbrauch von etwa drei Litern auf 100 Kilometern sowie einen rekordverdächtigen CO2Ausstoß von weniger als 60 Gramm pro km. Die Hybridfahrzeuge von Frazer-Nash werden durch einen proprietären Bordgenerator, regenerativ gewonnene Energie und das Haushaltsstromnetz wieder aufgeladen. Es handelt sich um rein elektrische Fahrzeuge mit einem integrierten Hilfsaggregat Das Chassis des Frazer-Nash Namir by Giugiaro besteht aus einem Carbonfaserchassis in Schalenbauweise, das auch die Hinterradaufhängung aufnimmt. Diese Struktur sorgt für Leichtigkeit das Gesamtgewicht des Fahrgestells beträgt knapp 110 kg , ohne auf Robustheit und Steifigkeit zu verzichten. Das Hybridsystem mit Allradantrieb kombiniert den hinten quer angeordneten Wankelmotor mit Benzinantrieb mit einem Generator für die permanente Ladung der Lithium-Polymer-Batterien sowie aus zwei Zwillings-Elektromotoren, die an der Vorder- und Hinterachse untergebracht sind und eine Gesamtleistung von 370 PS mobilisieren.
Der Allradantrieb ist komplett elektrisch, ebenso die Kraftübertragung. Eine Software steuert in Abhängigkeit von Fahrweise und Fahrbahnbedingungen die für den Antrieb benötige Leistung, wobei alle elektronischen Systeme die auch bei Serienfahrzeugen im Einsatz sind zum Einsatz kommen: ABS, Traktionskontrolle, Stabilitätskontrolle. Der Namir ist ein Projekt, dessen einzelne Phasen vom Turiner Unternehmen konzipiert und umgesetzt wurden: Fahrgestell, Karosserie, Mechanik und Layout wurden von der Engineering Abteilung konstruiert und realisiert, das Außen- und Innendesign wurde vom Centro Stile von Italdesign Giugiaro entworfen, während die Elektrik und Elektronik in Zusammenarbeit mit Frazer-Nash entwickelt wurde. Der Prototyp wurde vollständig in den Werken von Italdesign Giugiaro gebaut.
(Text: Rainer Roßbach )
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