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Fornasari Racing Buggy: Wüstenglüher, Asphaltwandler
29.06.2009
Fornasari ist bislang bekannt durch Geländegänger im Stil eines gechoppten Porsche Cayenne. Von der Gründung in den frühen 1990er Jahren an präparierten die Italiener Corvettes für Straße und Rennen, weshalb die amerikanische Mechanik auch Verwendung in den aktuellen Produkten RR99, RR600 und dem Sportwagen Le Mans findet. Gleiches gilt auch für den ganz neuen Racing Buggy. Waren die Formen der Fornasari-Autos bislang rund und glatt, ist der Neue wie mit dem Laser geschnitten. Der in zwei Farben lackierte Buggy basiert auf dem Rohrrahmen des RR600, der hier zwecks besserer Handlichkeit und aggressiverem Auftreten verkürzt ist. Die Gitterstruktur besteht aus mehr als 450 Komponenten aus Chrom-Molybdän-Stahl, die trotz eines niedrigen Gewichts von etwa 150 Kilogramm große Steifheit und Torsionsbeständigkeit bieten. Die Dreieckslenker der Radaufhängung sind aus dem gleichen Material und in Formel-1-Technologie ausgeführt. Der Federweg beträgt stolze 240 Millimeter. Und das bei garantiert gleichem, stabilem, alltagstauglichem Fahrverhalten. Fünf Personen finden in dem extremen Gerät Platz, volle Alltagstauglichkeit ist versprochen. Aber wenn's juckt kann der Racing Buggy auch richtig gehen. Mit den vergleichsweise niedrigen 1850 Kilogramm hat der sechs Liter große Achtzylinder wenig Mühe. Das 610 PS starke Aggregat entwickelt ein maximales Drehmoment von 748 Newtonmetern und wird mittels einer sechsstufigen Borg-WarnerAutomatik geschaltet. Der 5,20 Meter lange, 2,15 Meter breite und 1,85 Meter hohe Allradler beschleunigt in 3,8 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, den stehenden Kilometer absolviert der scharf geschnittene Fornasari in 23 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 280 Stundenkilometer begrenzt. Die Racing Buggy versteht sich als Einstiegsmodell von Fornasari. Etwa 80.000 Euro sollte man dafür auf der Bank haben und darüber hinaus jede Menge Exhibitionismus. Denn eins ist klar: Jenseits des gepflegt-langweiligen Habitus der anderen Fornasari-Modelle kann hier ein extrovertierter Charakter nicht schaden.
(Text: Rainer Roßbach) Seite merken bei:
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