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Porsche Cayenne: Mehr Öko, mehr Schwung 26.02.2010
Porsche zeigt Anfang März auf dem Automobil-Salon in Genf die neu entwickelte Generation des Cayenne. Höhepunkt des Generationswechsels ist die Weltpremiere des Cayenne S Hybrid mit dem Parallel-Vollhybrid-Antrieb und einem mittleren Verbrauch von 8,2 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 193 g/km entspricht. Der Cayenne S Hybrid verbindet damit auf der Basis eines Sechszylinders die Leistung eines Achtzylinders mit deutlich geringerem Verbrauch. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen sinkt der Verbrauch um bis zu 23 Prozent. Erreicht wurden diese Ziele unter anderem durch den Einsatz des neuen Achtgang-Automatikgetriebes Tiptronic S mit Auto Start-Stop-Funktion und einer großen Übersetzungsspreizung, durch Thermomanagement für Motor- und Getriebekühlkreislauf, durch Bordnetz-Rekuperation und variable Schubabschaltung sowie durch Leichtbau. Dank eines gewichtsoptimierten Material-Mix und konzeptionellen Änderungen am Gesamtfahrzeug wie etwa dem neuen leichten Allradantrieb konnte das Gewicht beispielsweise beim Cayenne S um 180 Kilogramm gesenkt werden. Das wirkt sich nicht nur positiv auf Verbrauch und CO2-Emissionen aus, davon profitieren auch Fahrleistungen, Agilität und Handling. Der neue Cayenne bietet dadurch mehr Fahrspaß, gepaart mit mehr Alltagstauglichkeit, Komfort und Eleganz. Das neue Design bindet den Cayenne enger in die Porsche-Familie ein - der Sportwagencharakter kommt stärker zur Geltung. Für ein besseres Raumangebot im Innenraum und eine erhöhte Variabilität wurde der Radstand um 40 Millimeter verlängert. Insgesamt beträgt der Längenzuwachs 48 Millimeter. Blickfang im neu gestalteten Interieur ist die nach vorne ansteigende Mittelkonsole mit hochgesetztem Wähl- oder Schalthebel, die dem Fahrerplatz so etwas wie Cockpitcharakter verleiht. Die Rücksitzbank ist um 160 Millimeter längs verschiebbar, wobei sich die Neigung der Rückenlehnen bei Bedarf in drei Stufen verstellen lässt.
Die Motoren-Palette beginnt beim Cayenne mit 3,6-Liter-V6-Motor. Obwohl das Triebwerk jetzt 300 PS leistet, sinkt der Verbrauch in Verbindung mit der optionalen Achtgang-Tiptronic S im Vergleich zum Vorgänger um 20 Prozent auf 9,9 l auf 100 km. Ebenfalls 20 Prozent weniger Kraftstoff nämlich 7,4 statt 9,3 l auf 100 km konsumiert der Cayenne Diesel, dessen Dreiliter-V6-Dieselmotor 240 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmeter entwickelt. Auch im Cayenne S mit 4,8-Liter-V8-Motor konnte der Verbrauch um 23 Prozent auf 10,5 Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden. Dabei leistet das Triebwerk jetzt 400 PS und bietet wie alle Modelle der neuen Cayenne-Generation deutlich verbesserte Fahrleistungen. Das trifft auch auf den Cayenne Turbo zu. Dessen 4,8-Liter-V8-Biturbomotor mit 500 PS verbraucht im Mittel mit 11,5 l auf 100 km nun ebenfalls 23 Prozent weniger als der Vorgänger, der 14,9 l Treibstoff auf 100 km durch die Einspritzung laufen ließ. Mit dem Cayenne S Hybrid verbrauchen also insgesamt drei der fünf Cayenne-Modelle unter zehn Liter Kraftstoff, zwei Modelle stoßen zudem weniger als 200 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Mit 193 g/km ist der Cayenne S Hybrid das Cayenne-Modell mit dem geringsten CO2-Ausstoß. Beim Zusammenspiel des Dreiliter-V6-Kompressormotors und der Elektromaschine steht im Cayenne S Hybrid die größtmögliche Effizienz des Gesamtsystems im Vordergrund. Je nach Fahrsituation wird dieses Ziel erreicht, wenn nur einer der beiden Antriebe arbeitet oder beide gemeinsam. Dabei ist die 47 PS leistende Elektromaschine der ideale Partner für den 333 PS starken Kompressormotor und dessen hohem Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Zusammen liefern beide eine Systemleistung von 380 PS und ein maximales Drehmoment von 580 Nm bereits bei 1000 U/min und damit Fahrleistungen auf dem Niveau des Cayenne S mit V8-Triebwerk.
Verbunden sind beide Aggregate über eine vom so genannten Hybridmanager gesteuerte Trennkupplung. Erst diese Trennkupplung ermöglicht es, dass der Hybrid entweder vom Elektro- oder Verbrennungsmotor alleine oder von beiden Motoren gemeinsam betrieben werden kann. Bei moderater Fahrweise können so kurze Strecken rein elektrisch und damit emissionsfrei sowie nahezu geräuscharm gefahren werden, wobei maximal sogar ein Tempo von 60 km/h erreicht werden kann. Für sportliche Beschleunigung beim Anfahren kann der Elektromotor aber mit dem so genannten Boosten auch zusätzlichen Schub liefern. Die intelligente Steuerung der Trennkupplung sorgt dafür, dass die Übergänge zwischen den hybridspezifischen Fahrmodi für den Fahrer unauffällig, komfortabel und schnell erfolgen. Sie ermöglicht aber auch, dass der Verbrennungsmotor bei Geschwindigkeiten von bis zu 156 km/h komplett abgeschaltet und vom Antriebsstrang abgekoppelt werden kann, wenn keine Antriebsleistung benötigt wird. In diesem so genannten Segel-Modus, einem antriebslosen Gleiten, wird das Motorschleppmoment des Verbrennungsmotors mit seiner starken Bremswirkung eliminiert, was die Fahrwiderstände und damit den Verbrauch verringert. (Text: rr/pt) Seite merken bei:
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