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VLN DMV 250-Meilen: Black-Falcon verteidigt den Titel 22.10.2009
Mit dem achten Klassensieg im neunten und vorletzten Lauf zur BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft 2009 konnte sich das Black-Falcon-Team mit den Fahrern Alexander Böhm, Sean Paul Breslin und Christer Jöns erneut den Meistertitel sichern. Das Verfolgerduo Rolf Derscheid und Michael Flehmer gewannen zwar ebenfalls ihre Klasse, liegen aber vor dem finalen Lauf am 31.10.2009 bereits 0,4 Punkte zurück. Da nur die acht besten Ergebnisse aus den zehn Meisterschaftsläufen gewertet werden, ist der Rückstand uneinholbar. Damit ist Alexander Böhm der erste Pilot seit Dirk Adorf im Jahr 1997, dem es gelang, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Dirk Adorf teilte sich ein letztes Mal das Cockpit des Ford GT von Raeder Automotive mit dem Aachener Hermann Tilke. Beim Saisonfinale wird Rennstreckenarchitekt Tilke beim Premierenrennen der Formel 1 auf seinem neusten Projekt, der Strecke in Abu Dhabi, vor Ort. Somit war das 33. DMV 250-Meilen-Rennen sein vorerst letzter Einsatz in einem Top-Fahrzeug, da er keine Rennen mit dem Ford mehr plant. Zum Abschluss der langen Partnerschaft sicherte sich das Team noch einmal die Pole Position, die dritte der laufenden Saison. In dem nassen Qualifikationstraining am Morgen lag über weite Strecken der Cup-Porsche von Uwe Alzen Automotive an der Spitze. Am Ende schob sich Adorf aber noch um 1,314 Sekunden am Duo Uwe Alzen und Lance David Arnold vorbei. Die zweite Startreihe teilten sich der Hankook / H&R-Spezialfedern-Porsche von Jürgen Alzen, Dominik Schwager und Christian Menzel sowie der Porsche 997 RSR von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen. Noch vor den Top-Autos der Teams Manthey und Mamerow platzierten sich Armin Hahne, Jochen Krumbach und Marco Holzer auf Rang fünf. Die wechselhaften Wetterbedingungen sorgten aber nicht nur für Spannung im Training, auch der Rennverlauf wurde dadurch beeinflusst. Obwohl sich zum Start um 12 Uhr eine trockene Spur auf der Piste gebildet hatte, gingen zahlreiche Teilnehmer mit Regen- oder Intermediate-Reifen in das Rennen. Doch bereits nach wenigen Runden kamen die ersten Piloten an die Box, um auf profillose Slicks zu wechseln. Während Timo Bernhard im Manthey-Porsche bereits in der zweiten Runde als erstes der Topteams wechselte, wartete der Spitzenreiter Dirk Adorf bis Runde fünf. Im Team von Raeder Automotive nutzte man den frühen Stopp bereits zum Fahrerwechsel. Der Kampf um die Führung wurde nun zwischen den Porsche von Manthey und Mamerow ausgetragen. Aufgrund von Boxenstopps aber auch durch packende Überholmanöver auf der Strecke wechselten sie sich mehrfach an der Spitze ab.
Während sich die beiden Teams um die Führung duellierten schob sich der BMW M3 GT2S langsam nach vorne. Nachdem bei der Rennpremiere noch die WTCC-Piloten Jörg Müller und Augusto Farfus den Wagen pilotierten, setzte BMW Motorsport dieses Mal auf den dreifachen Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx und Dirk Müller, der den BMW in der American Le Mans Serie pilotiert. Schon bei der Premiere lag der M3 einige Zeit in Führung und auch dieses Mal übernahm er zur Rennhälfte vorübergehend die Spitzenposition. Aber nach dessen Routinestopp übernahmen erneut die Porsche von Manthey und Mamerow die Führung. Im direkten Zweikampf flogen die beiden Runde um Runde um den Kurs. Auf Rang drei folgte der Audi R8 LMS von Dennis Rostek, René Rast und Nicki Thiim vor dem Jürgen Alzen-Porsche und dem Werks-BMW. In der zweiten Rennhälfte gelang es Chris Mamerow und Dirk Werner, sich zunehmend vom Manthey-Porsche abzusetzen. Eine halbe Stunde vor Rennende musste Richard Lietz, der dritte Fahrer neben Marcel Tiemann und Timo Bernhard den Manthey-Porsche RSR in der Mercedes Arena abstellen. Es war der zweite Ausfall des Jahres für den Porsche 911 GT3 RSR von Olaf Manthey. Durch diesen Ausfall und eine bravouröse Fahrt seiner Piloten lag der BMW M3 GT2S zum Ende des Rennens auf dem zweiten Platz und folgte dem Mamerow-Porsche mit einem Rückstand von etwa einer Minute. Auf Rang drei fuhren René Rast, Dennis Rostek und Nicki Thiim im Audi R8 LMS des Phoenix Racing Teams. Kurz vor Ablauf der 4-Stunden-Marke forderte einsetzender Regen die Fahrer erneut heraus. Pech hatte dadurch unter anderem das Phoenix-Team.
Ein sicher geglaubter Podestrang zerschellte an den Leitplanken im Bereich Schwalbenschwanz, als Nicki Thiim kurzzeitig die Kontrolle über den Audi verlor. So konnten sich Jürgen Alzen, Dominik Schwager und Christian Menzel am Ende noch über einen überraschenden dritten Platz freuen. Zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal in der laufenden Saison freute sich das Team von Mamerow Racing mit den Piloten Chris Mamerow und Dirk Werner über den Gesamtsieg. Rang zwei ging an BMW Motorsport, Dirk Müller und Andy Priaulx holten bereits beim zweiten Einsatz des neuen Boliden auf europäischen Boden den ersten Podestplatz. Rang vier für den zweiten Audi R8 von Hans-Joachim Stuck, Frank Biela und Frank Stippler war nur ein schwacher Trost für das Phoenix-Team. Ebenso erging es Olaf Manthey, dessen zweiter Porsche von Armin Hahne, Jochen Krumbach und Marco Holzer noch sechster wurde. Über einen guten fünften Platz konnten sich hingegen Sabine Schmitz und Klaus Abbelen freuen, die mal wieder in den Top 5 ins Ziel kamen. Obwohl die Meisterschaft bereits entschieden ist, bietet der 34. DMV Münsterlandpokal am 31.10.2009 den zahlreichen Fans noch eine letzte Möglichkeit, ihre Idole und deren Boliden vor der Winterpause zu bestaunen. Die oftmals wechselhaften Witterungsbedingungen im Eifelherbst werden ihr übriges tun und für ein spannendes Saisonfinale sorgen.
(Text: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)
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