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VLN 34. Münsterlandpokal: Mamerow-Racing gelingt der Hattrick 05.11.2009
Der goldene Oktober machte beim 34. DMV Münsterlandpokal seinem Namen alle Ehre. Die Teams und Fans der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft genossen bei besten äußeren Bedingungen das Saisonfinale einer spannenden und erfolgreichen Saison 2009. Weil alle Gesamt- und Klassensieger dieses Laufes wie in jedem Jahr vom veranstaltenden MSC Münster einen original westfälischen Schinken erhielten, wird er auch gerne als Schinkenrennen bezeichnet. Diese schmackhafte Trophäen lockten auch gleich ein besonders großes Teilnehmerfeld in die Eifel. 186 Teams nahmen das morgendliche Qualifikationstraining in Angriff, das sich zu einem echten Krimi entwickelte. In den letzten Minuten der Session drängten sich noch vier Fahrzeuge innerhalb von zwei Sekunden. Trainingsschnellste war das Team Mamerow-Racing mit Chris Mamerow und Dirk Werner. Die Gesamtsieger der beiden vorangegangen Läufe sicherten sich in ihrem Porsche GT3 Cup S die Pole Position mit einer Zeit von 8:13.450 Minuten. Frank Biela, Marc Basseng und Frank Stippler mussten sich knapp geschlagen geben. Im Audi R8 LMS des Phoenix-Teams war das Trio nur eine knappe Sekunde langsamer. Es folgten, mit knappem Rückstand, der Manthey-Porsche von Marcel Tiemann und Emmanuel Collard sowie der zweite Phoenix-Audi. Dieser wurde von Vater und Sohn Hans-Joachim und Johannes Stuck sowie Dennis Rostek pilotiert. Der geplante Start zum Saisonfinale um 12 Uhr musste aufgrund von Reparaturarbeiten im Bereich Pflanzgarten um 15 Minuten verschoben werden. Beim Unfall eines Porsches während des Trainings wurden die Leitplanken so stark beschädigt, dass sie erneuert werden mussten. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Den Sprint zur ersten Kurve entschieden die Porsche Teams für sich. Hinter Mamerow- und Manthey-Racing schob sich auch der Hankook/H&R Spezialfedern Porsche von Jürgen Alzen, Dominik Schwager und Christian Menzel, die von Rang sieben gestartet waren, nach vorne. Leidtragende waren die Phoenix-Audi, die zunächst einige Position verloren. In der ersten Rennstunde zeigte sich ein aus den letzten Rennen gewohntes Bild. Die Porsche von Mamerow und Manthey flogen im Sekundenabstand um die Nordschleife, während der Rest des Feldes das Tempo nicht ganz mitgehen konnte. Bis zum ersten Boxenstopp der Spitzengruppe in Runde acht betrug der Rückstand des drittplatzierten Dirk Adorf etwa eine halbe Minute. Adorf teilte sich das Cockpit nur mit Thomas Mutsch, da der zweite Stammpilot von Raeder Automotive, Hermann Tilke, beim Formel 1 Rennen in Abu Dhabi seine neue Rennstrecke einweihte.
Im zweiten Stint wurde aus dem Duell an der Spitze ein Dreikampf. Nach dem schwachen Start hatten sich Biela, Basseng und Stippler wieder auf Platz zwei vorgearbeitet und boten den Fans entlang der Strecke einen packenden Dreikampf. Während Phoenix und Manthey um die zweite Position rangen, konnte sich Dirk Werner absetzen und fuhr bis zum nächsten Stopp, der ca. 90 Minuten vor Rennende anstand, einen Vorsprung von etwa 20 Sekunden heraus. Zwischenzeitlich hatte der Raeder Ford GT die dritte Position übernommen. Die Truppe profitierte dabei von der Strategie des Audi-Teams, dass bereits früher zum zweiten Stopp an die Box kam. Eine erneut gute Vorstellung des Ford endete im Bereich Galgenkopf. Ein Missverständnis beim Überrunden und ein daraus resultierender Unfall beendeten die Saison des Raeder Automotive Teams vorzeitig. Unterdessen enteilte Chris Mamerow dem Feld und siegte zusammen mit Dirk Werner mit einem Vorsprung von über einer Minute auf die Verfolger aus dem Hause Manthey. Für Mamerow-Racing war es der dritte Sieg in Folge, während sich Marcel Tiemann und Emmanuel Collard nach dem Ausfall beim letzten Lauf nun über Rang zwei freuen konnten. Auf den Plätzen drei und vier kamen die Audi R8 LMS von Phoenix-Racing ins Ziel. Somit sorgten Frank Biela, Marc Basseng und Frank Stippler sowie Hans-Joachim und Johannes Stuck zusammen mit Dennis Rostek noch einmal für Topplatzierungen zum Abschluss der Premierensaison des Ingolstädter Sportwagens. Rang fünf ging an die Kissling-Corvette von Roland Rehfeld, Reinhold Renger und Mario Merten vor Sabine Schmitz und Klaus Abbelen im Porsche 997 RSR.
Bereits beim letzten Lauf hatten Alexander Böhm, Christer Jöns und Sean Paul Breslin den Meistertitel gewonnen. Neben dem erneuten Klassensieg konnte sich das Team Black-Falcon zudem über den Titel im VLN-Serienwagen-Cup freuen. Außerdem verteidigte Christer Jöns den Sieg in der VLN-Junior-Trophäe. Den tv14 Honda Civic Cup sicherten sich Frank Totz und Peter Kreuer mit einem erneuten Klassensieg. Zum Abschluss der Saison 2009 sahen die Fans noch einmal packenden Motorsport. Gerade die neu geschaffenen Klassen SP9 und SP10 haben frischen Wind in den Kampf um die vorderen Platzierungen in der Gesamtwertung gebracht. Aber auch die übrigen Klassen waren gut besetzt. Wenn auch die Teilnehmerzahlen in Zeiten der Wirtschaftskrise leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr waren, starteten zumeist noch 170-190 Fahrzeuge in die zehn Rennen zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft 2009. Während die zahlreichen Fans entlang des Nürburgrings nun die lange Winterpause erwartet, werden die Teams die Zeit bis März 2010 nutzen, um mit neuen, spektakulären Boliden in die 35. Saison zu starten.
(Text: Michael Behrndt/Matthias Behrndt)
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