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VLN DMV 4-Stunden: Mamerow Racing schwimmt zum Sieg
21.04.2009
Nachdem der erste Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft bei frühlingshaften Witterungsbedingungen stattfand, erwartete die Teilnehmer des 34. DMV 4-Stunden-Rennens typisches Eifelwetter. Für die 191 Teams bedeutete der morgendliche Nebel eine Verzögerung des Zeitplans. Mit fünfzehn minütiger Verspätung wurde das Zeittraining auf nasser Strecke gestartet. Die Trainingsschnellsten des ersten Rennens, das Team Land Motorsport, waren nicht mit von der Partie. Ein Reifenschaden während einer Rekordfahrt drei Tage vor dem Rennen endete mit Prellungen und einer schweren Gehirnerschütterung für den Fahrer Toto Wolff und einem zerstörten Porsche GT3 RSR. Die Fahnen für die Zuffenhausener Sportwagen hielten Christian Mamerow und Lance David Arnold hoch. Mit 9:13.708 Minuten sicherten sie sich im Porsche 997 GT3 Cup S die Pole Position vor Andy Bovensiepen, Dominik Schwager, Andreas Wirth und Walter Csaba im BMW Alpina. Auch die dritte Startposition ging an ein Fahrzeug aus der neuen Klasse SP9. Der Porsche 997 GT3 Cup S aus dem Hause Manthey Racing wurde pilotiert von Armin Hahne, Jochen Krumbach und Emmanuel Collard. Erst auf Rang vier kam der erste Porsche 997 GT3 RSR aus der Klasse SP7 von Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Doktor Edgar Althoff. Das erfolgreichste dieser Modelle und Gesamtsieger des ersten Rennens, der Manthey Racing Porsche GT3 RSR von Marcel Tiemann und Romain Dumas, konnte aufgrund von technischen Problemen keine gezeitete Runde vorweisen und musste hinter dem Feld aus der Boxengasse starten.
Zum Rennstart um 12 Uhr war die 24,369km lange Kombination aus Nürburgring Sprintstrecke und Nordschleife größtenteils abgetrocknet. Aber bereits während der Einführungsrunde wurden erneute Schauer von der Nordschleife gemeldet. Den noch unter trockenen Bedingungen stattfindenden Sprint zur ersten Kurve entschied der Pole Setter Christian Mamerow für sich. Es folgten Armin Hahne und Oliver Kainz in ihren Porsche vor dem Alpina BMW. Bereits nach der ersten Runde fuhr die gebürtige Adenauerin Sabine Schmitz zum Reifenwechsel an die Boxen. Der frühe Wechsel auf profilierte Pneus sollte sich auszahlen. Einsetzender Regen zwang auch den Rest des Feldes zu einem frühen ersten Stopp. Weiterhin in Führung lag das Duo Mamerow/Arnold, nun gefolgt von Roland Rehfeld, Reinhold Renger und Stefan Kissling in einer Chevrolet Corvette und Schmitz/Abbelen/Althoff im Porsche. Dirk Adorf, dessen Raeder Lamborghini Gallardo nach dem Brand beim ersten Lauf fehlte, unterstützte Dirk Riebensahm und Christian Kohlhaas in der Vulkan-Racing Dodge Viper GT3 von Mintgen Motorsport. Nach vier Runden lag man auf Rang vier vor den Brüdern Jürgen und Uwe Alzen im Hankook/H&R Spezialfedern Porsche GT3. Ein frühes Aus erlitt die Mannschaft von Johannes Scheid. Bereits am Start hatten sich Stian Sorlie und Jörg Viebahn nach einem Dreher am Ende der ersten Startgruppe einreihen müssen. Noch vor Ablauf der ersten Stunde musste Jörg Viebahn den Eifelblitz mit defektem Lenkgetriebe nach einer Kollision abstellen. An der Spitze gab es hingegen keine großen Änderungen. Nach zehn Runden führte weiterhin Mamerow Racing. Dahinter hatten die Kissling-Corvette und der Schmitz/Abbelen/Althoff Porsche die Plätze getauscht. Hinter den Teamkollegen Hahne/Krumbach/Collard tauchte nun schon der Manthey-Porsche von Tiemann und Dumas auf.
Nach dem zweiten Boxenstopp von Mamerow Racing in Runde 12, lag der Audi R8 von Phoenix Racing an der Spitze. Das Trio Marc Basseng, Frank Stippler und Christian Abt profitierte dabei von einer anderen Boxenstrategie und konnte so die ersten Führungskilometer absolvieren. Aber Tiemann und Dumas kamen mit schnellen Rundenzeiten immer näher und übernahmen zwischenzeitlich sogar den zweiten Rang. Erst nach der Runde der letzten Boxenstopps sortierte sich das Feld für den Zieleinlauf. Nach 4:01:43.384 Stunden überquerten Christian Mamerow und Lance David Arnold die Ziellinie und sorgten damit für ihren ersten Saisonsieg. Gleichzeitig war es auch der erste Sieg eines Fahrzeugs aus der Klasse SP9 und die Bestätigung, dass diese Fahrzeuge gegen die starken Porsche RSR durchaus konkurrenzfähig sind. Auf dem zweiten Rang liefen Marc Basseng, Frank Stippler und Christian Abt ein. Der Audi R8 des Phoenix Teams zeigte erstmalig sein Potential und unterstrich als zweites Fahrzeug die Stärke der Klasse SP9. Marcel Tiemann und Romain Dumas komplettierten das Siegerpodest und bescherten Olaf Manthey zudem den Klassensieg in der SP7. Auch die Positionen vier und fünf wurden von Porsche aus der Klasse SP9 bezogen. Mühlner Motorsport stellte mit Olivier Kainz und Frank Schmickler die Viertplatzierten und Armin Hahne, Jochen Krumbach und Emmanuel Collard wurden für Manthey Racing Fünfte. Nach dem zweiten Klassensieg in Folge führt der Vorjahresmeister Alexander Böhm in der Meisterschaft, der sich den BMW 326i vom Sartorius Team Black Falcon mit Sean Paul Breslin und Christer Jörns teilt. Dahinter folgt Marcel Tiemann mit ebenfalls zwei Klassensiegen. Aufgrund des Punkteschlüssels, nachdem stärker besetzte Klassen mehr Punkte bekommen, liegt das Trio aus der Klasse V4 vor Tiemann aus der Klasse SP7. Am 2. Mai 2009 treffen sich die Teilnehmer der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft zum letzten Lauf vor dem Saisonhöhepunkt am 24.-25. Mai, wenn das traditionelle ADAC-24-Stunden-Rennen zum 37. Mal zur Hatz zweimal Rund um die Uhr lockt.
(Text: Matthias Behrndt/Michael Behrndt)
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