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Fetish Panoramique: Superweitwinkel
05.07.2009
Urvater aller zeitgenössischen Elekro-Sportwagen ist der Venturi Fetish. Schon auf dem Pariser Salon 2004 stellte sich Venturi den ersten Elektro-Spider auf den Stand. Der ehemalige Formel 1-Konstrukteur Gérard Ducarouge konstruierte einen Zweisitzer, der Alltagstauglichkeit, Sportlichkeit und Attraktivität verbinden sollte. Seit April 2008 gibt es mit dem VM300 einen neuen Motor und als neue Karosserievariante den "Panoramique" mit einer transparenten Plexiglaskuppel. Der neue Antrieb leistet nun 300 PS bei gleichzeitiger Reduktion des Gewichts. Nur 35 Kilogramm stehen für den Motor zu Buche. Das heisst, dass trotz 30 Prozent weniger Gewicht die Leistung gegenüber dem zuvor verwendeten Elektro-Motor um 22 Prozent zugelegt hat. Das Drehmoment, aktuell bei 380 Newtonmeter, liegt um stolze 72 Prozent höher als beim Vorgängeraggregat. In der Summe hat sich die Energieeffizienz um sagenhafte 92 Prozent erhöht. Zur Versorgung wurde zudem eine neue Lithium-Polymer-Batterie mit 45 Kilowattstunden entwickelt, die ab September 2009 als Standardenergiespeicher zum Einsatz kommen wird. Das Monocoque nimmt den Antrieb in der Mitte auf und besteht komplett aus Carbon-Faser die Batterien sind an einer besonders geschützten Position im Zentrum montiert. Auch die Insassen erfahren besonderen Schutz durch deformierbare Zellen in der Front und im Heck des Autos. Dass die Passagiere auch vor elektromagnetischen Emissionen geschützt sind, ist Venturi ein besonderes Anliegen.
Der Fetish wiegt 1125 Kilogramm. Das Fahrwerk stammt vom Venturi Atlantic 300 und sorgt für ein rennwagentypisches Fahrverhalten. Die 300 PS des Elektromotors werden von 265er Reifen an der Hinterachse auf die Strasse gebracht. Für den Spurt von Null auf 100 Stundenkilometer braucht der Elektrosportwagen - den Angaben des monegassischen Herstellers nach - nur vier Sekunden. Die Reichweite beträgt nur 290 Kilometer, aber die Batterien können dank eines an Bord befindlichen Ladekabels überall an einem Netzanschluß aufgeladen werden. Die Komplettaufladung des Systems dürfte aber nach wie vor zehn Stunden dauern. Das avantgardistische Antriebs-Konzept spiegelt sich formal in der transparenten Plexiglashaube, die sich über den zweifarbig lackierten Aufbau spannt. Dieses nahezu ironisch wirkende Dach nimmt dem Fetish Panoramique die bemühte Ernsthaftigkeit des Spiders und verleiht ihm Leichtigkeit und gar Begehrlichkeit. Diese erfährt Verstärkung dadurch, dass der offene Monegasse nun nur noch 297.000 Euro plus Steuer kostet. Angesichts der 540.000 Euro, die für den Vorgänger-Spider fällig waren, ist der Panoramique also ein echtes Schnäppchen.
(Text: Rainer Roßbach)
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