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1000km Barcelona: Comeback der Benziner
07.04.2009
Die Entscheidung fiel beim letzten Boxenstopp: Der in Führung liegende Christophe Tinseau auf Pescarolo-Judd ging während einer Safety-Car-Phase nochmals an die Box, um neue Reifen zu fassen. Als der Franzose los fuhr, starb der Motor ab die Mannschaft von Henri Pescarolo hatte damit den Sieg verspielt. Das Aston-Martin-Team Jan Charouz, Tomas Enge und Stephan Mücke, nur sechs Sekunden zurück auf dem zweiten Platz, nutzte die Chance und fuhr auf den ersten Platz vor. Diesen gab das in den Traditionsfarben von Gulf lackierte Zwölfzylinder-Coupé bis ins Ziel nicht mehr ab. Nach einem stundenlangen Duell mit dem überarbeiteten und sensationell schnellen Pescarolo gingen sie mit einem Vorsprung von nur 14 Sekunden Vorsprung als Sieger über die Linie. So ein enges Finale gab es bei einem 1000-Kilometer-Rennen schon lange nicht mehr. Sicherlich auch ein Verdienst der neuen Regeln, mit denen der veranstaltende Le-Mans-Ausrichter-Club ACO die Vorteile der Dieselrennwagen eliminiert hat. Während in Barcelona an der Spitze ein enger Kampf der Benziner ausgetragen wurde, war von beiden Audi R10 TDI des Colin-Kolles-Team wenig zu sehen. Der beste Diesel, pilotiert von Christijan Albers und Christian Bakkerud, startete nur aus aus der dritten Reihe. Das Team konnte diese Position eine Weile halten, musste aber im letzten Renndrittel aufgrund eines Aufhängungsschadens aufgeben. Der zweite R10 TDI verlor bereits in der Anfangsphase viel Zeit durch einen Reifendefekt und einen Ausrutscher ins Kiesbett. Beim Bergen wurde das Heck des Fahrzeugs beschädigt. Nach sechs Stunden belegten Michael Krumm, Andrew Meyrick und Charles Zwolsman Platz 27 und holten damit immerhin noch einen Meisterschaftspunkt, da sie als 8. in der LMP1-Klasse gewertet wurden.
Probleme gab es auch bei den Top-Teams. Für den zweiten Aston Martin lief es gleichfalls nicht gut. Bis in die letzten Runden lagen Harold Primat, Miguel Ramos und Darren Turner auf dem dritten Platz. Ramos drehte sich jedoch und beendete das Rennen im Kiesbett. So fiel der dritte Platz auf dem Podest kampflos an den Oreca-AIM von Debütant Bruno Senna und dem Routinier Stepane Ortelli. Den vierten Platz belegte der Oreca-Judd von Pierre Ragues und Frank Mailleux. Das Ginetta-Zytek-Team von Danny Watts, Peter Hardman und Nick Leventis, überraschender Pole-Setter, konnte diese in einen fünten Platz ummünzen. In der LMP2-Klasse holten sich Thomas Biagi, Andrea Piccini und Matteo Bobbi auf Lola-Judd den Sieg vor dem Ginetta-Zytek von Miguel Amaral und Olivier Pla. und in der GT1-Klasse gewannen überraschend Rusinov/Kox im Lamborghini. Der erste GT2-Erfolg des Jahres dagegen ging an Porsche. Marc Lieb und Richard Lietz konnten sich mit einer Runde Vorsprung gegen die Ferrari-Modena-Piloten Gianmaria Bruni und Robert Bell durchstzen.
(Text: Rainer Roßbach) Seite merken bei:
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