Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Nissan PIVO3
Audi R8 LMS ultra
Mercedes 190 E Evo II
Ford GT90
Renault 5
Alpine A 106
BMW i3 Concept
Land Rover DC100 Sport
Cadillac Ciel
e-Opel
Citroën Tubik
smart fortwo electric drive
Lister Monzanapolis
Chevrolet Miray Concept
Hispano Suiza Xenia
Fahrberichte
Lancia Thema
Mercedes Benz B 200
Fiat Freemont
Lexus CT200h
Ford Galaxy Titanium
Kultur : Unterwegs
Art und Cars bei Mercedes
Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH
75 Jahre Käfer: Seltene Prototypen im Porsche-Museum

18.06.2009

75 Jahre Kaefer
Porsche Typ 60 (V3) an der Ausfahrt der Porsche-Villa ca. 1936/37.
Doppelpfeil

Der 22. Juni 1934 war nicht nur für das Porsche-Konstruktionsbüro in Stuttgart, einer der wichtigsten Tage ihrer frühen Unternehmensgeschichte. Er veränderte auch die gesamte Automobilgeschichte: An jenem Tag erhielt die damalige „Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH, Konstruktionen und Beratung für Motoren- und Fahrzeugbau“ vom „Reichsverband der Automobilindustrie“ (RDA) den Auftrag zu Konstruktion und Bau des Volkswagens. Das 75jährige Jubiläum des Volkswagen-Auftrags würdigt das Porsche-Museum vom 22. Juni bis zum 31. Juli 2009 mit einer Sonderausstellung.

Im Rahmen der schwierigen Wirtschaftslage war die Idee eines preisgünstigen Autos für die breite Bevölkerung immer wieder von Automobil-Konstrukteuren aufgegriffen worden. Unter ihnen auch Ferdinand Porsche, der zuvor im Laufe seiner Karriere nicht weniger als sieben Kompakt- und Kleinwagenmodelle für verschiedene Hersteller entworfen hatte. Als technische und stilistische Quintessenz dieser Projekte konzipierte er 1933 den Volkswagen, den er am 17. Januar 1934 dem Reichsverkehrsministerium in seinem „Exposé betreffend den Bau eines Deutschen Volkswagens“ vorstellte.

Fünf Monate nach der Übergabe des Exposés erhielt das Porsche-Büro einen von der Reichsregierung initiierten Entwicklungsauftrag. Wurde zunächst nur die Herstellung eines Volkswagen-Prototypen vereinbart, erhöhte der RDA die Zahl am 7. Dezember 1934 vertraglich auf drei Fahrzeuge, welche in der Garage von Ferdinand Porsches Wohnhaus montiert wurden. Fast genau ein Jahr nach dem offiziellen Entwicklungsauftrag war der erste Volkswagen-Prototyp, der V1 (V = Versuchswagen), fahrbereit. Am 3. Juli 1935 stellte Ferdinand Porsche die Limousine einer Kommission des RDA vor. Der zweite Versuchswagen, ein Cabriolet mit dem Namen V2, trat am 22. Dezember 1935 zur Jungfernfahrt an. Nachdem im Februar 1936 mit dem Bau drei weiterer Volkswagen-Prototypen mit der Bezeichnung V3 begonnen wurde, kam seitens des RDA vermehrt Widerstand gegen das Projekt auf. Mit seinem Zentralrohrahmen, der von Porsche erfundenen Drehstabfederung und dem luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor im Heck wurde der Volkswagen inzwischen als ernsthafter Konkurrent zu bestehenden Fahrzeugtypen bewertet. Eine weitere Serie von 30 Prototypen (VW30) wurde 1937 bei der damaligen Daimler-Benz AG gebaut und einer groß angelegten Testreihe über 2,4 Millionen Erprobungskilometer unterzogen.

75 Jahre Kaefer
Ferry Porsche 1936 am Steuer des Volkswagen-Prototypen (V2) auf dem Marktplatz in Tübingen.
Doppelpfeil

Entgegen der ersten Überlegung, den Volkswagen von den deutschen Automobilherstellern gemeinsam bauen zu lassen, entschied die Reichsregierung am 4. Juli 1936 den Bau eines eigenständigen Volkswagenwerks. Am 28. Mai 1937 formierte sich die „Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH“, kurz „Gezuvor“. Als einer der drei Geschäftsführer der „Gezuvor“ erhielt Ferdinand Porsche den offiziellen Auftrag für Technik und Planung der zukünftigen Produktionsstätte, mit deren Bau im Mai 1938 in Fallersleben, dem heutigen Wolfsburg, begonnen wurde. Neueste Erkenntnisse über die moderne Automobilfabrikation verschaffte sich Ferdinand Porsche während zwei Studienreisen in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit dem VW38 hatten die Prototypen in der zweiten Jahreshälfte 1938 einen Entwicklungsstand erreicht, der sich nur noch wenig vom späteren Serienfahrzeug unterschied. Potentielle Käufer konnten nun fünf Mark wöchentlich auf den Volkswagen ansparen, der mittlerweile als Bestandteil der „Kraft durch Freude“-Strategie des Dritten Reichs auf „KdF-Wagen“ umgetauft war. Mit einem äußerst niedrigen Verkaufspreis von 990 Reichsmark sollte der Volkswagen für jedermann erschwinglich sein. Kriegsbedingt erreichte jedoch weder einer der rund 340.000 Investoren sein Sparziel, noch wurde ein Volkswagen an einen Privatkunden ausgeliefert. Parallel zum „KdF-Wagen“ entwickelte Porsche ab 1939 weitere Volkswagen-Varianten, die jedoch zur militärischen Nutzung bestimmt waren. Von den teilweise mit Allradantrieb ausgestatteten Kübel-, Schwimm- und Kommandeurwagen entstanden bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als 60.000 Fahrzeuge.

75 Jahre Kaefer
1958: Ferry Porsche mit den Porsche-Konstruktionen Typ 356 und Typ 60 (Volkswagen).
Doppelpfeil

Eine weitere Konstruktion auf Volkswagen-Basis war der 1939 gebaute Typ 64 „Berlin-Rom-Wagen“. Diese Rennsportversion des Volkswagens wurde für das im September 1939 geplante Langstreckenrennen von Berlin nach Rom entwickelt und gilt unter Automobilhistorikern als der Urahn der heutigen Porsche-Sportwagen. Mit seiner stromlinienförmigen Aluminiumkarosserie und einem leistungsgesteigerten VW-Boxermotor erreichte der „Berlin-Rom-Wagen“ eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h. Die Serienfertigung des zivilen Volkswagens begann in Wolfsburg im Sommer 1945. Unter der liebevollen Bezeichnung „VW-Käfer“ wurde er auf der ganzen Welt so populär wie kaum ein anderes Automodell. Auch in punkto Produktionsdauer und Stückzahl ist er ein Spitzenreiter. Erst im Juli 2003 stellte man die Produktion der letzten VW-Käfer, die noch in Mexiko über die Bänder liefen, ein. Mit 21,5 Millionen Exemplaren gehört der Käfer mit Abstand zu den meist gebauten Autos der Welt.

Neben ausführlichen Informationen und Originalbildern aus den Beständen des Historischen Archivs der Porsche AG wird zudem ein seltener Vorkriegs-Prototyp des Volkswagens gezeigt. Dieser VW 38 aus der Sammlung der Stiftung Volkswagen wurde von Professor Porsche persönlich genutzt und während zahlreicher Dienstfahrten eingesetzt. Eine weitere Seltenheit ist der Prototyp eines „VW-Käfers“ mit Dieselmotor, der Anfang der 1950er Jahre von Porsche konstruiert wurde.

(Text: rr/pt)
(Fotos: Porsche)

Seite merken bei:

Google_bmarks Windows_live Mister Wong Delicious oneview yigg FAV!T Technorati Furl Yahoo_myweb Blinklist Magnolia Digg Netscape Stumbleupon Newsvine Reddit Tailrank Spurl

linie

Zurück zur Startseite

Weitere Themen:

AC AMG Abarth Allard
Alpine Antas Ariel Aston Martin
Audi August Horch Austin Auto Union
BMW BRM Beaulieu Bentley
Bertone Bitter Brabus Bristol
Bugatti Buick Byers CG
Cadillac Caterham Chevrolet Chrysler
Citroën Cobra Connaught Corvette
Cunningham DKW DTM Dacia
Daewoo Daihatsu Daimler De Tomaso
Devaux Dodge Edag Eifel-Klassik
Ferguson Ferrari Festival of Speed Fiat
Fioravanti Fontana Ford Formel 1
Freestream Fritz Schlumpf Fuore GMC
General Motors Ginetta Giugiaro Gottlieb Daimler
Grand Prix de l'Age d'Or Grenzlandring Hafei Hafei
Honda Hummer Hummer Hyundai
Infiniti Invicta ItalDesign Jaguar
Jeep Jensen Karmann Kellison
Kia Ktm Lada Lamborghini
Lancia Land Rover Le Mans Endurance LeBlanc
Lexus Ligier Lincoln Lola
Loremo Lotus MG Marcos
Maserati: Matra Maybach Mazda
McLaren Mercedes-Benz Mille Miglia 2007 Mini
Mitsubishi Morgan Musée d'Automobile NSU
Nissan Nürburgring Oldtimer Grand Prix Opel
Pagani Pininfarina Pontiac Porsche
Prodrive Range Rover Renault Retromobile
Rinspeed Rolls-Royce Rover Saab
Saleen Saturn Seat Segway
Serenissima Shelby Sigma Sivax
Skoda Smart Spyker Stola
Subaru Suzuki Techno Classica Toyota
Turbine Unimog VLN VW
Valmet Vanwall Vauxhall Venturi
Veritas Villa d'Este Volvo WRC Rallye
Wankel Wiesmann Wimille YES
Zagato Zest Zytek mcrae
Prova Gesamtarchiv
Archivsuche
ausführen Hilfe
Termine
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de