|
|
|
|
41. ADAC Barbarossapreis: Bereit zum Endspurt 08.10.2009
Nach der fünfwöchigen Spätsommerpause im September eröffnete die BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft mit dem 41. ADAC Barbarossapreis den Endspurt im Titelrennen. In den letzten drei 4-Stunden-Rennen der Saison gilt es nun, den Titelträger des Jahres 2009 zu ermitteln. Als Tabellenführer kam das Duo Rolf Derscheid und Michael Flehmer an den Ring, das diese Position trotz eines weiteren Klassensiegs bei den VLN-Serienwagen bis 1800ccm Hubraum nicht verteidigen konnte. Die Titelverteidiger, Alexander Böhm, Christer Jöns und Sean Paul Breslin vom Team Black Falcon, übernahmen mit ihrem siebten Klassensieg die Führung in der Meisterschaft. Aufgrund der höheren Teilnehmerzahl in der Klasse V4 sowie unter Berücksichtigung des ersten von zwei Streichresultaten ist das Black-Falcon-Trio auf dem besten Weg den Vorjahreserfolg zu wiederholen. Der Kampf um den Tagessieg war einmal mehr eine Angelegenheit zwischen den Porsche von Mamerow und Manthey sowie den Audi von Phoenix-Racing. Dies zeigte schon die erste Startreihe. Marcel Tiemann, der sich das Cockpit mit Georg Weiss und Michael Jacobs teilte, stellte den Wochenspiegel Porsche 911 GT3 mit einer Bestzeit von 8:13.486 Minuten auf die Pole Position. Chris Mamerow und Dirk Werner folgten im Porsche 997 GT3 Cup mit einem Rückstand von fünf Sekunden. Aus der dritten Startposition ging der erste Audi R8 von Dennis Rostek, René Rast und Nicki Thiim, dem Sohn von DTM-Legende Kurt Thiim, ins Rennen.
Besondere Aufmerksamkeit genossen Jörg Müller und Augusto Farfus. Sie pilotierten den nagelneuen BMW M3 GT2S bei dessen Europa-Premiere. Bereits mit dem Vorgängermodell, dem BMW M3 GTR, konnte BMW Motorsport das ADAC-24h-Rennen auf dem Nürburgring in den Jahren 2004 und 2005 gewinnen. Der erste Renneinsatz auf der Nordschleife weckte bei den zahlreichen Fans entlang der 24,369 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife Erinnerungen an diese erfolgreiche Zeit und lässt obendrein die Hoffnung auf eine Rückkehr beim 24h-Rennen 2010 aufkeimen. Von offizieller Seite wurde zunächst nur ein weiterer Start beim 33. DMV 250-Meilen-Rennen am 17. Oktober bestätigt. Pünktlich um 12 Uhr wurde das Rennen freigegeben. Erwartungsgemäß konnte Marcel Tiemann die Führung behaupten und bog als erster auf die Nordschleife ein. Es folgten Chris Mamerow im Porsche und René Rast im Audi vor der Kissling Corvette von Roland Rehfeld, Reinhold Renger und Volker Strycek. Bereits kurz nach dem Start zwang ein Dreher den Raeder Automotive Ford GT an das Ende der ersten Startgruppe. Von hier aus begannen Hermann Tilke und Dirk Adorf ihre Aufholjagd bis auf Rang neun. Nach zwanzig Runden entschied sich das Team, den Ford GT wegen überhöhter Getriebeöltemperaturen vorzeitig aus dem Rennen zu nehmen. Erfolgreicher kämpfte sich der BMW M3 von der neunten Startposition langsam nach vorne und führte zeitweise sogar das Rennen an. Am Ende blieb den WTCC-Piloten Jörg Müller und Augusto Farfus bei ihrem Nordschleifenausflug ein beachtlicher vierter Gesamtrang. Ein ähnlich gutes Resultat blieb Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Frank Stippler verwehrt. Nach dem Verlust der Fahrertür am Porsche 997 RSR in der Anfangsphase wurden sie von der Rennleitung an die Box beordert, um dieses Problem zu beseitigen.
Nach der zwischenzeitlichen Führung des BMW konnte sich Chris Mamerow erneut an die Spitze setzen und diese bis ins Ziel behaupten. Nach dem Triumph beim 34. DMV 4-Stunden-Rennen im April war es der zweite Saisonsieg für den Porsche 997 GT3 Cup S aus dem Hause Mamerow-Racing. Dahinter kam es zwischen dem Zweitplatzierten Marcel Tiemann und Marc Basseng im Audi R8 zu einer brenzligen Situation. Auf der Döttinger Höhe konnte Basseng zum Manthey-Porsche aufschließen. Die anschließende Situation im Bereich Tiergarten kommentierte Tiemann wie folgt: „Ich habe bei 275 km/h plötzlich hinten links einen Schlag bekommen und hatte alle Hände voll zu tun, den Porsche auf der Strecke zu halten.“ Basseng hingegen gab zu Protokoll: „Ich habe im Tiergarten mit Überschussgeschwindigkeit versucht, den Manthey-Porsche zu überholen, als dieser plötzlich die Linie wechselte.“ Am Endergebnis änderte dieser Vorfall aber nichts mehr. Hinter dem Mamerow-Porsche wurden Marcel Tiemann, Romain Dumas und Arno Klasen als Zweite ab gewunken, Rang drei ging an Hans-Joachim Stuck, Frank Biela und Marc Basseng im Audi R8 LMS des Phoenix Teams. Bereits am 17. Oktober treffen die Kontrahenten von Manthey- und Phoenix-Racing im Rahmen des 33. DMV 250-Meilen-Rennens wieder aufeinander. Der BMW M3 GT2S wird ebenfalls am Start sein, dieses Mal pilotiert von Dirk Müller und Andy Priaulx. Außerdem erwartet die Fans ein weiterer Schlagabtausch im Kampf um den Meistertitel 2009.
(Text: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)
Verwandte Themen:
Seite merken bei:
Weitere Themen: |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||