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1000km Spa: Knapper Sieg für Peugeot
12.05.2009
Wie in Barcelona war es am Ende knapp. Der siegreiche Peugeot von Nicolas Minassian/Simon Pagenaud/Christian Klien lag im Ziel nur 31 Sekunden vor dem zweitplatzierten Pescarolo-Judd, der von Jean-Christophe Bouillon und Christophe Tinseau pilotiert wurde. Rang drei ging an den von ganz hinten gestarteten Lola Aston Martin von Jan Charouz, Stefan Mücke und Tomas Enge, die in den Schlussminuten noch am schnellen Oreca von Olivier Panis vorbeiführte. Die Oreca-Mannschaft hatte ohnehin viel Pech in der letzten Rennstunde: Bruno Senna crashte ein neues Chassis in der Bus-Stop-Schikane und der auf Rang drei fahrende Panis wurde in der Boxengasse von der roten Ampel derart festgehalten, das das komplette LMS-Feld an ihm vorbeizog. Aufsteigende Tendenz zeigte das Team Kolles, das die letztjährigen Audi R10 TDI einsetzt, beim zweiten Einsatz in der Le Mans-Serie. Das deutsche Privatteam brachte beide Audi-Diesel in die Punkteränge: Narain Karthikeyan, Andy Meyrick und Charles Zwolsman beendeten das Rennen auf dem sechsten Platz. Der zweite Ingolstädter Sportwagen, pilotiert von Christijan Albers, Christian Bakkerud und Giorgio Mondini, verlor Zeit durch eine Kollision und einen daraus resultierenden unplanmäßigen Boxenstopp, konnte sich aber noch auf Platz sieben nach vorne arbeiten.
Der Porsche RS Spyder holte bei seinem ersten Einsatz in diesem Jahr in einem Herzschlagfinale den Sieg in der LMP2-Klasse und führte damit nahtlos die Erfolgsserie des vergangenen Jahres fort. Das dänische Essex-Team mit Porsche-Werksfahrer Emmanuel Collard (Frankreich), Casper Elgaard und Kristian Poulsen (beide Dänemark) setzte sich am Ende des turbulenten 1000-Kilometer-Rennens in Spa-Francorchamps gegen den Lola-Judd des Schweizer Speedy-Teams durch. Die GT1-Klasse war nur mit drei Fahrzeugen besetzt. Nach einem Unfall des Aston Martin von Jetalliance war der Weg frei für die Luc-Alphand-Corvette. Die GT2-Klasse war härter umkämpft. Am Ende setzte sich der Porsche 997 GT3 RSR des Felbermayr-Proton-Teams gegen die Konkurrenz in Gestalt von drei Ferrari F430 GT durch. Über Langeweile konnte sich das Duo Marc Lieb und Richard Lietz nicht beklagen. Lieb, der den Elfer für die Pole Position qualifiziert hatte, setzte sich auch beim Rennstart direkt an die Spitze der GT2-Klasse, Lietz hielt im folgenden die Position. Als Lieb wieder am Steuer saß, warf ihn ein Reifenschaden eine ganze Runde zurück. Die beiden kämpften sich danach wieder an die Führenden heran und profitierten schließlich davon, dass auch diese wegen eines Reifendefekts Zeit verloren.
(Text: Rainer Roßbach)
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