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DTM Nürburgring: Martin Tomczyk meldet sich zurück
20.08.2009
Mit einer eindrucksvollen Vorstellung am Nürburgring hat Audi-Pilot Martin Tomczyk auf das Siegerpodest in der DTM zurück gefunden. Nachdem der Rosenheimer in der Endphase der Meisterschaft 2007 den Kampf um den Titel durch großes Pech verloren hatte, lief in der darauf folgenden Saison nicht viel für ihn zusammen. Bestes Resultat war ein zweiter Platz am Lausitzring, in der Gesamtwertung reichte es nur zu Rang sieben. 2009 startete er zunächst mit drei Nullrunden, aber seit Zandvoort ging es für Tomczyk wieder aufwärts. Einem vierten Platz in Holland folgte Rang drei in Oschersleben und nun der erste Saisonsieg, sein vierter insgesamt. Schon im freien Training, das mit sechs Audi-Piloten an der Spitze endete, fuhr der Rosenheimer Bestzeit. So war es keine Überraschung, dass sich die Ingolstädter auch im Qualifying durchsetzen konnten. Wieder war es Tomzcyk, dem die schnellste Zeit gelang, die zweite Startreihe gehörte mit Mattias Ekström und Timo Scheider ebenfalls den Audi-Piloten. Lediglich Bruno Spengler gelang es, in diese Phalanx einzudringen und sich Startplatz zwei zu sichern. Der nächste Mercedes-Benz stand mit Paul Di Resta erst auf Startplatz sechs, Ralf Schumacher gar nur auf Platz 15. Auf Rang 16 kam der Meisterschaftsführende. Gary Paffett: „Ich hatte von Anfang an Fehlzündungen und schaffte nur einen Versuch; diese Zeit hat leider knapp nicht für Q2 gereicht. Meine Mechaniker versuchten das Problem zu beheben, aber dafür war die Zeit zu kurz.“ Das Warm-up am Sonntagmorgen brachte keine Überraschungen, im Gegenteil: Es endete in der Reihenfolge Tomczyk, Scheider, Ekström wie das spätere Rennen selbst.
Bei herrlichem Wetter wurde das gut besuchte Rennen, 86.000 Zuschauer hatten den Weg in die Eifel gefunden, pünktlich um 14:00 Uhr gestartet. Tomczyk kam am besten weg, dahinter entbrannte ein heißer Kampf um Platz zwei. In der Mercedes-Arena gingen Scheider und Ekström an Spengler vorbei, was nicht ohne Berührungen und kleinere Schäden an den Fahrzeugen ablief. Spengler: „Die ersten drei Kurven beeinträchtigten mein gesamtes Rennen. Ich spürte auf einmal einen harten Aufprall, als mir Mattias Ekström ins Auto fuhr. Danach stimmte die Aerodynamik nicht mehr und ich hatte starkes Übersteuern, vor allem in Rechtskurven.“ Ausgangs der Conti-Spange drehte sich dann Tom Kristensen ins Abseits, was den Einsatz des Safety-Cars erforderte. Nach dem Re-Start setzte sich das Trio Tomczyk, Scheider und Ekström kontinuierlich ab, auch die vorgeschriebenen Boxenstopps brachten keine dauerhaften Veränderungen. Während Ralf Schumacher einige Plätze gut machen konnte, dezimierte sich das Feld der Audi-Piloten zum Teil selbst. In der siebten Runde kollidierten Alexandre Prémat und Oliver Jarvis eingangs der Mercedes-Arena. Jarvis‘ Rennen endete dort im Kiesbett, sein Kontrahent schaffte es noch an die Box, musste aber ebenfalls aufgeben. Fünf Runden später kam es an gleicher Stelle zu einer Kollision zwischen Paffet und Kathrine Legge. Der Mercedes-Pilot konnte sein Rennen fortsetzen, für die Engländerin aber war es vorzeitig zu Ende. Pech hatte auch Paul Di Resta. Als an seinem Mercedes auf der Start-und-Ziel-Geraden der Heckflügel brach, war das Auto nahezu unfahrbar geworden. Mit einer Vollbremsung reduzierte er noch merklich seine Geschwindigkeit, rutschte aber eingangs der Mercedes-Arena ins Kiesbett und schied auf diese Weise ebenfalls aus.
Hinter den drei Führenden kam Markus Winkelhock auf einem guten vierten Rang ins Ziel, erst dann folgten die Mercedes-Benz von Jamie Green und Bruno Spengler. Von Platz 15 gestartet fuhr Ralf Schumacher mit dem siebten Platz zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Punkte. Den letzten Punkt sicherte sich der bisherige Tabellenführer Gary Paffet. Strahlender Sieger aber war Martin Tomczyk im Audi A4: „Das Auto war einfach fantastisch, ich hatte dieses Wochenende kein einziges Problem. Zudem war es ein beruhigendes Rennen für mich mit zwei Audi hinter mir. Die Pole-Position beim Qualifying gestern war fast noch emotionaler als heute der Rennsieg. Obwohl es immer das Schönste ist, ein Rennen zu gewinnen. Den Speed des Wochenendes habe ich lange Zeit vermisst, aber nun bin ich zurück“. In der Gesamtwertung liegen nach dem sechsten von zehn Läufen nun Timo Scheider (35 Punkte) und Mattias Ekström (34 Punkte) vorn. Der bisherige Tabellenführer Gary Paffett ist mit 29 Punkten Dritter.
(Text: Michael Behrndt)
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