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Neue Bücher
Nach Jahrzehnten bei Porsche, nach 19 LeMans-Teilnahmen kennt man alle Winkel und Ecken des Werks und des Archivs, in denen Schätze verborgen sind. Walter Näher hat sich dieses Insiderwissen zu Nuzte gemacht und die abschliessende und endgültige technische Dokumentation der Ikone 917 geschaffen. Auf fast 600 Seiten drängt sich eine Fülle von Informationen, mit der man leicht die Wintersaison verbringen kann. Dass Walter Näher die Technik und die Geschichte besser als jeder andere erzählen kann, war zu erwarten, aber dass noch so viele Bilder existieren, die man bisher noch nie gesehen hat, überrascht. Mit diesem Buch sollte das Porsche-Archiv allerdings vollständig geplündert sein. Wer umfassend über den 917 informiert sein will, der muss sich dieses Buch ins Regal stellen, gleich neben den Band von Födisch/Roßbach/Neßhöver über die Menschen, die den Sportwagen gebaut und gefahren haben und das Buch von Reynald Hézard, das den Lebenszyklus der einzelnen Chassis dokumentiert. Um das Buch für nur 59,90 Euro anbieten zu können, waren bei der Druckqualität Abstriche wohl nicht zu vermeiden, was aber bei dem alten und daher teilweise schlechten Ausgangsmaterial kein wirklicher Mangel ist. dr
Walter Näher
Bei aller Schumacher- und Vettel-Euphorie wird gerne vergessen, dass es schon vorher einen Formel-1-Weltmeister mit deutschen Pass gegeben hat: Jochen Rindt. Natürlich war er eigentlich Österreicher, dort aufgewachsen, mit der typischen Sprachmelodie der Alpenrepublik sprechend und mit einer Rennfahrerlizenz aus Österreich startend. Trotzdem brachte er die Formel-1 mit seinem tragischen Titel 1970 auch in Deutschland in die eigentlich sehr motorsport-feindlichen Medien, immer mit dem Hinweis auf seinen Geburtsort Hamburg und die mainzer Wurzeln. Ferdi Kräling, seit vierzig Jahren Motorsportfotograf, und Herbert Völker haben einen kommentierten Bildband zusammengestellt, der die Formel-1-Karriere Jochen Rindts mit besonderem Schwerpunkt auf dem Weltmeisterjahr dokumentiert. Die Texte sind eher knapp. aber die Bilder, zum Teil aus dem Privatarchiv Nina Rindts entnommen, brauchen nicht viele Worte, sie sind ein Zeugnis einer Zeit, als Motorsport innovativ, extrem tödlich und viel menschlicher aus heute war. dr
Ferdi Kräling, Herbert Völker
Johann Puchs erste Fabrikationsstätte stand an der Strauchergasse in Graz. Dort wurden Schlittschuhe und Fahrräder produziert. Später, im größeren "Einser-Werk" auch Motorräder und Autos. Eine Fusionsgeschichte folgte, wie so vielerorts in den 20er und 30er Jahren: Aus der Austro-Daimler-Puchwerke AG wurde dann 1934 die Steyr-Daimler-Puch AG. Nach der Umfunktionierung zur Rüstungsproduktion im dafür gebauten "Zweier-Werk", konnten endlich wieder nach dem 2. Weltkrieg friedliche Mopeds, Motorräder, Personen- und legendäre Geländewagen hergestellt werden. Nach fast 100 Jahren Produktionsgeschichte gingen die Markenrechte an Piaggio, das bis zur Jahrtausendwende Fahrräder und Mopeds mit dem Puch-Logo produzierte. Frank Rönicke setzt Puch mit diesem Band ein historisches Denkmal. pt Frank Rönicke
Der Rheinländer Rudolf Caracciola (1901-1959) ist sicherlich einer der bedeutendsten deutschen Rennfahrer. Er war absolute Weltspitze und konnte vor dem zweiten Weltkrieg dreimal den Europameistertitel auf Mercedes-Benz erringen. Dazu war er dreifacher Bergeuropameister und brachte das Kunststück fertig, sechsmal den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring zu gewinnen. Zudem siegte er als erster Nichtitaliener auf dem Mercedes SSKL bei der berühmten Mille Miglia und erzielte auf öffentlichen Strassen 432,7 km/h für den fliegenden Kilometer und 432,0 km/h für die fliegende Meile Rekorde, die noch heute Bestand haben. Die ausführliche und spannend zu lesende Biografie von Günther Molter zeichnet den Lebensweg dieses begnadeten Rennfahrers nach. Textdokumente und Bildmaterial vermitteln einen interessanten und spannenden Einblick in die Rennszene der Dreissiger Jahre. rr
Günther Molter
Zwei automobile Gesichter prägen das 1883 gegründete Unternehmen Glas. Die ehemalige Landmaschinenfabrik musste sich wegen rückläufiger Nachfragen Ende der 40er-Jahre neu orientieren. Nachdem zuerst recht erfolgreich Roller produziert wurden, startete man 1955 mit dem Goggomobil, das die 250ccm-Auto-Klasse jahrelang dominierte. Das kleine Gefährt ist auch heute noch Legende. Aber man wollte mehr und nahm die nächst höheren Fahrzeugklassen ins Visier. Trotz vieler Innovationen und schöner Entwürfe des italienischen Designers Pietro Frua kam die Produktion nie recht in Tritt. Andreas Schey/Hanns-Peter Baron von Thyssen-Bornemissza
Lange hat die Fangemeinde warten müssen, bis die deutsche Übersetzung des französischen Originals fertig war. Dieses 917-Buch trägt einem ganz besonderen Aspekt des legendären Rennwagens Rechnung: Porsche baute gut 40 Exemplare, die über viele Jahre in den verschiedensten Rennserien eingesetzt wurden und dabei laufend Änderungen unterworfen waren. Langheck, Kurzheck, Spider, Turbo, unter Salzburg-, Gulf-, Martini oder Usdau-Farben, manche Modelle wurden mehrfach umgebaut und immer wieder neu bemalt. Genau diese Geschichte dokumentiert Reynols Hézard für jedes einzelne Chassis in detaillierten Grafiken. Ergänzt durch Fotos und Texte erzählt das Buch umfassend über den Lebenszyklus einer ganzen Rennwagenserie - eine perfekte Ergänzung zu den bisher erschienen 917-Büchern. dr
Reynald Hézard
Die "Göttin" hat die französische Marke geprägt wie vielleicht nur noch der 2CV. Die DS/ID-Baureihe ist das Ziel der Begehrlichkeiten vieler Oldtimer-Käufer. Allerdings löst vor allem die komplexe Hydropneumatik, die für den himmlischen Federungskomfort sorgt, vor der Anschaffung Ängste aus. Hier hilft das Bändchen weiter, weil es sich auf die Baujahre von 1968 bis 1975 beschränkt, die sowohl von der Technik als auch der Ersatzteillage her als diejenigen mit dem besten Alltagspotential gelten. Interessenten finden zahlreiche Tipps und Hilfestellungen, die die Bewertung einer DS erheblich transparenter machen und den Erwerb des französischen Klassikers vereinfachen können. rr
Rudy A. Heilig
Der kleine Hersteller aus dem westenglischen Malvern ist Kult und das nicht nur, weil die Sportwagenschmiede satte 100 Jahre im Besitz der Gründerfamilie ist. Auch die reichliche Verwendung von Holz im Auto tut ihre Wirkung sowie das Wissen, dass der Morgan 4/4, den es im Moment als überaus attraktiven 4/4 Sports zu kaufen gibt, schon seit 1936 im Programm ist. Zeit also für ein Buch, und wer könnte es besser schreiben als der aktuelle Chef, Charles Morgan. Zusammen mit dem Morgan-Experten Gregory Houston-Bowden setzt er den unverwüstlichen Charakteren, beginnend beim legendären "Threewheeler", ein detailverliebtes Denkmal. Das Themenspektrum reicht von den frühen sportlichen Erfolgen über das Leben von Firmengründer Peter Morgan bis zu den legendären Rennen in Le Mans. Den Abschluß bilden die Vorstellung des Morgan Aero 8 im Jahre 2000, der exklusiven AeroMax und das Zukunftsprojekt Morgan LIFECar. Für Morgan-Fans und solche die es werden möchten ist das Buch absolut empfehlenswert. rr
Charles Morgan, Gregory Houston Bowden
Michael Schäfer, Auto einer großen Übersicht über die Aston-Martin-Geschichte, fasst in einem Typenkompass alle Straßenfahrzeuge des britischen Herstellers nach 1948 kompakt zusammen. Zu jeder Baureihe gibt es ein Bild, eine kurze Beschreibung und die wichtigsten technischen Daten, dazu, wie bei der Typenkompassreihe üblich, ein kurzer Abriss der Geschichte des Hauses. Neben den Serienfahrzeugen sind auch die wichtigsten Einzelstücke und Prototypen erwähnt. Für die schnelle Orientierung ist der preiswerte Band gut geeignet. dr
Michael Schäfer
Es gibt hunderte von Büchern über den Porsche 356, und doch darf eines in der Reihe "Bewegte Zeiten" nicht fehlen, da der kleine Porsche in der beginnenen Massenmotorisierung Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg eine ganz besondere Rolle spielt. Auf VW-Technik aufbauend und sie weiterentwickelnd, ist er, obwohl für die meisten Autofahrer unerreichbar, trotzdem näher am typischen Auto der Fünfziger Jahre als ein Mercedes 300SL oder die Supersportwagen aus Italien. Zudem stärkt er mit seinen internationalen Rennerfolgen das Ansehen der jungen Republik und hebt das Selbstbewußsein. Dieter Günther folgt in seinem Buch der Grundidee der Reihe und beschreibt erst kurz und präzise die Entwicklung des 356 und der Firma Porsche in ihren Anfangsjahren und dokumentiert dann ist vielen zeitgenössischen Bildern das Leben mit dem kleinen Sportwagen, so wie es sich der Hersteller in seiner Werbung vorstellte, so, wie die Sportpresse die Renneinsätze fotografierte und so, wie es die Besitzer auf Urlaubsfotos festhielten. Damit hat er in der großen Menge der Porsche-Bücher noch eine Lücke gefunden - und sie spannend und preiswert gefüllt. dr
Dieter Günther
Fiats Nutzfahrzeuggeschichte beginnt 1903: Seit dieser Zeit wurden leichte und mittelschwere Transporter, Busse und große Lastwagen gefertigt. Da gäbe es reichlich Stoff für ein Buch, das Italiens Geschichte aus der Transportsicht darstellt. Die Chance wurde vertan. Bis auf ein einleitendes Kapitel, in dem die Zeit zwischen 1903 und etwa 1980 kurz umrissen wird, findet man nichts über die ersten 80 Jahre, von der ersten Multipla noch nicht einmal ein Bild, die großen Lastwagen der Iveco-Zeit fehlen genauso. Die Neuzeit ist dagegen in aller Breite dargestellt und mit vielen Bildern aus Werbeprospekten illustriert. Das Buch eignet sich vielleicht als eine gute Beigabe des Fiat-Händlers zu einem neuen Scudo oder Ducato, Fiat-Markenfreunde erhalten zu wenig, um den Preis von 29,90 Euro zu rechtfertigen. dr
Randof Unruh
Alle deutschen Motorroller und rollerähnlichen Motorräder seit Anbeginn des Zweiradbaus: In diesem Band sind sie zu finden. Mehr als ein Jahrhundert Ingenieurleistung lässt dieses Buch Revue passieren. Hier sind alle Typen, alle Marken, alle Daten von Groß- und Kleinherstellern, Konfektionären und Einbaumotorenbauern verzeichnet. Ein umfassendes Nachschlagewerk, das auf mehrere Bände angelegt ist und eine lückenlose Chronik des deutschen Motorradbaus bietet. Ein Muss für alle Nostalgiker unter den Zweiradfans und für alle, die es ganz genau wissen wollen. rr Frank Rönicke
Der Land Rover ist Kult, was man auch daran sehen kann, dass dieses Buch nunmehr aktualisiert und um 24 Seiten ergänzt in seine vierte Auflage geht. Pfannmüller und Schmidt haben sorgfältig recherchiert und kompetent geschrieben dank einer Fülle wenig bekannter Informationen und Fotos kann die Entstehung, Geschichte und Zukunft des legendären „Allesüberwinders“ im Detail nachvollzogen werden. Matthias Pfannmüller/Boris Schmidt
Seit nunmehr 100 Jahren feiern Automobilrennfahrer aus Deutschland Triumphe auf den Rennstrecken der Welt. Christian Lautenschlager hat mit seinem Sieg im Groflen Preis von Frankreich 1908 ebenso Rennsportgeschichte geschrieben wie zuletzt der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher. Das neue Buch der Rennsportexperten Jörg Thomas Födisch und Michael Behrndt schildert die Entwicklung des Automobilrennsports in den zurückliegenden hundert Jahren, in denen grofle deutsche Rennfahrer wie Graf Berghe von Trips, Stuck, Schumacher, Ludwig und Schneider im Formel-Rennsport oder bei Sport- und Tourenwagenrennen zahllose Erfolge erzielten. rr Jörg Thomas Födisch, Michael Behrndt, Matthias Behrndt
Bernd Rosemeyer war der Spitzenfahrer der sächsischen Auto Union und genoss in den Dreissiger Jahren eine ungeheure Popularität. Sein Name ist auch auch heute noch unvergessen und sein tragischer Tod am 28. Januar 1938 machte ihn zum Mythos. In den späten Vormittagsstunden jenes Tages schoss ein silberner Rennwagen mit einer Geschwindigkeit von weit über 400 km/h über die lange, gerade Strecke der Autobahn Frankfurt Darmstadt. Er sollte einen Konkurrenz-Rekord brechen und neue Bestzeit über den Kilometer mit fliegendem Start markieren. Die Fahrt endete im Fiasko. Der Wagen geriet ins Schleudern, flog aus der Bahn, verlor Fahrer und Karosserie. Akribisch geht das Buch geht den Ursachen des Todessturz nach: Was war die Ursache der Katastrophe? Wer hatte Schuld daran? Welchen Sinn hatten solche Rekordfahrten überhaupt? Sie sind bis heute interessant und fordern immer wieder zu neuen Überlegungen und Untersuchungen heraus. Peter Kirchberg, Herausgeber des Buches, greift die Thematik mithilfs vieler Dokumente und Unterlagen aus heutiger Sicht auf. Uwe Day und Eberhard Reuß widmen sich dem zeittypischen Kontext der 1930er-Jahre und Martin Schröder unterbreitet eine neue These zur Unfallursache. Jürgen Pönisch steuert den Lebenslauf Bernd Rosemeyers bei und der einzige Sohn des Rennfahrers, Bernd Rosemeyer jun., beschreibt erstmals seine Sicht auf den Vater. Zudem macht Kirchberg selbst den Leser mit dem Grand Prix-Engagement der sächsischen Auto Union vertraut und verdeutlicht, mit welchem Aufwand, welchem Ziel und welchem Ertrag sich der Kraftfahrzeugkonzern damit befasst hat. Das gründlich recherchierte Buch vermittelt anhand bisher kaum oder gar nicht öffentlich bekannte Dokumente viele neue Facetten der deutschen Renngeschichte. rr Peter Kirchberg (Hrsg.)
Für europäische Autoliebhaber ist die Herkunft japanischer Automarken meist eine unbekannte Welt. Das macht das Thema spannend, denn es lassen sich viele Neuentdeckungen machen. Vor allem die den japanischen Verkehrsverhältnissen geschuldeten Kleinwagen der frühen Jahre zeigen Charakter in Design und Konzept. Bei Mazda ist zudem die intensive Auseinandersetzung mit dem Wankel-Motor spannend. Joachim Kuch, ausgewiesener Kenner der japanischen Szene, hat die Geschichte des Herstellers in einer durchgehend farbig bebilderten Dokumentation zusammengestellt. Alle Modelle, die jemals nach Europa gelangten und noch eine ganze Menge mehr finden in diesem Werk ihren Platz. Bis in die Jetztzeit sind die meisten Modelle von Japans viertgrößtem Automobilhersteller berücksichtigt. Kuchs Dokumentation ist fast lückenlos und damit wichtig für alle Japanfans. rr Joachim Kuch
Wenige Marken haben so viel Strahlkraft wie Cobra: Carroll Shelby, AC Cars und Ford fanden Anfang der Sechziger Jahre zusammen, um einen Wagen zu bauen, dessen Basis der AC Ace-Roadster sein sollte. Der leichte und einfach gehaltene britische Roadster wurde durch den Einbau eines Ford V8-Motors zum Herausforderer und Sieger in der amerikanischen Sportwagen-Szene. Mit einer aerodynamischen Karosserie traten die Daytona Cobra-Coupés in Europa bei der FIA-Weltmeisterschaft an und errangen 1965 den Sieg im GT-Klassement. Dadurch wurde Shelby American zum ersten und einzigen amerikanischen Hersteller, der dieses Ziel erreicht hat. Bis zu sieben Liter große Motoren katapultierten die 427 Cobra in ungeahnte Leistungsbereiche und den amerikanisch-britischen Sportwagen ins Reich der Legenden. Das Buch erzählt die komplette Geschichte der Cobras, und die wundervollen Fotos lassen den Mythos Cobra wieder lebendig werden. rr Trevor Legate
Die Idee zu diesem Buch ist so naheliegend, dass nur Kenner vom Format eines Jörg-Thomas Födisch, Michael Behrndt und Herbert Völker darauf kommen konnten. Sie haben die Geschichte der bedeutendsten Rennveranstaltung Deutschlands übersichtlich und mit grosser Akribie zusammengetragen. Die Geschichte beginnt im Jahre 1926 in Berlin: Beim erstmalig ausgetragenen Großen Preis von Deutschland für Automobile auf der AVUS erreichen nur 17 von 46 gemeldeten Fahrern das Ziel, Rudolf Caracciola gewinnt auf Mercedes-Benz. Auch in den Folgejahren, als diese Veranstaltung auf dem Nürburgring und Hockenheimring hauptsächlich als Formel-1-Weltmeisterschaftslauf ausgetragen wird, sind glorreiche Siege und schreckliche Tragödien eng miteinander verwoben. Spitzenpiloten wie Fangio, Hill, Senna, Mansell, Prost, Schumacher und viele andere Weltmeister sind die Protagonisten dieses lesenswerten Buches. rr Jörg Thomas Födisch, Herbert Völker, Matthias Behrndt
Die Geschichte von Wanderer ist viel zu kurz, um nachhaltige Spuren in der automobilen Erinnerung Deutschlands hinterlassen zu haben. Wanderer produzierte nur von 1913 bis 1942 Autos, die letzten sechs Jahre unter der Regie der Auto Union. Die Zeit reichte aber, um sich einen Ruf als, etwas konservativer, Lieferant von Qualitätsprodukten unterhalb des Luxus-Segments zu schaffen.
Gerd-G. Westermann, Thomas Erdmann
Seit der Erstausgabe von Jürgen Lewandowskis Porsche-Rennplakate-Buch sind fast 25 Jahre vergangen. 25 Jahre, in denen der Stuttgarter Sportwagenbauer trotz zeitweiser Abstinenz bei großen Rennserien immer noch reihenweise Erfolge hat einfahren können, in den letzten Jahren in der American LeMans-Serie sogar wieder Gesamtsiege. Zeit also für eine Aktualisierung. Das neue Buch enthält, nach Jahrzehnten geordnet, alle Klassiker seit 1951 und schliesst mit 2008 ab. Die Wiedergabe der 438 Plakate ist hochwertig, die kurzen zweisprachigen Texte geben kurze Hintergrundinformationen. Das 170 Seiten starke Buch ist nicht nur eine sehr vollständige Dokumentation der langen Rennsportgeschichte des Hauses Porsche mit ungewöhnlichen Mitteln, es zeichnet auch die Entwicklung der graphischer Gestaltung über 50 Jahre nach und ist eine Hommage an den verstorbenen Hauszeichner Erich Strenger, der ab 1951 für die Grafiken verantwortlich war: Empfehlenswert. dr
Jürgen Lewandowski
Alfa-Fans werden das Buch mögen, denn der Autor ist offensichtlich einer der ihren: Positives wird groß herausgestellt, Negatives wenn möglich weggelassen oder als Randbemerkung eingefügt. Wer also kein kritisches Werk über die Geschichte Alfa Romeos sucht, sondern einen guten Überblick über die erstaunlich breite Produktpalette der Mailänder Traditionsmarke, wird von Walter Hönscheid gut bedient. Das Bildmaterial ist mit viel Kenntnis der Marke ausgewählt, die Geschichten sind spannend geschrieben, Nebenprodukte wie der Lokomotiv- und LKW-Bau werden sehr ausführlich behandelt, und ein Anhang faßt alle Fahrzeuge kompakt zusammen. Leider kommt der Rennsport etwas zu kurz, und gerade die Zeit der Dreiliter-Prototypen und der Formel-1 leidet etwas unter der Alfa-Brille des Autoren. Für Alfisti empfehlenswert. dr
Walter Hönscheidt
Vielschreiber Jürgen Lewandwowski hat sein Maserati-Werk, das bisher in drei Auflagen erschienen ist, so weit überarbeitet, dass es nun als neues Werk herhalten darf. Auf über 700 Seiten wird die wechselvolle Geschichte der italienischen Sport- und Rennwagenmarke mit Liebe zu Marke – und der notwendigen kritischen Distanz, die sich allerdings bei der Betrachtung der neuesten Modelle etwas verliert - ausgebreitet. Die Spanne reicht von den Anfängen 1903 bei Isotto-Franschini bis zu den aktuellen Modellen des Jahrgangs 2009, es dürfte zur Zeit kein Buch auf dem deutschen Markt sein, dass Maserati derart vollständig dokumentiert. Lewandowski geht ins Detail – und ergänzt seinen Text mit Zitaten aus zeitgenössischen Autozeitschriften und Tests. Wohl zur Kostensenkung hat man sich im Verlag für billigen Druck auf billiges Papier entschieden – und damit dem Buch geschadet: Die Bilder sind verwaschen und ohne Brillanz, und das Buch riecht so streng nach Chemikalien, dass man es erst einige Tage auslüften lassen sollte. dr
Jürgen Lewandowski
Maseratis Geschichte ist übersichtlich, es gibt genau zwei Perioden: die des Rennwagenherstellers mit einigen Serienablegern bis 1968 und die Zeit danach. Pritchard widmet sich auf über 250 Seiten ausschließlich der Renngeschichte, und das mit Sorgfalt und Tiefgang. Gründlich recherchiert und bestens bebildert, ist das Buch eine der besten und vollständigsten Zusammenstellungen der langen Motorsportgeschichte Maseratis. Abgerundet wird das Buch durch eine Zusammenstellung aller Grand-Prix-Chassis und Biografien der Maserati-Brüder sowie der wichtigsten Maserati-Rennfahrer. Da es auch gleich noch einen Einblick in die Rennsportpolitik Italiens und das Verhältnis zu Ferrari gibt, ist das Buch auch jenseits der Maserati-Szene eine Empfehlung. dr
Anthony Pritchard
Porsche-Literatur ist gefragt. Besonders die Typenbücher der legendären Sport- und Rennwagen sind unerschöpfliche Quellen hinsichtlich ihrer technischen Daten, Fakten und Zahlen. Hinzu kommen die nahezu kompletten Lebensläufe des jeweiligen Modells. Porsche-Intimus Jürgen Barth hat nun zusammen mit Ulrich Trispel den „906“ seziert, der zu den bekanntesten Zuffenhausenern gehört. Sein Chassis war damals eine komplett neue Entwicklung. Der Wagen war für Rund- und Langstreckenrennen geplant, und tatsächlich fanden sich in diesem Auto viele Elemente, die später im Rennwagenbau üblich wurden. tf Jürgen Barth/Ulrich Trispel
Perfekt Porsche fahren - Vic Elford kann es natürlich. Wer nun aber eine Einführung in die Geheimnisse hoher Fahrkunst erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht sein. Dabei ist das Werk nicht schlecht, alleine der Titel passt nicht ganz zum Inhalt. Über 173 Seiten, bebildert mit stimmungsvollen Fotos aus der großen Zeit der Rallye- und Langstreckenweltmeisterschaften, erzählt der Brite Anekdoten aus seinem Motosportleben, und läßt dabei, soviel muss zur Ehrenrettung des Buchtitels gesagt sein, auch einiges über Fahrdynamik, richtiges Bremsen und beschleunigen oder gute Kurventechnik einfließen. Da Elford ein für heutige Rennfahrer unvorstellbar vielfältiges Einsatzspektrum hatte, bei dem Targa Florio- und Le Mans-Einsätze auf Rallye-Montecarlo-Erfolgen und Formel-1-Rennen folgen, sind die Geschichten ausgesprochen spannend und unterhaltsam - und daher ist das Buch auch empfehlenswert. dr Vic Elford
Schön waren sie nicht: Der Urquattro und seine Nachfolger waren im Rallyesport extrem erfolgreich, sahen jedoch richtig zusammengezimmert aus. Jeder Automobil-Designstudent hätte sich für diese Formen eine glatte 6 abgeholt. Macht aber nichts, denn die Aufgabe der sportlichen Allrad-Audi waren Siege im Hochleistungssport, und die gelangen ihnen in Serie. Vom Urquattro bis zum Pikes-Peak-Sieger und zum niemals eingesetzten Gruppe S-Mittelmotor-Prototyp werden alle Wettbewerbs-Fahrzeuge ausführlich vorgestellt. Die Serienfahrzeuge, die handelnden Protagonisten und ein historischer Abriss der Entwicklung des Markennamens werden gleichfalls in umfangreichen Kapiteln vorgestellt. Als zusätzlichen Bonus enthält das Buch eine detaillierte Kaufberatung sowie Erfahrungsberichte von Urquattro-Besitzern. rr Jeremy Walton
Robert Edwards ist ein großer Kenner der Materie. Neben reichhaltigem Fachwissen erzählt er auch eine Fülle von Anekdoten, die die Lektüre des Buches zu einem launigen Vergnügen macht. Gerade die Ausflüge ins Subjektive lassen die Firmen- und Modellhistorie der britischen Luxusschmiede nach 1948 in einem neuen Licht erscheinen. Kurz gesagt: vergnüglicher und unterhaltsamer Lesestoff nicht nur für die Freunde der Marke. rr Robert Edwards
Bulli-Bücher gibt es viele, da muss man als Autor schon sehr intensiv nach einer Lücke in Angebot suchen. David und Lee Eccles ist das ohne Zweifel gelungen. Von Anfang an wurde der Bus, eigentlich als Arbeitstier geplant, für Freizeitzweckel missbraucht. Diese lange Tradition hat zu einer sehr speziellen weltweiten Szene geführt, in der das Reisen mit dem Bulli kultiviert wird. Historische korrekt restaurierte Fahrzeuge, wilde Umbauten, praktische Modifikationen, Hippie-Busse, all dem und vor allen den Leuten, die diese Fahrzeuge pflegen und benutzen, setzen die beiden Autoren ein kleines Denkmal. Das sie selbst Teil dieser Szene sind, kommt dem Werk sehr zu gute. Beim Lesen kommt Fernweh auf, der Gedanke, mit einem 34PS-Bus quer durch Südamerika zu reisen, bekommt einen ganz besonderen Reiz. Das Bildmaterial verstärkt den Effekt noch: Amateurfotos von Sandpassagen in der australischen Wüste stehen neben Hochglanzbildern von Edelumbauten. Das der Bulli heute ein vielgesuchtes Kultfahrzeug ist, nach der Lektüre des Buchs kann man es verstehen - Für Globetrotter und Bus-Fetischisten empfehlenswert. dr David und Cee Eccles
Nachdem sich Autor Kurze bisher in seiner Reihe "Bewegte Zeiten" auf einzelne Modelle konzentiert hat, behandelt er in diesem Band eine ganze Fahrzeugklasse, die typisch für die beginnende Massenmotorisierung in den Fünfziger Jahren ist: die Klein- und Kleinstwagen. Kurzes Buch stellt die wichtigsten Vertreter auf dem deutschen Markt vor, auch Mini, Ente, Fiat 500, 600 und Multipla, Daf und Trabant sind dabei, das Buch gibt daher einen guten Überblick über die Marktlage und das Angebot. Die Texte sind allerdings recht knapp, dafür aber ohne Fehler, und die Bildauswahl ist gelungen. Die zeitgenössischen Fotos transportieren viel von der Lebenssituation der Käufer. dr Peter Kurze Kleinwagen der Fünfzigerjahre Innen größer als außen 112 Seiten, 146 Fotos und 35 meist farbige Abbildungen, Format 21 x 24 cm, gebunden Delius Klasing 12,90 Euro ISBN 978-3768825115
Neue Kapitel, neue Bilder und noch mehr Hintergrundinformationen. Die zweite Auflage des erfolgreichen Werkes „Porsche 917 – Die Helden, die Siege, der Mythos" bietet mit 24 zusätzlichen Seiten noch mehr interessante Stories rund um den großartigen Sportwagen aus Zuffenhausen. Die neue Auflage ist die umfassendste deutschsprachige Dokumentation über den „17er" – Porsches Mittel zum heißersehnten Gesamtsieg in Le Mans. Anfang der 70er Jahre räumte der Porsche 917 die Trophäen gleich in Serie ab. Sein zweites Leben führte er als weltschnellstes Turbo-Test- und Renngefährt. Ein halbes Jahrzehnt lang kam im internationalen Rundstreckenrennsport buchstäblich niemand an ihm vorbei. Heute genießt der Porsche 917 Legendenstatus, er ist zur Ikone einer ganzen Rennwagengeneration geworden und der Star einer jeden historischen Rennsportveranstaltung. Dieses Buch schildert seine spannende Entwicklung und beschreibt die faszinierende Technik. Dazu kommen die komplette Renngeschichte und ein ausführlicher Statistikteil. Vor allem aber berichten Zeitzeugen aus erster Hand, wie es war, als sie den 17er erdachten, entwarfen, bauten und immer schneller machten; wie sie ihn fuhren, ihn verfluchten und verehrten. dr
Födisch, Jörg-Thomas / Neßhöver, Jost / Roßbach, Rainer / Schwarz, Harold
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