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Aktualisiert am 01.08.2010
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Seat Ibiza: Kleiner, schöner Spanier

24.07.2009

Seat Ibiza
Spanier in Bestform: Der Seat Ibiza punktet mit gelungenem Design.
Doppelpfeil

Vor 25 Jahren, im Juli 1984, begann die Auslieferung des ersten Seat Ibiza in Spanien. Der Kompaktwagen, heute Bestseller der spanischen VW-Tochtergesellschaft, ist inzwischen in der vierten Generation auf unseren Straßen zu sehen. Das neueste Modell basiert auf der technischen Plattform des diesjährigen VW Polo. Mit dem aktuellen Ibiza will Seat zweifellos mehr Marktanteile (bisher 1,6 Prozent) erzielen. Das sportliche Design des Wagens spricht an: Konkave, konvexe Flächen, und nicht zuletzt die schwungvolle Linienführung über den hinteren Kotflügeln lassen den Spanier athletisch erscheinen. Seat-Designchef Luc Donckerwolke sagt selbstbewusst: „Die neue Ibiza-Form ist so präzise und hochwertig wie ein perfekt geschliffener Diamant.“

Auch innen wurde das spanische Volumenmodell komplett modifiziert: Ein in den Tönen Grau und Schwarz gehaltenes Armaturenbrett wird durch silberne Akzente ergänzt und aufgehellt. Die Sitzposition ist tiefer als bisher angeordnet, die Sitze bieten festen Seitenhalt, das Lenkrad ist in Höhe und Weite einstellbar. Der Armaturenbereich ist klar geliedert und gut einsehbar, die Bedienungselemente übersichtlich platziert und leicht erreichbar. Die hinteren asymmetrisch geteilten Sitze lassen sich problemlos umklappen – das ursprüngliche Ladevolumen von rund 300 Litern wird dadurch auf rund 940 Liter vergrößert und entspricht in etwa dem Klassendurchschnitt.

Der 1,6 Liter, 105-PS-stark und frontgetrieben, macht in allen Fahrbereichen eine gute Figur. Er ist handlich und bestens zu manövrieren, dafür sorgt auch der geringe Wendekreis in Verbindung mit der servounterstützten Lenkung. Sportlich ambitionierte Ibiza-Fans werden durch die straffere Fahrwerksabstimmung (Sportausstattung), das agile Handling, die präzise Lenkung, und die standfesten Bremsen angesprochen, und in zügig durchfahrenen engen Kurven kommen nicht selten Go-Kart-ähnliche Fahrgefühle auf.

Seat Ibiza
Abschied vom grauen Einerlei: Farbige Kontraste werten den Innenraum auf.
Doppelpfeil

Die erreichten Fahrleistungen: Für den Spurt von 0 auf 100 km/h braucht der rund 1050 Kilogramm schwere Wagen zehn Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h. Beim Verbrauch gibts kaum negative Kritik, denn ca. 7,5 Liter Superbenzin im Drittelmix sind in Ordnung.

Auch hinsichtlich der Serienausstattung ist der Kompaktsportler (angeboten in sieben Motorisierungen, davon vier Benziner, drei Diesel) „up to date“: u.a. durch die elektro- hydraulische Servolenkung, die das Gefühl für die Straße verbessert und den Grad der Lenkunterstützung jedem Geschwindigkeitsbereich individuell anpasst. So fühlt sich das Lenkrad auf der Autobahn angenehm straff an, während es beim Einparken ganz leicht zu drehen ist.

Ebenfalls mit an Bord ist das elektronische Stabilisierungsprogramm ESP inklusive Berganfahrassistent HHC und Reifenkontrollanzeige RKA. Fazit: Seat gelang es, im neuen Ibiza südländisches Temperament mit praktischem Nutzwert zu verbinden – und das könnte sich auszahlen. Der Preis: ab 16 690 Euro.

(Text: Jörg-Thomas Födisch )
(Fotos: Seat)

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