|
|
|
|
Neues aus der Industrie
Ursprünglich wollte Chrysler die Produktion des Dodge Viper verkaufen. Seit dem 10. Juli jedoch steht fest, dass der potente Sportwagen im Portfolio des krisengeschüttelten Autobauers bleibt. Bislang wurden mehr als 25.000 Exemplare gebaut, und der aktuelle Viper SRT trumpft mit 612 PS auf. Damit bleibt ein Stück amerikanischer Sportwagenkultur erhalten, die die Leistung noch weitgehend ohne Vermittlung elektronischer Helfer auf die Strasse bringt. Und das bedeutet bei dem Zehnzylinder mit 8,4-Litern Hubraum: Ein brachiales Drehmoment von 760 Newtonmetern und einen Spurt von Null auf 100 Stundenkilometern in vier Sekunden. Ein Original also, dem noch ein langes Leben zu wünschen ist. rr
Honda bringt den Hybrid-Sportwagen CR-Z ab Februar 2010 in Japan auf den Markt, und Ende des Jahres will das Unternehmen bekanntgeben, wann der Sportwagen in Europa erscheint. Bislang nur ein Konzept, wird die Serienversion des 2+2-Sitzers mit dem IMA-Antriebskonzept, das schon im Civic und im Insight verwendet wird, ausgerüstet. Es handelt sich also um den typischen Honda-Leichthybrid, bei dem der Elektromotor im wesentlichen unterstützende Dienste leistet. Bleibt abzuwarten, ob die Serienversion das gut gelungene Design der Studie umsetzt. rr
Nachdem Peugeot das Zagato-inspirierte Coupé auf der letzten Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt präsentiert hat, rückt nun die Fertigung näher. Ab dem Frühjahr 2010 soll ein 2+2-Sitzer in den Schauräumen stehen, der die wesentlichen Design-Merkmale der Studie in die Serie übersetzt. Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung legen die Löwen-Ingenieure auf Fahrverhalten und Verarbeitungsqualität. Der RCZ nimmt insofern eine Ausnahmestellung im Peugeot-Portfolio ein, da er ohne Vorbild auskommt und auf eine Modellbezeichnung mit einer Nummer verzichtet. Vorgestellt werden soll das Serien-Coupé auf der IAA in Frankfurt. rr
Die neue Green Challenge ist eine Rennserie, die ökologischen Motorsport bieten will. Am 6. Juli 2009 startete der zweite Lauf auf dem Nürburgring. Mit am Start: Jeweils zwei Teams von Jaguar und Land Rover Deutschland. Eine hohe Performance mit sportlichen Fahrleistungen bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch kennzeichnen die Modelle beider Marken. Für Jaguar gingen der neue XF 3.0 Liter Diesel S und der neue XKR 5.0 Liter V8 Kompressor mit den kürzlich erfolgreich eingeführten neuen Motoren an den Start. Beide Fahrzeuge unterboten die angegebenen Normverbräuche deutlich, die sich für die Nordschleife am Verbrauch im Stadtverkehr orientierten. So kam der 3.0 Diesel S mit 275 PS mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 9,3 Litern auf 100 Kilometern über die vier Runden Nordschleife. Im kombinierten Zyklus verbraucht der XF nur 6,8 Liter Diesel/100 km. Auch der XKR mit 510 PS blieb mit einem Verbrauch von nur 14,2 Litern deutlich unter dem angegebenen Verbrauch von 18,9 Litern im Stadtverkehr. PR
Aston Martin nimmt die britische Tradition des Badge Engineering auf und modifiziert den Toyota iQ zu einem Luxus-Kleinwagen-Konzept - der Blick auf den Flottenverbrauch, der sich mit dem geplanten Langonda-SUV weiter verschlechtern wird, hat bei der Entscheidung, nun am unteren Ende der Modellpalette weiterzuentwickeln, sicher geholfen. Toyota-Technik und Aston-Martin-Designsprache werden im "Cygnet" zusammengebracht, mit einer deutlichen Aufwertung des Innenraums, die dem iQ ohnehin gut tut. Dabei bleibt das Basispaket weitgehend unverändert, eine neue Front im Stil der Sportwagen und ein geändertes Heck sorgen für die notwendige Familienähnlichkeit, Maße und Raumnutzung entsprechen dem des Ausgangsprodukts. Aston Martin kündigt an, in nicht allzulanger Zukunft die Studie in ein Serienprodukt zu überführen. dr
Im Jahr 1955 fand die erste ägyptische Wüstenrallye von Kairo nach Alexandria statt, an der auch ein Volkswagen Käfer an den Start ging und in seiner Klasse siegte. Copilot war der damalige Mitarbeiter des Volkswagen Importeurs in Ägypten, Wolfgang Blumenthal. Das AutoMuseum Volkswagen widmet ab Mittwoch, 1. Juli, bis Ende August 2009 dem heute 83jährigen Blumenthal eine kleine Sonderausstellung zur Geschichte seiner einmaligen Rallyeteilnahme. Das AutoMuseum Volkswagen stellt eine Szene der Wüstenrallye mit einem 1955er Ovali-Käfer originalgetreu nach. Mit Sand und Wüstenvegetation soll das damalige ägyptische Flair wieder lebendig werden, untermalt von Bildern des Käfers auf dieser Rallye. Siegespokal und -urkunde, letzteres allerdings in Kopie, werden ebenfalls ausgestellt. Als Ahmed el Gammal, Kunde des ägyptischen Volkswagen Importeurs, von der Wüstenrallye erfuhr, fragte er begeistert Wolfgang Blumenthal, ob er ihn als Beifahrer in seinem Käfer begleiten würde. Blumenthal, seinerzeit Werkstattleiter beim Importeur, stimmte freudig zu und machte den gerade mal sechs Monate alten Käfer rallyetauglich. Der einzige Volkswagen im Teilnehmerfeld sollte während der gesamten Rallye Furore machen. Er meisterte die ca. 1200 km lange Strecke über die Wüstenstraßen sowie die Wertungsprüfungen mit Bravour. Doch wirklich zum Staunen brachte der Käfer alle Beteiligten erst, als er trotz 53°C Außentemperatur ohne technische Probleme das Ziel in Alexandria erreichte - dem luftgekühlten Motor sei Dank. Während der Käfer in seiner Klasse den Sieg einholte und im Gesamtklassement den fünften Platz erreichte, wurden auch die Marketing-Strategen von Volkswagen in Libyen aktiv: Wenig später warb der dortige Importeur für den Erfolgswagen aus Deutschland mit dem Slogan "We keep running and are never thirsty". dr
Email an die Redaktion Das Copyright an Text und Fotos liegt, sofern nicht anders angegeben, bei den Herstellern |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||