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Adenauer-Rundstrecken-Trophy: Manthey mit Glück
17.06.2009
Drei Wochen nach dem 37. ADAC-Zurich-24-Stunden-Rennen bildete die 40. Adenauer-ADAC-Rundstrecken-Trophy den heimlichen Auftakt für die BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft 2009. Während die ersten drei Läufe des Jahres noch von vielen Teams zur Vorbereitung auf den Langstreckenklassiker genutzt wurden, kämpft jetzt nur noch der harte Kern um Meisterschaftspunkte. Obwohl einige Top-Autos, wie die Werks-Audi R8 oder die BMW Alpina, nun fehlten, nahmen immer noch 162 Teams das morgendliche Zeittraining auf. Schnellste waren Oliver Kainz und Marc Basseng in dem von Mühlner Motorsport eingesetzten Porsche 911 GT3 Cup S. Mit einer Zeit von 8:17.438 Minuten sicherte sich das Team die Pole Position vor dem Ford GT aus dem Hause Raeder Automotive. Dem Trio Dirk Adorf, Hermann Tilke und Thomas Mutsch fehlten dabei nur etwa 3 Sekunden auf den schnellsten Porsche. Auf den Plätzen drei bis sechs qualifizierten sich die Porsche-Teams von Mamerow Racing, Hankook/H&R Spezialfedern, Manthey Racing und Uwe Alzen Automotive. Erst in der vierten Startreihe folgten das Opel Astra V8 Coupe und die Kissling-Corvette. Mit einer Verspätung von etwa vier Minuten wurde der Start um kurz nach 12 Uhr frei gegeben. Während Marc Basseng zunächst die Führung behaupten konnte, verlor Dirk Adorf im Ford GT die zweite Position an Christian Mamerow. Der Manthey-Porsche hatte sich inzwischen von der fünften auf die zweite Position nach vorne geschoben und setzte nun auch den Spitzenreiter unter Druck. Es folgten der Mamerow-Porsche und Dirk Adorf im Ford. Bereits nach der zweiten Runde hatte Marcel Tiemann im Manthey-Auto das gewohnte Bild wieder hergestellt. Der gelb-grüne Sportwagen kam als Führender über Start-und-Ziel, gefolgt vom Raeder Automotive-Ford. Erst Minuten später humpelte der Trainingsschnellste an die Mühlner-Box. Im Bereich der Hohen Acht war der Radträger des Porsche gebrochen. Die lange Reparaturpause kostete wertvolle Zeit und warf das Team weit zurück. Am Ende wurden Oliver Kainz und Marc Basseng mit drei Runden Rückstand als 48. gewertet.
Nach der turbulenten Anfangsphase kam nun etwas Ruhe in das Teilnehmerfeld. Tiemann nutzte diese Phase, um seinen Vorsprung bis zu den ersten Boxenstopps kontinuierlich auszubauen. Als erster Fahrer aus der Spitzengruppe kam der Zweitplatzierte Adorf an die Boxen und übergab den Ford GT an Thomas Mutsch. Dadurch übernahmen die Porsche-Teams der Gebrüder Alzen die Verfolgung des Spitzenreiters, wobei Jürgen Alzen (Hankook/H&R Spezialfedern-Porsche) seinen Bruder Jürgen (Uwe Alzen Automotive-Team) beständig auf Abstand halten konnte. Nachdem Tiemann das Cockpit des Manthey-Porsche an Arno Klasen übergeben hatte, gelang es Thomas Mutsch in der zehnten Runde, die Führung zu erobern. Bereits beim 24-Stunden-Rennen sorgte das Duell Manthey-Racing gegen Raeder Automotive für viel Spannung. Vor drei Wochen hatte das Team von Olaf Manthey noch das bessere Ende für sich. Nun aber schien sich das Blatt gewendet zu haben, denn Mutsch baute seine Führung mit Rundenzeiten auf Qualifying-Niveau Runde um Runde aus. Erst die rote Flagge zur Rennhalbzeit konnte seinem Vorwärtsdrang Einhalt gebieten. Nach einem schweren Unfall, bei dem Michael Schneider mit dem Mamerow Racing Porsche 911 GT3 im Bereich Kallenhard durch die Leitplanken brach und eine Böschung herunterrutschte, musste das Rennen unterbrochen werden. Obwohl der Pilot über keine Beschwerden klagte, wurde er, wie nach solchen Unfällen üblich, sicherheitshalber in das Adenauer Krankenhaus gebracht.
Nach einer gut zweistündigen Pause, in denen das Fahrzeug geborgen und die Streckenbegrenzung repariert wurde, erfolgte um 16 Uhr der Restart. Erneut konnte sich der Ford GT vom Feld absetzen und den Vorsprung auf das Porsche-Quartett von Manthey, der Alzen-Brüder und Mamerow ausbauen. Dahinter duellierten sich der Phoenix Racing Audi R8, der Getrag BMW Z4 sowie der Schall Opel Astra und die Kissling Corvette. Beim letzten Fahrerwechsel sahen Dirk Adorf, Hermann Tilke und Thomas Mutsch mit etwa 50 Sekunden Vorsprung noch wie die Sieger aus. Zwei Runden vor Schluss aber beendete ein Unfall in der Bergwerkskurve ihr Rennen vorzeitig. So wurde einmal mehr der Manthey-Porsche von Tiemann und Klasen als Sieger abgewunken. In der Addition der beiden Läufe hatte das Duo 3:19.46,283 anstatt der auf 4 Stunden angesetzten Renndauer absolviert. Ebenfalls auf das Siegerpodest fuhren die Gebrüder Alzen. Jürgen Alzen, Christian Menzel und Dominik Schwager wurden vor Uwe Alzen und Lance-David Arnold Zweite. Noch vor der Kissling Corvette mit Roland Rehfeld, Reinhold Renger und Hannu Luostarinen am Steuer fuhr die zweite Manthey-Mannschaft mit Armin Hahne und Jochen Krumbach auf Rang vier. Mit Platz sechs feierten Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Dr. Edgar Althoff einmal mehr ein gutes Ergebnis. In der Meisterschaft liegt weiterhin Marcel Tiemann an der Spitze. Ob er die Tabellenführung auch nach dem fünften Lauf behaupten kann, wird sich am 27.06.2009 im Rahmen des 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennens zeigen.
(Text: Matthias Behrndt/Michael Behrndt)
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