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Aktualisiert am 31.12.2011
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Citroën C-Cactus: Sparen mit Stil

23.06.2009

Citroën C-Cactus
Der Citroën C-Cactus ist aus einfachen, großflächigen Modulen zusammengesetzt.
Doppelpfeil

Sparsam und ökologisch, gleichzeitig aber auch vergnüglich und schick ist der C-Cactus. Citroën zeigt mit der Studie, wie man sich das Autofahren in der Zukunft vorstellt. Ein hoher Anteil recycelter oder recycelbarer Werkstoffe macht den Verbrauch gering - dank eines Diesel-Hybrid-Antriebs und des geringen Gesamtgewichts von 1.180 kg beträgt der Norm-Gesamtverbrauch 2.9 l/100 km und die CO2-Emission nur 78 g/km.

Dabei soll der C-Cactus nicht mehr kosten als ein Familienwagen der Kompaktklasse. Die moderaten Herstellungskosten resultieren aus der Verwendung neuartiger Materialien und einer durchrationalisierten Konstruktion, durch die die Zahl der Bauteile deutlich verringert wurde. So besteht der Innenraum nur aus wenig mehr als 200 Einzelteilen – das ist ungefähr halb so viel wie bei einem konventionellen Auto dieser Klasse. Trotz des zurückhaltenden Umgangs mit Material bietet der C-Cactus seinen Insassen auf einer Gesamtlänge von 4,2 Metern und einer Breite von 1,8 Metern einen geräumigen und bequemen Innenraum, der den gewohnten Komfort der Klasse bietet: Eine automatisch geregelte Klimaanlage, eine hochwertige Audioanlage, ein verglastes Panoramadach oder ein Geschwindigkeitsregler und -begrenzer sind heutzutage einfach selbstverständlich.

Citroën C-Cactus
Die Türen bestehen aus korrosionsbeständigem, blankem Blech.
Doppelpfeil

Die Karosserie besteht aus einfachen Formen und einer Kombination aus runden und straffen Volumen. Die Front des Wagens wird von den runden, leicht schräg stehenden Scheinwerfern geprägt, die von zwei zylindrisch in den Stoßfänger eingeschnittenen Lufteinlässen betont werden. Abgerundete Linien finden sich auch in der Seitenansicht, die von der nach vorn fliehenden Dachlinie und von den asymmetrischen Türen aus unlackiertem Stahlblech geprägt ist. Eine hohe Gürtellinie und Felgen mit 21 Zoll Durchmesser unterstreichen den kompakt-dynamischen Eindruck des C-Cactus. Am Heck setzt sich die Formensprache aus rundlichen und gespannten Motiven fort. Die Heckleuchten wiederholen die Form der vorderen Scheinwerfer und weisen eine Besonderheit auf: Ihr Innenleben ist so beschaffen, dass der Fahrer durch sie hindurch sehen kann. Nicht zuletzt ist der Innenraum des C-Cactus hell und freundlich durch den Einbau eines gläsernen Panoramadaches.

Die Konstruktion lohnt einer genauen Betrachtung: Auf ein Armaturenbrett etwa wurde komplett verzichtet, denn alle dort untergebrachten Funktionen wurden auf der Mittelkonsole und der feststehenden Lenkradnabe zusammengefasst. Die Mittelkonsole nimmt die Aktivlautsprecher der Audioanlage, den Getriebewählhebel und einen Touchscreen auf, mit dem der Bordcomputer, das Navigationssystem und die Klimaanlage bedient werden. Die Schalter für Blinker, Scheinwerfer, Scheibenwischer, Hupe und Geschwindigkeitsregler und -begrenzer befinden sich hingegen auf der feststehenden Lenkradnabe, ebenso wie der Tacho und die Kontroll- und Warnleuchten.

Citroën C-Cactus
Ungewohntes Bild: Der C-Cactus verzichtet völlig aufs Armaturenbrett.
Doppelpfeil

Ökonomisch ist auch die Konstruktion der Karosserie. Für die Kühlermaske vorn - mit Scheinwerfern und Doppelwinkel - und den unteren Teil der Heckklappe werden gleiche Bauteile verwendet. Reduktion bestimmt auch die Gestaltung des Vorderwagens, dessen Hülle nur aus einer feststehenden Motorhaube mit integrierten Kotflügeln und einer Wartungsklappe besteht, durch die Ölstand, Scheibenwaschwasser etc. kontrolliert und aufgefüllt werden können.

Ähnlich sparsam ist die Konstruktion der Seitenfenster: Wegen der vollautomatischen Klimaanlage wird ganz auf versenkbare Fenster verzichtet. Stattdessen kommen Schiebefenster ohne aufwändige Mechanismen und Führungen zum Einsatz. Die Türverkleidungen im C-Cactus bestehen nur aus zwei Teilen, und die Sitze werden auch aus nur zwei Teilen zusammengebaut. Sie bestehen aus einem Formschaumpolster mit eingefärbter Haut, das einen hohen Sitzkomfort bietet, und einer festen Schale, die das Schaumpolster hält und die Befestigung des Sitzes in Schienen am Wagenboden ermöglicht.

Beim Antriebsstrang soll die umweltschonende Technik für eine größtmögliche Zahl von Kunden erschwinglich sein, damit der Einsatz für die Umwelt auch vom Markt angenommen wird. Das bedeutet, dass der Hybrid-HDi so günstig gefertigt werden kann, dass das fertige Produkt im Preis einer normalen Kompaktlimousine entspricht.

Citroën C-Cactus
Der Innenraum des Öko-Citroën ist luftig und licht.
Doppelpfeil

Der Motor besteht aus einem HDi-Diesel mit Partikelfilter, der 70 PS leistet, und einem Elektroaggregat mit zusätzlichen 30 PS. Damit erzielt der C-Cactus Normverbrauchswerte und CO2–Emissionen von 2.9 l/100 km und 78 g/km im EU-Gesamtzyklus. Im Stadtverkehr ist ein rein elektrischer Antrieb möglich. Gestartet wird der C-Cactus mit einem tragbaren MP3-Player, der in dir feststehende Lenkradnabe eingesteckt wird.

Die verringerte Zahl an Bauteilen und die geringere Gesamtmasse bedeuten einen geringeren Einsatz an Primärenergie in der Produktion und natürlich auch an Werkstoffen. Bei diesen wurden entweder recycelfähige oder bereits recycelte Werkstoffe ausgewählt. Einiges davon wird schon immer wiederverwertet: etwa das Glas der Scheiben, die Reifen und das Metall der Türen. Diese bestehen bei der Studie aus unlackiertem, aber korrosionsgeschütztem Stahlblech. Zusätzlich kommen innovative Materialien zum Einsatz: Die Bodenverkleidung besteht aus recyceltem Leder - zahlreiche Teile sind aus Kork, die Türverkleidungen aus Filz, und die Ablagen im Armaturenbrett sind aus chemisch unbehandelter und biologisch abbaubarer Wolle.

Zum Zeichen an die Umwelt ist die Höchstgeschwindigkeit des C-Cactus auf 150 km/h begrenzt. Sie soll den Willen von Citroën signalisieren, zu einem neuen Denken in Sachen Autofahren beizutragen.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Citroën)

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