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Ferry Porsche Jubiläum: Sonderausstellung im Porschemuseum
14.09.2009
Das Museum der Porsche AG, Stuttgart, ehrt den 100. Geburtstag von Ferdinand Anton Ernst „Ferry“ Porsche (1909-1998) mit einer Sonderausstellung: Vom 19. September bis 31. Oktober 2009 zeigt das Museum sieben persönliche Fahrzeuge von Ferry Porsche, darunter drei so genannte „Geburtstagsautos“, die ihm seine Mitarbeiter zu Jubiläen geschenkt haben. Im Rahmen dieser Sonderausstellung wird zudem erstmalig ein Porsche 356/2 „Keibl-Cabriolet“ ausgestellt, mit dem Ferry Porsche 1948 die Serienproduktion seiner Sportwagen einleitete. Darüber hinaus geben bisher unveröffentlichte Fotos sowie persönliche Dokumente und Gegenstände aus den Beständen des Unternehmensarchives dem Besucher neue Einblicke in das Wirken des Unternehmers und Menschen Ferry Porsche. “Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.” Mit dem Porsche 356 und später mit dem 911 realisierte Ferry Porsche unbeirrt seinen Traum vom “Fahren in seiner schönsten Form”. Dass das Automobil sein Leben prägen sollte, ließ sich bereits am Tag seiner Geburt erahnen: Als er das Licht der Welt erblickte, saß sein Vater Ferdinand gerade am Steuer eines von ihm konstruierten Austro-Daimler-Rennwagens und erzielte einen Klassensieg beim Semmering-Bergrennen. Getauft wurde der Porsche-Stammhalter auf den Namen Ferdinand Anton Ernst, doch seinen lebenslangen Rufnamen erhielt er von seinem Kindermädchen: Sie nannte ihn als Erste “Ferry”. Die Erfolgsgeschichte des Sportwagenherstellers ist ohne das Lebenswerk von Ferry Porsche nicht denkbar. Unter seiner Führung wurde aus dem Konstruktionsbüro seines Vaters Ferdinand ein selbstständiger Automobilhersteller, der 1948 mit dem Typ 356 den ersten Sportwagen mit dem Namen Porsche vorstellte. “Die Anregung (zum 356) kam”, erzählte Ferry Porsche anlässlich seines 75. Geburtstages über die Anfänge des Porsche 356, “das kann man ruhig zugeben, durch Cisitalia. Diese Firma baute damals einen kleinen Sportwagen mit Fiat-Motor. Da sagte ich mir: Warum sollten wir nicht das Gleiche mit VW-Teilen tun können? Ähnliches hatten wir schon vor dem Krieg mit dem Berlin-Rom-Wagen getan.” Das wirtschaftliche Risiko dieser Unternehmung lässt heute erstaunen: Ganz Europa befand sich im Wiederaufbau, und es waren vor allem praktische und preiswerte Fahrzeuge, die ihren Weg auf den Markt fanden. In dieser Situation realisierte Ferry Porsche seinen Traum vom eigenen Sportwagen – und stellte fest, dass andere Automobilliebhaber diesen Traum mit ihm teilten. Das Porsche-Museum hat dienstags bis sonntags jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.porsche.de/museum.
(Text: dr ) Seite merken bei:
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