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Citroën C4 THP 150 VTS: deutsch-französische Freundschaft
24.01.2009
Zur Mitte der Modell-Lebensdauer gönnt sich jeder Hersteller eine Überarbeitung, um das Fahrzeug für die Restlaufzeit der Produktion attraktiv zu halten. Der Citroën C4 ist nun keineswegs ein Entwurf, der inzwischen alt und langweilig geworden ist, daher war eigentlich nur auf der technischen Seite Bedarf für Neues. Entsprechend vorsichtig ist man bei der Neugestaltung der Außenhaut vorgegangen - so vorsichtig, dass die Änderungen nur im direkten Vergleich zu erkennen sind. Die Motorhaube ist nun etwas höher, schafft Platz für mehr Technik und verbessert nebenbei den Insassenschutz, der Doppelwinkel ist nun markanter, die Frontschürze sieht etwas anders aus und die Heckleuchten des Dreitürers sehen auch etwas anders aus. Ähnlich "tiefgreifend" wurde der Innenraum verändert: der Drehzahlmesser wanderte in das Zentraldisplay und hier und da werden nun hochwertigere Materialien eingesetzt. Der C4 bleibt weiter wohnlich mit französischem Flair.
Im Motorraum hat sich deutlich mehr getan: das bayrisch-französische Aggregat, das schon im Mini und Peugeot genutzt wird, ersetzt nun auch im C4 VTS-Dreitürer alte Technik. Der mit einem Abgas-Turbolader auf Leistung gebrachte Direkteinspritzer harmoniert gut mit dem kompakten Citroën, er dreht lässig hoch, aber da das maximale Drehmoment von 240Nm schon bei 1400 1/min anliegt und danach über einen weiten Drehzahlbereich bis 4000 1/min konstant bleibt, braucht man die hohen Drehzahlen nicht, um flott voranzukommen. Das neue, gut schaltbare, Sechsganggetriebe paßt gut zu dieser Charakteristik: die fünf gut gestuften unteren Gänge erlauben eine flotte Gangart, der lang übersetzte sechste Gang kann aber schon bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten genutzt werden, ohne ganz auf Fahrdynamik verzichten zu müssen.Das kommt der Laufruhe zu gute, für die der Motor mit seinen Ausgleichswellen ohnehin gute Voraussetzungen mitbringt, und es senkt den Benzinverbrauch. Allerdings muss man konsequent auf den Einsatz der 150PS verzichten, wenn man die 6,9 Liter erreichen will, die Citroën als Normverbrauch angibt. Irgendwo in der Mitte zwischen 7 und 8 Liter wird die Alltagswahrheit liegen.
Beim Fahrwerk blieb, alles beim alten: die Kopflastigkeit geht etwas zu Lasten der Agilität und der Komfort kann mit den restlichen Modellen der C4-Palette nicht mithalten, da der VTS straffer abgestimmt ist, aber er bleibt komfortabel genug. Wer in der dunklen Jahreszeit mehr Licht haben möchte, der sollte sich das große Panarama-Glasdach für 750 Euro bestellen, ohne das gibt es den Wagen ab 23.300 Euro. Ein neues Navigationssystem mit der Bezeichnung MyWay ersetzt das bisherige NaviDrive-System und ist außerdem deutlich preiswerter, für 950 € bietet es ein CD-Radio mit MP3-Schnittstelle, eine Bluetooth®-Funktion und die Möglichkeit, externe Geräte anzuschließen, einen 7-Zoll-Farbbildschirm und Kartenmaterial für ganz Europa.
(Text: Dieter Roßbach )
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