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VLN 6-Stunden-Ruhr-Pokal: Am Ende wieder Manthey
21.07.2009
Als am Ende des ADAC-Ruhrpokal-Rennens der Porsche 911 GT3 RSR mit Marc Lieb, Marcel Tiemann und Arno Klasen am Steuer als Sieger abgewunken wurde, konnte das Team von Manthey Racing den dritten Sieg in Folge bei diesem 6-Stunden-Rennen feiern. Natürlich musste auch bei diesem sechsten Lauf zur BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft mit der Mannschaft um Olaf Manthey gerechnet werden, die erste Hälfte des Rennens aber prägten andere Akteure, allen voran wieder einmal Dirk Adorf, Herrmann Tilke und Thomas Mutsch im Ford GT von Raeder Motorsport. Von der Pole Position startend kam Adorf mit deutlichem Vorsprung aus der ersten Runde zurück, den er in der Folge weiter ausbauen konnte. Der erste von mehreren kräftigen Schauern, die während der sechs Stunden über der Nordschleife niedergingen, brachte durch die fälligen Reifenwechsel das Klassement durcheinander. Der zum Publikumsliebling avancierte GT fiel zunächst zurück und in der fünften Stunde des Rennens nach einem Unfall am Pflanzgarten ganz aus. So fuhr die Truppe um Dirk Adorf, die in 9:20,701 Minuten auch die schnellste Rennrunde für sich verbuchen konnte, wieder einmal mit leeren Händen nach Hause. Auch die Verfolger aus der Anfangsphase des Rennens hatten Pech. Der ebenfalls von Manthey Racing eingesetzte Wochenspiegel-Porsche 911 GT3 mit Georg Weiss, Michael Jacobs und Marcel Tiemann Porsche 911 GT3 am Steuer fiel durch einen Unfall aus, der längere Zeit führende Porsche 997 GT3 Cup von Chris Mamerow und Kenneth Heyer stand bei Rennhälfte an der Box. Chris Mamerow: „Der Schaden ist größer. Speed-Sensor und Bremsschlauch sind hinten zerschlagen. Wir werden reparieren, aber es wird dauern. Einfach schade, wir waren gut unterwegs und mit der richtigen Taktik.“
So lag zu Beginn der zweiten Halbzeit der Manthey-Porsche in Führung und er sollte sie bis ins Ziel nicht mehr abgeben. Auch der durch Phoenix-Racing eingesetzte und von Marc Basseng, Frank Biela, Hans-Joachim Stuck und Frank Stippler pilotierte Audi R8 konnte dem führenden Porsche nicht mehr gefährlich werden. Das im vorhergehenden Lauf siegreiche Team bekam Probleme und überquerte erst mit mehr als fünf Minuten Rückstand die Ziellinie. „Der erste Turn war extrem schwierig und wir haben in der ersten Rennhälfte viel Zeit verloren“, sagte Basseng, der bei einsetzendem Regen für den zweiten Turn vorzeitig an Biela übergab. „Zwar konnten wir uns am Ende berappeln, über die Distanz sind wir jedoch an den Manthey-Porsche nicht herangekommen.“ Schon im Training hatte die Mannschaft Pech. In seiner schnellsten Runde war Basseng ins Kiesbett gerutscht, was seinen Mechanikern umfangreiche Säuberungsmaßnahmen am Audi und seiner Mannschaft den sechsten Startplatz bescherte. Ein ungewöhnlicher Fehler kostete Uwe Alzen, Lance David Armstrong und Klaus Rader auf ihrem Cup-Porsche den Platz auf dem Podium. Auf dem dritten Platz liegend fuhr Rader nach sechs Stunden zunächst über die Ziellinie und nach der Umrundung der Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses an die Box. Das Reglement sieht jedoch vor, dass das führende Fahrzeug als erstes ab gewunken wird, Rader hätte demnach noch eine komplette Runde absolvieren müssen. So aber wurde das Team um Uwe Alzen nicht gewertet und die glänzende Sechs-Stunden-Fahrt blieb ohne Lohn.
Oliver Kainz und Frank Schmickler profitierten durch dieses Missgeschick und kamen im GT3-Porsche von Mühlner-Motorsport auf Rang drei. Die Sechs-Stunden-Jagd über die Nordschleife verlangte Fahrer und Wagen bei häufig wechselnden Witterungsbedingungen wieder einmal viel ab. „Heute hat das Team gewonnen, das die wenigsten Fehler gemacht hat“, stellte Arno Klasen nach der Zieldurchfahrt fest. Aber nicht nur in der geringen Fehlerquote lag das Geheimnis des Erfolgs. Das Team von Olaf Manthey überzeugte, wieder einmal, durch eine taktische Meisterleistung. Die Sieger der Klasse VLN-Serienwagen bis 1800ccm, Rolf Derscheid und Michael Flehmer (BMW 318iS) gehen nun als Tabellenführer in die Sommerpause der Langstreckenmeisterschaft, die am 29. August mit dem 32. RCM DMV Grenzlandrennen fortgesetzt wird.
(Text: Matthias Behrndt/Michael Behrndt)
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