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Aktualisiert am 31.12.2011
© 2011 virto GmbH

Chevrolet Cruze: Fit für Europa

10.11.2009

Chevrolet Cruze
Selbstbewußt hält der Cruze die charaktervolle Nase in den Wind.
Doppelpfeil

Der Chevrolet Cruze ist ein echtes Weltauto. Auf die Plattform des neuen Opel Astra hat die koreanische General-Motors-Tochter eine selbstbewußte Stufenheck-Karosserie gestellt, die großzügig wirkt und eine Menge Platz bietet. Diese Form ist im C-Segment in Deutschland nicht besonders populär, weshalb der Viertürer seinen Markt wohl eher in den USA, Asien und Osteuropa finden wird. Das ist bedauerlich, denn der Cruze kann mit vielen Talenten glänzen.

Die 4,60 Meter lange, coupéhaft geformte Limousine sieht eigenständig aus. Vorn zeigt sie ein einprägsames Gesicht, das aus einem großen Kühlergrill, markanten Lufteinlässen sowie dynamisch gezeichneten Scheinwerfern besteht, und in dessen Zentrum ein großes, goldfarbenes Chevrolet-Logo prangt. Auch das Heck mit den großen roten Leuchten, die mit einer Chromleiste verbunden sind, wirkt beileibe nicht so langweilig wie bei der Konkurrenz.

Chevrolet Cruze
Viel Platz im Heck: Mindestens 450 Liter Gepäck passen in den Kofferraum.
Doppelpfeil

Im Innenraum spiegelt sich die Intensität wieder, mit der die Koreaner an der Funktionalität und dem Aussehen gearbeitet haben. Der Fahrer blickt auf schön gezeichnete, logisch aufgebaute und blau beleuchtete Rundinstrumente.

Das Material sowie die Verarbeitung im Passagierabteil sind von guter Qualität. Abwechslungsreiche Oberflächen und Bedienungselemente mit Sinn fürs schöne Detail verleihen dem Innenraum eine wohnliche Atmosphäre. Die Sitze erweisen sich im Langstreckenbetrieb als bequem und komfortabel – das gilt auch für die Hinterbank, die zudem reichlich Beinfreiheit bietet. Die hinteren Sitze sind asymmetrisch geteilt und können nach vorne geklappt werden, was für variable Transportverhältnisse sorgt. Allein der 450 Liter fassende Kofferraum bietet schon genug Platz für das Gepäck einer vierköpfigen Familie. Vier Airbags und ESP und eine Musikanlage sind im Cruze Serie.

Auch das sportlich ausgelegte Fahrwerk überzeugt – es stammt wie die Bodengruppe vom neuen Opel Astra: Die Lenkung ist direkt, die Bremsen sind kräftig und die Straßenlage entspricht bestem europäischem Standard.

Chevrolet Cruze
Routinierte Wohnlichkeit mit Blick fürs Detail.
Doppelpfeil
Der 1,6-Liter-Benziner-Basismotor dagegen glänzt nicht mit sportlichem Temperament, sondern entpuppt sich als eher ruhiger Vertreter. Die nominell vorhandenen 116 Pferdestärken mobilisieren 153 Nm Drehmoment und beschleunigen den koreanischen Amerikaner in etwa zwölf Sekunden auf 100 Stundenkilometer, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h. Das präzise geführte Getriebe kommt ohne sechsten Gang aus, der Normverbrauch liegt bei zeitgemäßen 6,8 Liter Superbenzin.

Dafür muss man vergleichsweise wenig auf den Tisch legen: Das Basismodell des Chevrolet Cruze kostet nur 14 990 Euro. Das ist nicht viel für ein stattliches und qualitativ gutes Auto. Die Aufwertung der Ausstattung mit Klimaanlage, CD-Player, Alufelgen, Chromleisten, Parksensoren und ein paar andere Extras kostet etwa 3000 Euro zusätzlich.

Wer aber das gute Fahrwerk in Fahrspaß ummünzen möchte, dem sei der 1,8-Liter-Benziner mit 141 PS empfohlen, der ab 19 690 Euro zu haben ist. Als weitere Motorisierung ist ein 150-PS-Dieselmotor mit 320 Nm für 21 290 Euro im Programm und ab 2010 gibt es auch eine Schrägheckvariante.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Chevrolet)

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