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Engine of the Year 2009: Elf zu eins für Deutschland
19.06.2009
Erfolg auf der ganzen Linie: Elf von 12 Auszeichnungen bei "Engine of the Year" gehen an Motoren aus deutscher Entwicklung. Zum Motor des Jahres wurde der 1,4 Liter TSI-Twincharger-Motor von Volkswagen gewähnt. Der Motor wird bei vielen VW Modellreihen angeboten, darunter Golf, Scirocco und Eos und wird erfolgreich bei Seat im Ibiza Cupra verwendet. Der 1,4 Liter TSI-Turbo- und Kompressormotor von Volkswagen siegte ebenfalls in der Kategorie 1 bis 1,4 Liter und wurde zum Umweltfreundlichsten Motor des Jahres gewählt und verwies damit die neuen elektrischen Hybrid-Triebwerke von Toyota und Honda auf ihre Plätze. Dean Slavnich, Herausgeber der Fachzeitschrift Engine Technology International und Co-Vorsitzender der International Engine of the Year Awards, sagte: „Die internationale Expertenjury ist höchst beeindruckt von diesem VW-Motor. Er ist eine Meisterleistung der Downsizing-Technologie und ein wahres technisches Vorzeigeprojekt. Ich habe absolut keinen Zweifel daran, dass dieser Motor das Vorbild für eine völlig neue Generation an Motoren mit hoher Leistungsfähigkeit und kleinem Hubraum für die kommenden Jahre darstellen wird.” Mit dem 3,8-Liter-Triebwerk aus den 911 Carrera S Modellen hat sich der Sportwagenhersteller im Feld der leistungsstarken Konkurrenz in der Kategorie „Best New Engine 2009“ durchgesetzt. Porsche steigert mit den Sechszylinder-Boxermotoren mit Direkteinspritzung die Leistung des 3,8-Liter-Triebwerks um 30 auf 385 PS (283 kW), Trotz dieses Leistungspotenzials verbrauchen die neuen Motoren nun deutlich weniger Kraftstoff: Das 911 Carrera S Coupé mit PDK beispielsweise durchschnittlich 10,2 Liter pro 100 Kilometer (Gesamtverbrauch nach EU5). Mit deutlichen Siegen in drei Wertungskategorien unterstreicht die BMW Group auch in diesem Jahr ihre herausragende Position als Motoren-Hersteller. Das V8-Triebwerk des BMW M3, der Reihensechszylinder mit Twin Turbo Technologie, und der Vierzylinder-Twin-Scroll-Turbo-Antrieb erreichten den Spitzenplatz in ihrer jeweiligen Hubraumklasse. Mit diesem Dreifach-Erfolg setzt die BMW Group ihre Siegesserie beim „International Engine of the Year Award“ fort. Bei dem seit 1999 ausgetragenen Wettbewerb konnten sich BMW Motoren bereits sechsmal den Gesamtsieg sichern, zuletzt in vier aufeinander folgenden Jahren. Die drei aktuellen Titelträger beeindruckten die Jury einmal mehr sowohl durch ihre faszinierende Kraftentfaltung als auch mit ihrer zeitgemäßen Effizienz. Diese Kombination ist das Ergebnis der Entwicklungsstrategie Efficient Dynamics und kennzeichnet den Achtzylinder der BMW M GmbH ebenso wie den Reihensechszylinder von BMW und den MINI Vierzylinder-Motor.
In der Hubraumklasse zwischen 3,0 und 4,0 Litern konnte der V8-Antrieb des BMW M3 seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Das 309 kW/420 PS starke 4,0 Liter-Triebwerk dominiert bereits zum dritten Mal in Folge die Klasse. Der 3,0 Liter große 225 kW/306 PS starke Sechszylinder mit Twin Turbo und High Precision Injection siegte in der Wertungskategorie der Motoren mit einem Hubraum zwischen 2,5 und 3,0 Litern. Auch an der Spitze der Hubraumklasse zwischen 1,4 und 1,8 Litern herrscht seit 2007 Kontinuität: Hier setzt der 1,6 Liter große Vierzylinder-Motor des MINI Cooper S mit Twin-Scroll-Turbo, Benzin-Direkteinspritzung und einer Leistung von 128 kW/175 PS nach wie vor die Maßstäbe. Mit 55 Punkten Vorsprung hat der 1.6 Liter THP -Benzinmotor von BMW/PSA mit 128 kW /175 PS die Hubraum-Kategorie von 1.4 bis 1.8 Liter Hubraum klar dominiert. Damit wiederholte das Triebwerk seinen Erfolg aus den Vorjahren 2007 und 2008. Während der 175 THP insgesamt 253 Punkte verbuchte, landete sein unmittelbarer Verfolger mit 198 Punkten auf Rang zwei. Bei dem 175 PS-Motor handelt es sich um einen Benzin-Direkteinspritzer, der gemeinsam von PSA Peugeot Citroën und der BMW Group entwickelt wurde. Die Jury lobt das Triebwerk in seiner Laudatio: „Dieser Motor bietet ein wundervolles Gleichgewicht zwischen Durchzugskraft und Wirtschaftlichkeit.“ Der THP-Vierzylinder zeichnet sich durch eine hohe spezifische Leistung sowie günstige Verbrauchswerte und niedrige Schadstoffemissionen aus. Zu seinen besonderen technischen Merkmalen zählt unter anderem ein Twin-Scroll-Turbolader und die stufenlose Verstellung der Einlassnockenwelle VVT. Ebenso erwähnenswert ist der Sieg von Mercedes-Benz in gleich drei Kategorien. Sein 2,1 Liter Diesel-Motor gewann in der Kategorie 2 bis 2,5 Litern, und sein von AMG entwickeltes Kraftpaket mit 6,2 Litern und V8 gewann sowohl die Kategorie mit mehr als 4 Litern Hubraum als auch den Titel „Beste Motorleistung des Jahres“. Toyota gewann mit seinem 998 ccm, 3-Zylinder-Motor in der Kategorie bis zu 1 Liter. Damit wurde der Dreizylinder wie bereits in den beiden Vorjahren erneut in der Klasse der Triebwerke bis Ein-Liter Hubraum ausgezeichnet. Der 50 kW/68 PS-Motor wird von Toyota in den Baureihen Aygo, Yaris und iQ eingesetzt. Zudem treibt er die beiden Aygo Schwestermodelle Citroen C1 und Peugeot 107 an. Der nur 67 Kilogramm leichte Motor gewann mit einem 318 Punkten in der Klasse bis Ein Liter Hubraum. Damit ließ der Dreizylinder den nächsten Wettbewerber 102 Punkte hinter sich und baute seinen Vorjahresvorsprung von neun Punkten deutlich aus. Zum fünften mal in Folge wählte eine Jury den Audi 2,0-Liter-TFSI in der Kategorie 1,8- bis 2,0-Liter. Der 2.0 TFSI ist in Leistungsklassen von 125 kW (170 PS) bis 195 kW (265 PS) für die Modellreihen A3, S3, A4, A5, A6 sowie im Audi Q5 und TT erhältlich.
Die Gewinner der International Engine of the Year Awards 2009
(Text: Dieter Roßbach )
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