|
|
|
|
Bentley Mulsanne: Stilmix
15.01.2010
Der Neue Bentley Mulsanne, auf der Detroit Motorshow zum ersten Mal in seiner endgültigen Serienversion zu sehen, verlangt von seinen zahlenkräftigen Kunden Stilsicherheit und Entscheidungsfreude: 114 verschiedene Serienfarben lassen sich mit 21 Teppichfarben, neun Hölzern und 24 verschiedenen Lederausstattungen kombinieren, alle in handwerklicher Tradition aufgetragen, gewebt, geschreinert und gepolstert. Da wird mancher Interessent Rat bei seinem Innenarchitekten suchen. Wem diese Auswahl nicht genügt, der kann sich auch sein ganz persönliches Exemplar bauen lassen, jenseits aller Serienvorgaben und gegen einen entsprechenden Aufpreis natürlich. Hinter der traditionellen Fassade des Armaturenbretts versteckt sich aktuelle Multimediatechnik. Auch der Bentley-Fahrer von heute will schließlich auch seinen IPod und die Bluetooth-Freisprecheinrichtung nicht verzichten. Das alles ist im Grundpreis enthalten, für High-End-Audiotechnik muss ein Aufschlag bezahlt werden Die Außenhaut ist sehr konservativ gezeichnet und der Auftritt des Mulsanne wäre ausgesprochen leise, wenn da nicht die auffällige Größe des Fahrzeugs wäre. Sowohl der Linienfluß als auch die Front- und Heckgestaltung sind sehr nahe am kleinen Bruder Flying Spur, die kraftvolle Schulterlinie und das abgeschrägte Heckblech sind ein Erbe des Arnage, und der Hüftschwung über den Hinterrädern ist ein Zitat des GT-Entwurfs. In Kombination gibt das alles dem Wagen aber einen eigenen Charakter. Technisch gibt es Einheitskost, aber auf Gourmet-Niveau. Der Mulsanne wird, wie sein Vorgänger von einem üppigen V8-Motor angetrieben. Der neue V8 ist deutlich leichter als sein Vorgänger. Die Gewichtsreduzierung hilft, zusammen mit einer Zylinderabschaltung und einer variablen Ventilsteuerung, die Verbrauchswerte und die CO2-Emission deutlich zu reduzieren, ohne neue Rekorde zu setzen. Eine Hybrid-Version ist nicht in Sicht. Dafür wird der Motor weiterhin von Hand montiert. Wer einen neuen Mulsanne haben möchte, nur nur reichlich Geld mitbringen, sondern sich auch gedulden. Es dauert neun Wochen, bis der Bentley zusammengebaut ist.
(Text: Dieter Roßbach )
Verwandte Themen:
Weitere Themen: |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||