Beim Goodwood Festival of Speed 2009 feierten sowohl Mercedes-Benz als auch Audi das 75-jährige Jubiläum der Silberpfeile. Die Konzerne und etliche Museen verschifften ihr Edelmetall nach England und sorgten für das größte Zusammentreffen der legendären Vorkriegsrenner seit den 30er Jahren. Insgesamt 14 Exemplare der Vorkriegs-Hightechwagen waren da, darunter ein selten gesehener Auto Union Typ A und die komplette Reihe der Mercedes-Benz-Formelwagen von 1934 bis 1955.
Auch Porsche hatte Grund zu feiern: 40 Jahre ist es her, dass sich der grandiose 917 auf dem Genfer Salon 1969 der Öffentlichkeit zeigte. Elf Siebzehner, etwa der 1969er PA-CanAm-Spider, die 70er und 71er Le Mans-Sieger, CanAm-Turbos oder aber der für die Straße zugelassene Kurzheck des italienischen Vermouth-Grafen Rossi bevölkerten den Asphalt. Erfolgreiche Le Mans Teilnehmer wie der 936, mit dem Jackie Ickx einen Großteile seiner Siege einfuhr, der 956 oder der 1998er Sieger GT1 machten das Festival of Speed zum größten europäischen Le Mans-Porsche-Meeting seit langem.
Audi ist mittlerweile 100 Jahre alt und wurde deshalb als "Featured Marque" geehrt. Die Ingolstädter mit den sächsischen Wurzeln hatten neben den Silberpfeilen die erfolgreichsten Fahrzeuge der Audi-Rennsportgeschichte auf den Hänger gepackt. Rallye-Quattros, Imsa-Rennwagen, Tourenwagen aus den diversen europäischen Serien und die seit 1999 erfolgreichen Le Mans-Prototypen-Familie inklusive des Bentley Speed 8 illustrierten die mittlerweile Jahrzehnte währende Audi-Sporttradition.
Natürlich ist auch die Formel 1 ein wichtiges Element des „Festival of Speed“. McLaren-Mercedes, Red Bull, Ferrari und Toyota schickten Vorjahresboliden auf den Berg. Allein Seriensieger Brawn GP durfte mangels Vorjahresauto und aktueller Testbeschränkungen den BGP001 nur ins Fahrerlager stellen.
Die historischen Formel 1-Renner dagegen konnten ihrem Bewegungsdrang ungehindert nachgeben. Viele Williams schließlich ist Frank Williams schon seit 40 Jahren dabei sein Erstling de Tomaso Cosworth, Matra, Uop-Shadow, McLaren und Lotus feierten den englischen Vollblut-Racer auf ihre Weise. Besondere Erwähnung verdient der italienische Life 190 aus dem Jahr 1990. In einem Ferrari-inspirierten Chassis steckt ein eigens entwickelter Dreiliter-W12-Motor. Dieses faszinierende Stück Technik produzierte seinerzeit jedoch nur 70 Prozent der Leistung der Konkurrenz, weshalb der bemerkenswerte Monoposto nie über ein Vor-Qualifying hinauskam.
100 Jahre Bugatti, 100 Jahre Morgan, 50 Jahre Daytona Speedway, Matra im Motorsport oder klassische Indycars waren weitere Themen, die in opulenter Weise für das Publikum ausgebreitet wurden und wem das alles nicht genug war konnte auf der "Rallye Stage" Piloten vom Schlag des WRC-Weltmeisters Sebastian Loeb bei ihrem Spitzenhandwerk zusehen. Die Aufzählung liesse sich durch das Defilé aktueller Konzeptstudien, historischer Langstrecken-Rennwagen oder Vorkriegs-Grand-Prix-Wagen beliebig verlängern. Zeit also, Bilder sprechen zu lassen!
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Porsche 917 Kurzheck in den Farben des 1970er Le Mans-Sieger.
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Der Porsche 917/10 Turbo, hier der Ex-Willy Kauhsen-Wagen, wurde Anfang der 1970er auch in der Interserie eingesetzt.
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1971 belegte dieser 917 K unter Müller/Attwood den zweiten Platz in Le Mans.
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Der 1977er Porsche 936 wird von einem 2,1-Liter-Turbosechszylinder angetrieben.
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Das wunderschöne Martini-Langheck von 1971 blieb in der Box.
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Brian Redman steuerte den ersten CanAm-Spider von Porsche, den PA von 1969.
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Einer von zweien: Graf Rossis Porsche 917 mit Strassenzulassung.
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1951er Glöckler-Porsche mit 1,5-Liter-Vierzylinder-Boxer.
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Der 98er GT1 errang Porsches sechzehnten Le Mans-Sieg.
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Der Siebenliter- Ford GT Mark II (1966) trat in Sebring mit einem Automatikgetriebe an.
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Der Howmet TX mit Turbinenantrieb errang 1968 einige Achtungserfolge in der Markenweltmeisterschaft.
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1987 und 1988 gewann Jaguar mit dem XJR 8/9 die Sportwagen-Weltmeisterschaft.
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1969 trat Ferrari in einigen Rennen mit dem 312 P-Coupé an.
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Nur 1970 in Sebring gelang dem Ferrari 512 S ein Sieg über den Porsche 917.
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1975 errang Alfa mit dem TT 12 den Titel des Markenweltmeisters.
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1953er Alfa-Romeo 3000CM mit 3,5-Liter-Sechszylinder.
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Der Alfa Tipo 33/2 von 1966 trägt einem Zweiliter--V8 in der Mitte.
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Graf Volpi, Chef der Scuderia Serenissima, gab 1962 den "Breadvan" bei Giotto Bizzarini in Auftrag.
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Auf der Basis des Vallelunga entstand 1966 der de Tomaso-BRM.
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Der Ligier JS 2 wurde 1975 mit einem Cosworth-Dreiliter in Le Mans eingesetzt.
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Die 670er-Reihe, hier ein 670 B, gewann für Matra ab 1972 dreimal den Langstrecken-Klassiker in Le Mans.
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US-Lola-Händler Carl Haas versuchte mit dem Beatrice-Lola-Hart 1985 sein Glück in der Formel 1.
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1975 gewann Tom Pryce mit dem UOP-Shadow DN5 das "Race of Champions" in Brands Hatch.
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Francois Cevert pilotierte den Tyrell 002 in der 1971er Saison.
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Der italienische Life 190-Formel 1 trat 1990 mit einem interessanten W12-Motorkonzept an. Leistungsmangel verhinderte den Erfolg.
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Wie in alten Zeiten: Das Lotus Classic Team bereitet seine Fahrzeuge im Grünen vor.
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Mit dem Matra MS 80 gewann Jackie Stewart 1969 die Fahrerweltmeisterschaft.
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450 PS befeuern den DAF V8, ein March-F2-Fahrwerk hält ihn auf der Strasse.
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Der Bugatti T59 errang für die Molsheimer 1934 den letzten Grand Prix-Sieg.
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Der Deep Sanderson 301 von 1962 ist wohl eines der schönsten Coupés auf Mini-Basis.
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Design-Studie auf Alfa 33-Basis: Der Carabo von 1968.
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Extremer Aston Martin: Der Bulldog von 1979.
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Aerodynamischer Mini: 1965er Broadspeed GT.
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Gleichfalls auf Mini-Basis steht der Ogle SX 1000 von 1962.
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Außerirdisch: Hispano-Suiza H6C Xenia von 1938.
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Eigenbau: Guyson E12 (1972) auf Jaguar-Basis.
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Acht Mercedes-Silberpfeile gaben sich zum 75jährigen Jubiläum die Ehre.
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Vorsichtiges Aufwärmen ist Pflicht: Vor dem Weg auf die Strecke müssen die Anwärmkerzen gegen Rennkerzen getauscht werden.
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Auch fünf Auto Union-Silberpfeile - vom Typ A bis zur 1937er Stromlinie - fanden den Weg nach Goodwood.
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Mit dem 1999 R8R trat Audi erstmals in Le Mans an und belegte gleich Rang 3.
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Ab 2000 gewann der Audi R8 fünfmal das 24-Stunden-Rennen an der Sarthe.
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Der Audi R15 TDI musste sich dieses Jahr den überlegenen Peugueot 908 HDI FAP geschlagen geben.
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Mit diesem Flügelmonster gewann Walter Röhrl 1987 das legendäre Pikes Peak-Bergrennen in Rekordzeit.
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Der 1985er San Remo-Sieger, ein Audi Sport Quattro S1, im Wald von Goodwood.
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Mit dem Rallye-Austin Metro 6R4 setzte der englische Traditionshersteller 1986 ein letztes starkes Lebenszeichen. Kurz danach kam das Aus für die Marke
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Auch der Talbot Sunbeam Lotus von 1981 markiert die Endstation eines traditionsreichen Herstellers.
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1995 gewann der Toyota Celica ST205 eine Rallye, bevor sein Turbolader für illegal befunden und das Team aus der Weltmeisterschaft ausgeschlossen wurde.
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Der Lotus Esprit, von einem Rover-V8 mit Leistung versorgt, trat 1972 bei Rallye-Cross-Wettbewerben an.
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Trotz Leistungsdefizit schlugen sich Anfang der 1970er Jahre die Rallye-Skoda 120S beachtlich.
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Der Australier Allan Moffat gewann mit seinem 69er Ford Mustang Boss 302 mehr als 100 Rennen.
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Der 1949 Oldsmobile Rocket startete seine Karriere bei "Dirt Track Races" und wechselte später auf die Nascar-Ovale. Er ist möglicherweise das älteste überlebende NASCAR-Auto.
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Timo Glock hatte viel Spass mit seinem Toyota TF108 aus dem Vorjahr.
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Mit dem Ferrari F2008 gewann die Scuderia den 2008er Konstrukteurstitel.
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Talbot Lago Grand Sport T26 von 1951 und Aston Martin DB3 von 1952.
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Der Mercer 450 von 1914 ist der erste US-Grand Prix-Wagen, der mit einem amerikanischen Piloten am Steuer (Ed Pullen) den GP der Vereinigten Staaten gewann.
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1966 präsentierte Vauxhall das amerikanisch inspirierte Showcar XVR.
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100 Jahren Morgan: Seit 1958 bewegt Gary Caroline seinen Super Aero von 1928 mit einigem Einsatz.
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