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Jaguar XJ: Konsequent modern
16.07.2009
Der neue XJ lässt den Retro-Look des S-Type hinter sich und orientiert sich im Design an den Formen von XK und XF. Er glänzt mit einer Mischung aus elegantem Luxus, souveräner Leistungsentfaltung sowie durchdachter Motoren- und Bedientechnik. Die Silhouette des neuen XJ ist lang gestreckt, mit einer tropfenförmigen Seitenfenster-Graphik. Als Gegenschwung dient eine markante untere Sicke, die die fließenden Linien unterstreicht und dem Jaguar eine straffe Gürtellinie modelliert. Das Gesicht formt sich aus einem Maschendraht-Grill und schlanken Xenon-Scheinwerfern. Die athletische untere Hälfte der Limousine steht im Kontrast zum filigranen Dachaufbau, der an den Ur-XJ von 1968 erinnern soll. Die hinter Glas verborgenen D-Säulen reduzieren das optische Gewicht und lassen das Dach "schweben". Das Heck ist recht puristisch. Bis auf den springende Jaguar verzichteten die Designer auf überflüssige Ornamente. Markantes Designmerkmal sind die LED-Leuchten, die sich über die hinteren Karosserieflanken wölben: sie bilden drei rote, vertikale Streifen. Den aktuellen Entwicklungsstand im Dieselmotorenbau repräsentiert der neue Dreiliter-V6-Diesel mit sequentieller Bi-Turbo-Aufladung. Mit einem Durchschnittsverbrauch von nur sieben Litern auf 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von 184 Gramm pro Kilometer ist er einer der sparsamsten Motoren seiner Klasse. Die Leistung liegt bei 275 PS. Einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden stehen so herausragende Werte für Durchschnittsverbrauch und CO2-Ausstoß gegenüber.
Als Spitzen-Benziner kommt ein 510 Pferde starker Fünfliter-V8 mit Kompressor zum Einsatz. Er beschleunigt den neuen XJ in 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Eine strahlgeführte Multipoint-Direkteinspritzung spritzt das Benzin mit bis zu 150 bar in die Zylinder ein. Die 385 PS starke Saugervariante hat dank eines variablen Schaltsaugrohrs über den gesamten Drehzahlbereich eine gleich füllige Drehmomentkurve. Alle neuen Achtzylinder verbrauchen nicht mehr als die 4,2-Liter großen Vorgänger und erfüllen wie auch der Turbodiesel schon heute die Grenzwerte der künftigen Euro-5- und der amerikanischen ULEV II/Tier-2-Bin-5-Norm. Das Aluminium-Monocoque des XJ wird mit Nieten und einem Klebstoff auf Epoxidbasis zusammengefügt. Der erstmalige Einsatz mehrschichtiger, sandwichartig aufgebauter Aluminiumbleche sowie neuer Aluminium- und Magnesium-Gussteile brachte jedoch eine erhöhte Steifigkeit und Langlebigkeit bei zugleich verringertem Materialeinsatz mit sich. Zugleich kommt die Rohkarosserie mit weniger Einzelteilen und als Konsequenz zwölf Prozent weniger Nieten und 25 Prozent weniger Klebstoff aus. Mit einem Gewichtsvorteil von rund 150 Kilogramm ist sie die leichteste in ihrer Klasse.
Im Interieur finden die Insassen eine moderne Interpretation des Jaguar-Holz-Leder-Themas vor abgerundet durch moderne Applikationen in Chrom oder Klavierlack. Das Panorama Glasdach flutet den Innenraum zusätzlich mit Licht. Der bereits im XF und XK eingeführte JaguarDrive Selector ersetzt nun auch im XJ den konventionellen Automatik-Wählhebel. Zu den neuen Bedienkonzepten gehört ein hoch auflösendes TFT-Display, auf das die Instrumente virtuell aufgespielt werden, sowie ein zentraler Touchscreen mit "Dual-View"-Display, das ermöglicht, für Fahrer und Beifahrer gleichzeitig unterschiedliche Darstellungen auf dem selben Bildschirm anzuzeigen. Für das spezielle Jaguar Fahrgefühl sorgen eine Luftfederung, ein adaptives Dämpfersystem sowie eine sehr direkte Servolenkung. Der Diesel und der 385 PS starke V8 werden im Januar 2010 eingeführt, die 510 PS starke Kompressor-Variante folgt im Frühjahr. Die Preise starten bei 76.900 Euro für den XJ 3.0 D, Bestellungen auch für die Version mit verlängertem Radstand - nehmen die Jaguar Händler ab sofort an.
(Text: Rainer Roßbach) Seite merken bei:
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