|
|
|
|
VLN 51. ADAC ACAS-Cup: Geglückte Generalprobe für Manthey Racing
07.05.2009
Nur drei Wochen vor dem ADAC-24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring holte sich das Team Manthey Racing im 51. ADAC ACAS H&R-Cup, dem dritten Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft, den zweiten Gesamtsieg der Saison. Traditionell wird der letzte Lauf vor dem Langstreckenklassiker zweimal rund um die Uhr von vielen Teams für einen letzten Testlauf genutzt. So war es auch in diesem Jahr nicht verwunderlich, viele hochkarätige Fahrer und Fahrzeuge in der Startaufstellung anzutreffen. Besonders umlagert waren die vier Audi R8 LMS der Teams Abt Sportsline und Phoenix Racing, die von Audi-Werksfahrern aus der DTM und dem Sportwagenprogramm pilotiert wurden, darunter die DTM-Meister Timo Scheider und Mattias Ekström, die Le Mans Gesamtsieger Frank Biela, Emanuele Pirro und Marko Werner sowie VW-Repräsentant Hans-Joachim Stuck. Aber nicht nur im Starterfeld der Langstreckenmeisterschaft hatte der veranstaltende AC Altkreis Schwelm Publikumslieblinge zu bieten. Zwischen dem morgendlichen Zeittraining und dem Rennen fuhren mehr als 30 ehemalige DTM-Boliden einige Demorunden auf der Kombination von Nürburgring Nordschleife und Sprintstrecke. Diese Highlights und das sommerliche Eifelwetter lockten rund 35.000 Fans an die Strecke, die schon im Zeittraining einen packenden Kampf um die Pole Position erlebten. Die erste Startreihe teilten sich die Top-Autos der Teams von Manthey und Mamerow Racing. Beide Porsche hatten jeweils einen Saisonlauf für sich entschieden, im Training lagen sie nur ca. eine Sekunde auseinander. Die Pole Position erzielte mit einer Zeit von 8:24.163 Minuten der von Manthey Racing eingesetzte Porsche 911 GT3 RSR mit Marcel Tiemann und Marc Lieb am Steuer. Chris Mamerow und Lance David Arnold blieb im Porsche 997 GT3 Cup S nur die zweite Startposition. Noch vor der Audi-Armada auf den Plätzen sechs bis neun qualifizierten sich das Schall Opel Astra V8 Coupe, die Kissling Corvette und der Hancook / H&R Spezialfedern-Porsche GT3 von Jürgen Alzen.
Den Start um 12 Uhr entschied erwartungsgemäß der Manthey-Porsche für sich. Auch dahinter gab es zunächst wenig Veränderungen in der Reihenfolge. Einzig der Alzen-Porsche und die Kissling-Corvette tauschten noch auf der Sprintstrecke die Positionen. Im Verlauf der ersten Runde setzte Christian Menzel, der Jürgen Alzen und Dominik Schwager im Hancoock / H&R-Spezialfedern-Porsche unterstützte, seinen Vorwärtsdrang fort und nahm die dritte Position hinter den Porsche von Manthey und Mamerow Racing ein. Hinter diesem Trio folgten der Schall-Opel und dann bereits der schnellste Audi R8 LMS mit Frank Biela am Steuer. Sukzessive arbeiten sich die Audis nun nach vorne. Nach drei Rennrunden war das Audi-Quartett geschlossen auf der Verfolgung des Porsche-Trios. In der vierten Runde kam es zu einer ersten Vorentscheidung um den Tagessieg, als Chris Mamerow bei einem Überrundungsmanöver im Bereich Adenauer Forst mit einem Kontrahenten kollidierte. Auf dem Kühlwasser des Mamerow Porsche rutschten der Alzen-Porsche und zwei der Audi ins Aus. Während das Rennen für die beiden Porsche zu Ende war, schleppten sich die Audi zurück an die Boxen. Für Timo Scheider, Marco Werner und Matthias Ekström war das Rennen hier ebenfalls frühzeitig beendet. Der Bilstein-Audi von Hans-Joachim Stuck, Frank Biela und Emanuele Pirro drehte im späteren Verlauf hingegen noch einige Testrunden, hatte aber mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Nach den Turbulenzen im Adenauer Forst und den ersten Boxenstopps hatte sich die Spitze vorerst sortiert. Es führte weiterhin der Porsche mit Marcel Tiemann und Marc Lieb vor den Audi von Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und Frank Stippler sowie Christian Abt, Jean Francois Hemroulle, Pierre Kaffer und Lucas Luhr. Mit einer etwas anderen Tankstrategie konnte sich der Audi von Basseng, Fässler, Rockenfeller und Stippler nach zweieinhalb Stunden an die Spitze setzen und führte fortan vor dem Manthey-Porsche und dem Schall-Opel. Knapp eine Stunde vor Rennende kamen der führende Audi und der Schall-Opel zu ihrem jeweils letzten Stopp an die Boxen. So lautete das Klassement nach 22 Runden Manthey-Racing-Porsche, vor den Audi von Abt Sportsline und Phoenix Racing. Auf Rang vier folgten Armin Hahne, Jochen Krumbach und Wolf Henzler im zweiten Manthey-Porsche vor Volker Strycek und Ralf Schall im Opel Astra V8 Coupe.
Kurz vor Ablauf der vier Stundendistanz führte Manthey Racing mit einem Vorsprung von über 40 Sekunden, als das Team für einen Splash-n-Dash, einen sehr kurzen Tankstopp, an die Boxen kam. Beide Audis zogen an dem Porsche vorbei, der sich nun auf die Verfolgung der Ingolstädter Boliden machte. Während die Teams gebannt auf die Hohenrain-Schikane schauten und auf das Auftauchen der Spitzenreiter warteten, kämpfte sich der Manthey-Porsche auf Rang zwei nach vorne. Mit dem Erreichen der vier Stunden Marke tauchte das Führungstrio Stoßstange an Stoßstange in der Reihenfolge Abt Sportsline, Manthey Racing und Phoenix Racing am Beginn der Start/Zielgerade auf. Ein Kommunikationsproblem bei Audi ließ Christian Abt, in Erwartung einer weiteren Rennrunde an die Box kommen. Somit zogen Marcel Tiemann und Marc Lieb auf den letzten Metern noch vorbei und sicherten Teamchef Olaf Manthey den zweiten Gesamtsieg der Saison 2009. Auch der Phoenix-Audi mit Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und Frank Stippler ging noch an Christian Abt, Jean Francois Hemroulle, Pierre Kaffer und Lucas Luhr vorbei, die für Abt Sportline den dritten Platz belegten. Mit über zwei Minuten Rückstand erreichten Volker Strycek und Ralf Schall den vierten Platz vor Armin Hahne, Jochen Krumbach und Wolf Henzler im Porsche 911 GT3 Cup S von Manthey Racing. Als bester BMW kamen Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer im BMW Z4 V8 auf Rang sechs ins Ziel. Mit dem zweiten Gesamtsieg und dritten Klassensieg des Jahres führt Marcel Tiemann weiterhin die Meisterschaftswertung an. Vor dem nächsten Lauf, der 40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy am 13. Juni 2009 steht für viele Teilnehmer der BF- Goodrich-Langstreckenmeisterschaft zunächst einmal das Saisonhighlight, das 37. ADAC-24-Stunden-Rennen, auf dem Programm. Nach der gelungenen Generalprobe dürfen sich die Fans am 23. und 24. Mai auf eine Fortsetzung des spannenden Duells zwischen den Audi R8 LMS und den verschiedenen Porsche-Teams freuen.
(Text: Matthias Behrndt/Michael Behrndt)
Verwandte Themen:
Seite merken bei:
Weitere Themen: |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||