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Ford Iosis MAX: Kampfbereit
13.04.2009
Die Studie Iosis MAX benutzt den gleichen aggressiven Formfundus, der auch schon bei den Studien zum Fiesta und Kuga Verwendung fand. Ein riesiger und aggressiv aufgerissener Kühlerrachen in Verbindung mit den schlitzförmig zusammen gepressten Lampen fordert im Rückspiegel Respekt konfrontatives Design sozusagen. Auch die betonte Keilform der Seitenansicht sowie die mit Messerspitzengrafik versehenen Rückleuchten verzichten auf soziale Verbindlichkeit. Für die Designer galt vor allem, sich vom Design anderer Fahrzeuge im Segment abzuheben. Neben der angestrengt wirkenden Grundform kommt beim "Greenhouse" viel Glas zum Einsatz. Die flach liegende Frontscheibe reicht tief ins Dach bis kurz vor der Heckklappe. Technoid wirkt, dass die tragende Struktur der Dachpartie teilweise freigelegt ist. Dazu kommt eine coupéhaft geformte Seitenansicht. Weitere Gestaltungselemente sind LED-Leuchten in den Seitenschwellern und 19-Zoll-Aluräder. Innen herrscht der gleiche kämpferische Grundton: Die Linien des Armaturenbretts wogen auf und ab und konzentrieren sich in Anzeigen mit Sportbrillen-Charakter. Der Instrumententräger wirkt schwebend und scheint nur von den spiralförmigen Griffen in den Türverkleidungen gehalten zu werden. Die Mittelkonsole schwingt vom Armaturenträger bis zu den Rücksitzen. Plexiglas-Oberflächen dienen als Touch-Screen zur Bedienung der Infotainment-Systeme. Offene Rahmen sind das Merkmal der Sitze: Die inneren Flächen sind atmungsaktiv mit Netzgewebe ausgekleidet.
Der Iosis MAX verzichtet auf eine B-Säule. Die Schiebetüren sind an der C-Säule befestigt, wodurch der Zugang zum Innenraum leicht fällt. Zwecks besserer Beladung des Kofferraumes ist die Heckklappe der Studie zweigeteilt ausgeführt. Das Triebwerk ist ein 1,6 Liter großer Benziner mit 180 PS aus der EcoBoost-Motorenfamilie inklusive Direkteinspritzung und Turboaufladung, das Anfang 2010 Eingang in die Serienproduktion finden wird. In Kombination mit einem Start-Stopp-System und einem Doppelkupplungsgetriebe soll der CO2-Ausstoß des Motors bei guten 125 Gramm pro Kilometer liegen. Das extreme Design verlangt nach einer neuen Kategorisierung: Multi-Activity-Vehicle, kurz MAV, soll laut Ford die Fahrzeugklasse heißen. Funktional gibt es jedoch wenig Neues: Das „MAX“ weist darauf hin, dass es sich hier um einen Versuchsballon für die nächste Generation eines kompakten Vans handelt; so könnte also der nächste C-Max aussehen.
(Text: Rainer Roßbach ) Seite merken bei:
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