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Citroën DS3: Götterkind 27.02.2010
Das Kürzel "DS" steht bei Citroën für Besonderes: wie die Göttin der sechziger Jahre ist auch der aktuelle DS3 eine eigenwillige Persönlichkeit. Vor allem dann, wenn der Besitzer Mut und Stil hat und sich seinen eigenen kleinen Luxusfranzosen zusammenstellt. Denn Karosserie, Dach, Außenspiegel-Verkleidungen und Felgen können in unterschiedlichen Farben kombiniert werden - und auch im Innenraum unterliegen die Farben der Armaturentafel, der Sitze oder etwa des Schaltknaufs nur dem persönlichen Geschmack. Für besonders Wagemutige gibt es zudem noch Aufkleber fürs Dach, etwa im Zebramuster oder als "Urban Tattoo". Das hört sich schrill an, mit Hilfe des 3D-Konfigurators, der als Entscheidungshelfer bei den Händlern stehen soll, dürfte das Ergebnis in der Regel individuell, geschmackvoll und elegant geraten. Obwohl der DS3 etwa 60 Prozent seiner Teile mit dem C3 teilt, ist er dennoch etwas völlig anderes: die auffällige Flosse auf der B-Säule, das schwebende Dach, die große Kühlermaske mit dem neuen Doppelwinkel und das funkelnde, vertikale Tagfahrlicht unterstellen ein gutes Mass an Sportlichkeit.
Und diese spiegelt sich auch in der Technik wieder. Das Fahrwerk verzichtet nicht auf Komfort, ist aber deutlich straffer und spricht direkter an. Die Topmotorisierung, ein Benziner mit 156 PS Leistung und 240 Nm Drehmoment, macht den Zweitürer willig und flink. 8,9 Sekunden von Null auf Tempo 100 und 214 Stundenkilometer Spitze sind Werte, die den Spass andeuten, den der DS3 machen kann. Dazu passen die hohe Gürtellinie und die recht kleinen Fenster, die den Innenraum coupéhaft knapp wirken lassen. Dafür zahlt man mit einer begrenzten Sicht nach hinten - mehr aber nicht, denn der Platz reicht für vier, die gut konturierten Sitze sind bequem und der 285 Liter große Kofferraum ist der größte seiner Klasse. Das ist Reisetauglich. Auch für das Wohlbefinden des Fahrers ist gesorgt. Hübsche gelochte Pedale, ein gut zur Hand liegendes, unten abgeflachtes Lenkrad sowie das präzise geführte Sechsgangetriebe lassen den Citroën leichtfüssig laufen, zumal der Motor seine Leistung freigiebig ausschüttet. Armaturentafel und die Instrumente sind dergestalt, dass sie sowohl gut aussehen als auch die notwendigen Informationen präzise weitergeben.
Falls Leistung nicht so wichtig ist, kann man auf andere Motoren zugreifen: Es gibt zwei weitere Benziner mit 95 und 120 PS, sowie zwei Diesel mit 92 und 112 PS. Der kleinere ist - dank längerer Getriebeübersetzung, Aerodynamikpaket und Leichtlaufreifen - mit einem Verbrauch von 3,8 Liter und einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm je Kilometer der sauberste im Angebot. Allen gemeinsam ist die Sicherheitsausstattung mit ESP, sechs Airbags und Isofix-Vorrüstung. Serie sind zudem ein Tempomat, Nebelscheinwerfer, Radio mit CD-Player sowie eine Schaltpunktanzeige. 5 000 bis 10 000 Einheiten will Citroën dieses Jahr hierzulande an die trendorientierte Zielgruppe bringen. Das ist realistisch, denn der Einstiegspreis des üppig ausgestatteten DS3 beginnt bei attraktiven 15.200 Euro. (Text: Rainer Roßbach) Seite merken bei:
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