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Alfa Mito 1.4 TB 16V MultiAir: Luftdoping 25.10.2009
Der kompakte Alfa, der die Formen seines Supersport-Bruders 8C Competizione in vielerlei Hinsicht so keck thematisiert, soll natürlich sportlich sein. Hier hilft der ursprünglich aus dem Ferrari F430 stammende "DNA"-Schalter ( "D" steht für Dynamic, "N" für Normal und "A" für Allwetter), der die Motorcharakteristik und Fahreigenschaften deutlich unterscheidbar macht und seit neuestem eine "MultiAir" genannte Motoren-Technologie, die freudvolle Leistungsabgabe mit der Notwendigkeit des Treibstoffsparens verbindet. Diese "demokratische", weil erstmals im Kleinwagen angebotene, hochentwickelte Technik besteht aus einer fortschrittlichen, elektronisch variablen Ventilsteuerung auf der Einlasseite. Diese kommt ohne Nockenwelle aus. Jeder Zylinder hat ein eigenes Hydrauliksystem mit einer separaten Hydraulikkammer. Eine zusätzliche Nocke an der Auslassnockenwelle übermittelt das Ventilspiel an das MultiAir-System. Damit geht es jenen zehn Prozent Energie an den Kragen, die beim Ansaugen und beim Pumpen der Luft in die Brennräume verloren geht. Der Vorteil des Systems ist die Flexibilität: Bedarfsgerecht kann die Luft für jeden Zylinder gesteuert werden, und davon profitieren Drehmoment und Durchzug bei niedrigen Drehzahlen.
Der 1,4-Liter-Turbobenziner des Mito leistet 135 PS und stemmt ab 1750 U/min ein maximales Drehmoment von 206 Nm auf die Kurbelwelle. Besonders ist, dass sich das Drehmoment nahezu gleichmäßig bis fast zur Höchstdrehzahl von 7000 Umdrehungen entfaltet. So beschleunigt der kompakte Alfa-Romeo in 8,4 Sekunden von null auf 100 und die Höchstgeschwindigkeit beträgt gute 207 Stundenkilometer. Trotzdem kann man, wenn man will, den Italiener mit einem Verbrauch von 5,6 Liter/100 km bewegen. Das geht natürlich nicht im sportlichen "D"-Modus. Hier ist die "N"-Stellung des DNA-Schalters gefragt und dann erreicht man auch einen guten CO2-Ausstoß von 132,7 Gramm je Kilometer. Ansonsten bleibt der Mito das was er ist: Ein echter Alfa-Romeo, der klar in der sportlichen Tradition des Mailänder Unternehmens steht. Exzellente Sportsitze, ein angenehm geformtes Lenkrad und der gut zur Hand liegende Schalthebel machen die Fahrt zum Erlebnis.
Gleichfalls das präzise Fahrwerk, die genaue Lenkung sowie das gut zu schaltende Sechsgang-Getriebe. Der Innenraum ist gerade für den Fahrer schön, da er ein attraktiv gezeichnetes Cockpit mit eleganten Instrumenten vor sich hat. Auch die Qualität der Innenausstattung überzeugt auf der ganzen Linie. Hier findet der vielstrapazierte Begriff "Premium" seine Berechtigung. Ein attraktives Angebot also. In dieser Klasse gibt es wenig Konkurrenten, die so viele Talente vereinen, zumal Preis und Ausstattung stimmen. Zum Basisbetrag von 17.300 Euro gibt es ein besonders unauffällig zu Werke gehendes Start-Stopp-System sowie ein Sicherheitspaket mit sieben Airbags inklusive zweistufiger Frontairbags. Tagfahrlicht, serienmäßiges ESP sowie aktive Kopfstützen an den Vordersitzen sind gleichfalls Serie. Weitere Vorteile gegenüber dem Vorgänger, der 700 Euro billiger angeboten wurde, sind die Leistungssteigerung um bis zu zehn Prozent, das Anheben des Drehmoments in niedrigen Drehzahlen von bis zu 15 Prozent und eine Verbrauchssenkung bis zu zehn Prozent.
(Text: Rainer Roßbach)
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