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I.D.E.A. Era: Bulle mit Stil
02.08.2009
So stellt man sich einen puristischen Aston-Martin-Roadster vor. Der gleiche Grill, schmale Lichtschlitze und ein Heck, das mit den vielen Auf- und Abschwüngen gut zur englischen Luxusmarke passen würde. Doch das war nicht die Absicht: Die italienischen Designer von I.D.E.A. haben mit dem ERA ein Schmuckstück auf die Beine gestellt, um zuvörderst ihr eigenes kreatives Potential laut und deutlich ins Scheinwerferlicht zu rücken. Denn erstens hat man seit Jahren von diesem Studio nichts mehr gesehen, und zweitens liegt der erste Auftritt exakt 30 Jahre zurück. Der zweisitzige Roadster ist als reine Fahrmaschine konzipiert, gedacht fürs Entdecken von Landschaft und das Abenteuer des Fahrens. Romantisch also, aber auch rational: Eine Rationalität der einfachen Form, die sich aus glatten Kurven und straffen Flächen entwickelt. Sensible Linienführung und hochwertige Materialien machen den Era zu einem schönen Beispiel zeitgemäßen italienischen Designs. Der spartanische Roadster zitiert Klassisches: Hinter einer endlosen Motorhaube nehmen zwei Personen Platz, die lediglich durch einen niedrigen Windabweiser vor der Unbill des Wetters geschützt sind. Die Türkanten dagegen sind abgesenkt, damit die Arme dekorativ darauf abgelegt werden können. Mit 92 Zentimetern ist der elegante Sportler extrem flach, bei 4,30 Metern Länge und 1,84 Metern Breite. 19-Zoll-Felgen und Reifen der Dimension 245/40 lassen die Linie betont stämmig wirken. Die Piloten nehmen in sportlichen Schalen Platz, die durch Überrollbügel geschützt sind und schauen auf einen schönen, sehr puristisch aufgebauten Instrumententräger. Dieser besteht aus einem schmalen Metallstreifen, der von einer streng reduzierten Rohrrahmenkonstruktion aus gebürstetem Aluminium gestützt wird und analoge Instrumente trägt. Das Stahlmonococque ist mit Paneelen aus Carbonfaser verkleidet und für die Aufnahme von Vier- oder Sechszylindermotoren bis zu 300 PS ausgelegt, die mit einem sequentiellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt werden. Es könnte aber auch ein Hybridmotor sein, der dann zusätzlich 100 Pferdestärken liefert.
(Text: Rainer Roßbach) Seite merken bei:
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