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Aktualisiert am 31.12.2011
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Porsche Boxster Spyder: Aus Tradition leicht

06.11.2009

Boxster Spyder
Ein sparsames Häubchen für die filigrane Silhouette.
Doppelpfeil

Mit 1.275 Kilogramm ist der neue Boxster Spyder - die Weltpremiere findet auf der Los Angeles Motor Show im Dezember statt - der aktuell leichteste Porsche. Der Mittelmotor-Roadster verkörpert die puristische Variante des Porsche-Einstiegsmodells und er scheut auch nicht das historische Zitat: eine Doppelhutze im Stil des 550 Spyder aus den 1950er Jahren sowie der traditionelle Schriftzug der legendären "Plastic"-Rennsportwagen der 1960er zeigen klar, wo der entschlackte Boxster Anschluß sucht.

Schon die erste Boxster-Studie, 1993 in Detroit zu sehen, zeigte sich dem Erbe des 550 RS von 1953 verpflichtet. Auch dieser war ein Mittelmotor-Roadster mit geringem Gewicht und hoher Agilität mit erstaunlichem Leistungsvermögen. Der Zweisitzer war der erste speziell für den Renneinsatz entwickelte Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen und lehrte die großvolumige Konkurrenz seiner Zeit Respekt. Dennoch war er auch für den Straßenverkehr zugelassen.

Boxster Spyder
Zwei Hutzen und ein zentral montiertes drittes Bremslicht geben dem Boxster Spyder die spezielle Optik.
Doppelpfeil

In den folgenden Jahren holte der 550 Kilogramm leichte Spyder zahlreiche Siege auf der Rundstrecke und den damals populären Straßenrennen wie die legendäre norditalienische Mille Miglia oder die sizilianische Targa Florio.

Dem Typ 550 folgten Weiterentwicklungen wie etwa der 718 RS 60 von 1960 oder der 718/2, der als Formel-2-Monoposto äußerst erfolgreich war. Dem RS 60 widmete Porsche 2004 und 2008 jeweils eine limitierte Boxster-Sonderserie mit der Zusatzbezeichnung Spyder. Der neue Spyder hingegen ist ein reguläres Serienmodell mit deutlich sichtbaren Änderungen gegenüber Boxster und Boxster S.

Der Boxster Spyder wurde in erster Linie zum Offenfahren entwickelt. Das flache, weit nach hinten reichende und leichte Stoffverdeck dient lediglich als Sonnen- und Wetterschutz. Geschlossen verleiht es zusammen mit den niedrigeren Seitenscheiben und den zwei Hutzen auf einem durchgehenden Heckdeckel dem Boxster Spyder eine gestreckte Silhouette mit Anklängen an den Carrera GT.

Boxster Spyder
Abgespeckte Sitze und ein entkerntes Armaturenbrett für ein niedriges Gewicht.
Doppelpfeil

Deutlich weniger Gewicht, ein tieferer Schwerpunkt und ein komplett neues Sportfahrwerk sorgen für eine deutlich verbesserte Fahrdynamik. Als Antrieb dient ein 3,4-Liter-Sechszylindermotor mit Benzindirekteinspritzung. Er leistet 320 PS – zehn PS mehr als im Boxster S. Ausgestattet mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe und Sport Chrono Paket beschleunigt der neue Spyder im Launch-Control-Modus in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Dabei bleibt er im Treibstoffkonsum denkbar zurückhaltend. Mit dem Doppelkupplungsgetriebe, das freilich extra bezahlt werden muß, liegt der mittlere Verbrauch bei 9,3 Liter auf 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 267 Stundenkilometer, und das mit offenem Verdeck.

Die Markteinführung beginnt im Februar 2010. Der Grundpreis in Deutschland beträgt 63.404 Euro.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Porsche)

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