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Aktualisiert am 31.12.2011
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Goodyear: Feder-Reifen für den Mond

15.09.2009

Goodyear Mondreifen
Noch steht der Einsatz auf dem Mond in den Sternen

Die Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde der USA (NASA) und Goodyear haben einen Reifen entwickelt, der ohne Luft auskommt und in der Lage ist, große Fahrzeuge über lange Strecken auf der Mondoberfläche zu tragen. Der neue „Feder-Reifen“ besteht aus 800 tragenden Metallfedern, die in der Lage sind, deutlich schwerere Fahrzeuge über eine deutlich größere Distanz zu tragen, als herkömmliche Drahtgeflecht-Reifen, wie sie am Mondfahrzeug (Lunar Roving Vehicle – LRV) der Apollo-Mission zum Einsatz kamen. Mit dem neuen Reifen rückt die Erkundung des Mondes und eine eventuelle Einrichtung und Aufrechterhaltung einer Mondbasis in greifbare Nähe.

Für die benötigte höhere Widerstandsfähigkeit und Tragkraft mußte das Design des ersten Mond-Reifens von Grund auf erneuert werden. Das Ergebnis der Entwicklungen des Goodyear-NASA-Teams ist ein Netz aus ineinander verwobenen Federn, die die Last tragen. Der Feder-Reifen wurde am Lunar Electric Rover, dem Testfahrzeug der NASA, montiert und auf dem „Rock Yard“-Testgelände des Johnson Space Center intensiven Tests unterzogen, die er allesamt erfolgreich bestanden hat.

Der Reifen hat sich dabei als extrem haltbar und energieeffizient gezeigt. Das Feder-Design passt sich der Oberflächenform an, um die nötige Traktion zu liefern. Im Unterschied zum alten Mondreifen wird die Energie, die bei der Verformung der Reifen entsteht, an das Fahrzeug zurückgegeben, wenn die Federn wieder in ihre alte Position springen. Es entsteht keine Reibungswärme wie bei normalen Reifen.

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NASA Hallmarks of Success-Video

Der Hauptgrund sowohl für die Entwicklung der Reifen für die Apollo-Mission als auch der neuen Feder-Reifen war, dass herkömmliche luftgefüllte Gummireifen, wie sie auf der Erde eingesetzt werden, auf dem Mond nicht genutzt werden können. Die Eigenschaften des Gummis verändern sich sehr stark durch die extreme Kälte und die extreme Hitze, je nachdem, ob das Fahrzeug auf der Schatten- oder der Sonnenseite des Mondes zum Einsatz kommt. Darüber hinaus greift die ungefilterte Sonnenstrahlung auf dem Mond das Gummi an. Die Gefahr, dass pneumatische Reifen platzen oder einen andern Defekt erleiden, ist zu groß. Der neue Feder-Reifen umgeheht den so genannten „Single-Point-Failure-Modus“. Das bedeutet, dass ein kräftiger Stoß durch einen spitzen Gegenstand, der einen Gummireifen durchstechen und zerstören würde, nur eine der 800 Tragfedern beschädigen würde. Neben dieser „Auffangwirkung” durch die anderen Federn besitzt der Reifen insgesamt eine hohe Stabilität bei gleichzeitiger Flexibilität. Dadurch können Off-Road-Fahrzeuge auch schwieriges Gelände schnell durchqueren, denn Unebenheiten im Boden übertragen sich kaum auf das Fahrzeug.

Die NASA zeigt den neuen Federreifen in der „Hallmarks of Success“-Video-Reihe, die die die wichtigsten NASA-Kooperationen eines Jahres vorstellt.

(Text: Dieter Roßbach )
(Fotos: Goodyear )

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