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ADAC Eifelrennen: Herausforderung Nordschleife 02.10.2009
Am letzten September-Wochenende bot das ADAC Eifelrennen bei bestem Wetter und vor 32.000 Zuschauern erstklassigen historischen Sport und das Wiedersehen mit vielen legendären Rennwagen. Im Mittelpunkt des sportlichen Programms standen das Eifelrennen über 300 Kilometer für Tourenwagen und GTs sowie die beiden Läufe der FIA Historic Formula 1 Championship. Außerdem ließ es sich Daimler-Benz nicht nehmen, zum 75. Jubiläum der Silberpfeile vier der berühmten Renner aus dem Mercedes-Benz-Werksmuseum zu holen. Neben dem W25, der als erster den klangvollen Namen "Silberpfeil" trug, fuhren auch der 750-Kilogramm-Renner W125 aus dem Jahr 1937, der Dreiliter-Kompressor W 154, der ab 1938 zum Einsatz kam, sowie der gleichfalls erfolgreiche W 196 der Jahre 1954 und 1955 mehrere Demonstrations-Runden. Während Mercedes-Benz-Classic-Stammfahrer Jochen Mass den W 125 pilotierte, feierte der nunmehr 81-jährige Hans Herrmann ein Wiedersehen mit seinem W 195, den er 1954 und 55 als Werksfahrer über die europäischen Grand-Prixstrecken jagte. Spannend war der Verlauf des Eifelrennens über 300 Kilometer, mit dem der veranstaltende ADAC Nordrhein sein traditionsreiches Sport-Highlight auch als Titel eines Rennens wieder aufleben ließ. Die besten Aussichten, sich in die Siegerliste einzutragen, hatte zunächst das Simmerather Vater-Sohn-Gespann Achim und Peter Heinrich im BMW M1. Von der Pole aus übernahmen sie vom Start weg die Führung, verloren aber beim ersten Boxenstopp mehr als vier Minuten. So konnten Wolfgang und Michael Schrey aus Osnabrück im Porsche 935 die Spitze übernehmen, bis sie im Streckenbereich Brünnchen verunfallten. Danach übernahm Daniel Schrey aus Rietberg im Porsche 911 RSR die Führung, die er mit einem knappen Vorsprung von 3.989 Sekunden vor Wolfgang Pohl (Bielefeld, Porsche Carrera RS) ins Ziel retten konnte.
Eine Legende ist der Ferrari 312T aus dem Jahr 1975, mit dem der Österreicher Niki Lauda den Weltmeistertitel holte, und der vom Italiener Giancarlo Casoli in die Eifel gebracht wurde. Neben dem von Pininfarina gezeichneten italienischen Vollblut komplettierten weitere, seltene Boliden das illustre Feld der historischen Formel 1: Wolf WR1-2, Theodore TR1 oder Tyrell 012-6 zeigten auf dem Grand-Prix-Kurs ihr Potential. Im ersten Rennen gewannen die beiden britischen Arrows-Piloten Rowland Kinch (Arrows A4-2) und Steve Hartley (Arrows A4/5). Im zweiten Lauf siegte der Spanier Joaquin Folch im Williams FW08-5 vor Bobby Verdon-Roe (Großbritannien, McLaren M26/5). Ein Höhepunkt der ADAC-Veranstaltung war auch das Zusammentreffen der Rennwagen aus DRM und DTM. Ford Capri RS und Sierra XR4 Ti, BMW 3.0 CSL und M3, Mercedes-Benz 190 E 2,5 Evo I und Evo II, Porsche 911 RSR und 935 bevölkerten die Szenerie auf dem Grand-Prix-Kurs und der Nordschleife. Auch die Vorkriegsfahrzeuge der 1920er und 30er Jahre vom Schlage eines Mercedes SSK, Bentley 4 oder Lagonda M45 nahmen die berüchtigte "Grüne Hölle" unter die schmalen Räder. Eine gelungene Veranstaltung mit vielen weiteren Höhepunkten also und die Verlegung des nächsten Termins in den Juni 2010 wird sicher für einen noch größeren Zuschauer-Zuspruch sorgen.
(Text: Rainer Roßbach)
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