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Fiat 500 C: Immer Sommer
17.09.2009
Italienisches Flair, südlichen Charme und ein demokratisches Vergnügen am schönen, eleganten Fahren bietet der offene 500er im Übermaß. Was bedeutet, dass es nicht mehr bedarf als intelligenter Design-Zitate, einer geschmackvollen Einrichtung und der zeitgemäßen Wiederbelebung des klassischen Rolldachs, um wieder einmal der Stimmung von Fellinis "La dolce Vita" nachspüren zu können. Trotz dieses romantischen Grundtons ist der 500 C ganz im Einklang mit dem Jetzt: Das elektrische Verdeck (gegen 2800 Euro Aufpreis) kann in zwei Stufen nach hinten gefahren werden. So genießt man entweder ein großes Schiebedach oder das noch luftigere Cabriolimousinen-Gefühl. Manche Kritiker werden murren, dass trotz intelligent weggeklappter Glasscheibe ein Verdeckwulst übrigbleibt, der die Sicht nach hinten versperrt. Geschenkt ein kleinlicher Einwand. Stattdessen sollte man sich über den gegenüber der Limousine mit 182 Litern Volumen nur drei Liter kleineren Kofferraum freuen. Oder darüber, dass man in dem kompakten Wägelchen auch zu viert eine schöne, stilvolle Spritztour mit dem Picknickkorb machen kann. Man kann den kleinen Flitzer aber auch ganz schnöde als Alltagsfahrzeug benutzen, denn auch dazu hat er das Zeug. Die geteilt klappbare Rückbank taugt für allerlei Transportaufgaben, auch Erwachsene sitzen hinten ganz passabel und die Fahreigenschaften sowie der Federungskomfort sind ohne Tadel. Seine Länge von lediglich 3,55 Metern und der Wendekreis von 9,20 Metern machen ihn zum idealen Stadtgefährt nach Betätigung der "City"-Taste wird die Servolenkung so wunderbar leichtgängig, dass Schlendern und Parken zum lässigen Vergnügen werden.
Nur bei der Auswahl des Motors sollte man genau überlegen: Den kleinen Basis-Benziner (1200 ccm, 69 PS, fünf Liter auf 100 Kilometer) gibt es zwar zum attraktiven Einstiegspreis von 11.000 Euro 102 Newtonmeter Drehmoment und 160 Stundenkilometer Spitze machen den 500 C aber arg bedächtig. Besser machen es der 100 PS starke 1,4-Liter-Benziner (15.800 Euro Basispreis), der etwa sechs Liter verbraucht und der gleich teure, 75 PS starke 1,3-Multijet, der sich fünf Liter Diesel gönnt. Genau wie die Limousine kann man das Cabrio punktgenau individualisieren: Neben allerlei Streifen, Stickern und Felgen gibt es etwa klassischen grauen oder hellblauen Lack, der dem kleinen Fiat ausgesprochen gut steht. Wichtigstes Extra und dabei kostenlos ist aber das Lächeln, das sich im Gesicht breitmacht, wenn man in den hübschen Fünfhunderter steigt und den Zündschlüssel dreht.
(Text: Rainer Roßbach )
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