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Aktualisiert am 31.12.2011
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Aston Martin One-77: Million Dollar Baby

21.05.2009

Aston Martin One-77
Angeschärft: Das aggressive Gesicht des Aston Martin One-77 mit den sichelförmigen Bremskühlereinlässen.
Doppelpfeil

Aston Martins Antwort auf die Krise ist der erste Supersportwagen der englischen Traditionsmarke. Schon auf dem Genfer Salon war das Vollkarbon-Chassis mit liegenden Dämpfern zu sehen, dazu eine Plastilin-Karosserie-Studie. Publikumspremiere war dann beim mondänen Concorso d'Eleganza, wo der erste fahrfertige One-77 am Wettbewerb der aktuellen Studien teilnahm.

Wiewohl keine Studie, sondern – wenn man so will – ein Serienprodukt (auch wenn die Stückzahl auf 77 Exemplare beschränkt bleibt), gewann der Über-Aston Martin den begehrten Publikumspreis. Diese Einschätzung muss man nicht teilen, denn der One-77 variiert nur die Aston Martin-Normformen, wenn auch mit aggressiven, sichelförmigen Lufteinlässen in der Front und einem mächtigen, mit einem Chromstab geteilten Auslass im vorderen Kotflügel. Die Wucht ist das Besondere, nicht subtiles oder innovatives Design.

Innovativ dagegen ist das Vollkarbonchassis, und die Leistung stimmt auch: Auf 700 PS Leistung trimmte der englische Motorenspezialist Cosworth das V12-Triebwerk. Das auch im DB9 und DBS verbaute Aggregat wurde auf sieben Liter Hubraum angehoben. Zusätzlich kommt eine Trockensumpfschmierung zum Einsatz. Geschaltet wird mit einem sequentiellen Sechsganggetriebe.

Auf Papier liest sich das so: Den Spurt von Null auf 100 Stundenkilometer erledigt der starke Engländer in 3,5 Sekunden, und die 1500 Kilogramm des Aston Martin können auf 320 Stundenkilometer beschleunigt werden. Der Vortrieb und die Leistung der Keramik-Hochleistungsbremsen werden von den 335er Reifen auf der Hinterachse und den vorderen 255ern umgesetzt.

Wie schon erwähnt sind 77 Exemplare zu einem Stückpreis von deutlich über einer Million Euro geplant. Aber selbst dieser Betrag sollte, trotz Krise, den Verkauf des One-77 nicht verhindern, auch wenn die meisten dieser Schnellen ihr unerfülltes Dasein in Sammlungen und auf geschwindigkeitsbeschränkten Strassen fristen werden.

Aston Martin One-77 Aston Martin One-77 Aston Martin One-77
Variation: Die Heckform bedient sich beim DB9. Auffällig sind die gewaltigen Luftauslässe im vorderen Kotflügel.
Doppelpfeil
Liegend: Die Dämpfer sind in einen Aluminium-Träger montiert.
Doppelpfeil
Materialmix: Alu-Aufnahmen für die vorderen Radaufhängungen im Vollkarbonchassis.
Doppelpfeil
 

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Rainer Roßbach)

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