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Classic Days Schloss Dyck: Raus ins Grüne
31.08.2009
Sommerferien, Sonne, Wärme –zumindest am Samstag, ein großer Garten, ein Schloss, alte Autos und familienfreundliche Entrittspreise - die Bedingungen für die Classic Days bei Schloss Dyck waren ausgezeichnet. Der Weg zum Niederrhein lohnte sich aber auch, da eine Reihe besonderer Jubiläen gefeiert wurde: Die 75 Jahre Silberpfeile würdigte Mercedes mit einem großen Auftritt. 90 Jahre Bentley und 100 Jahre Bugatti brachten einige außergewöhnliche Exemplare der jeweiligen Markengeschichte nach Dyck. Trotzdem blieb der eigene Charakter der Veranstaltung erhalten, der durch die Besucher geprägt wird, die in großer Zahl ihre gepflegten Altfahrzeuge auf den Parkplätzen präsentieren. Da sieht man dann lange vermisste Autos quer über das Jahrhundert des Automobilbaus. Der Spaziergang über die Parkplätze zwischen den Maisfeldern ist eine wohltuende Zeitreise in eine Zeit, in der die Autos noch nicht dem Diktat der Sicherheit und der Aerodynamik folgen mussten und daher Ecken, Kanten und Charakter haben. Manche präsentierten nicht nur ihr Auto, sondern gleich noch ein eigenes Lebensgefühl, durch passende Kleidung und die zeitgerechte Picknickausstattung. Überhaupt war Essen und Trinken im Freien eine der beliebtesten Nebenbeschäftigungen. Im Schatten der alten Bäume, auf einer großen Decke bei mitgebrachtem Salat, Hähnchenschenkel und dem einen oder anderen Glas Champagner genossen viele Besucher die vorbeifahrenden Klassiker.
Ein Magnet für Kinder waren die Lastwagen der Fünfziger und Sechziger Jahre, aufmerksamen Erwachsenen ist eher der seltene Zettelmeyer-Schlepper, die Nissan-Limousine, die Armada der Toyota Celica oder der gepflegte Renault 15 aufgefallen. Auch im Schlossareal waren die Nutzfahrzeuge ein Blickfang. Angefangen beim Ford-Abschleppwagen, der vor einer in eine alte Werkstatt umgestalteten Scheune posierte, über Tempo und VW-Transport, Mercedes 319 im Look eines Reifenherstellers bis hin zu den beiden Renntransportern aus dem Mercedes-Fundus war alles geboten. Die üblichen Angebote an Büchern und allerlei Krimskrams, der nicht immer etwas mit Auto und Motorrad zu tun hatte, rundet das Bild zu einem schönen Klassiker-Jahrmarkt ab.
Neben dem beschaulichen Teil gab es auch noch eine Reihe von Wettbewerben. Die Gleichmäßigkeitsfahrten auf dem Rundkurs brachten einige Autos auf die Straße, die man sonst nur im Museum bewundern kann. So drehte einer der C111 mit Vierscheibenwankelmotor seine Runden und bot ein ganz besonderes aktustisches Erlebnis. Für den Concours d’Elegance wurde wiederum die schönste Wiese vor dem Schloss reserviert – und mit Wertvollem, Seltenen und Alten aus aller Welt vollgestellt. Sieger wurde Albert Lemaire aus Belgien mit seinem Bugatti 57 C Cabriolet von 1939. Die Schloss Dyck Classic Days war auch in der vierten Auflage ein ganzer Erfolg: Allein über 7000 Besucher und Teilnehmer kamen mit alten Autos. Das Wochenende vom 31.Juli zum 1. August 2010 sollte man sich schon einmal freihalten.
(Text: Dieter Roßbach )
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