|
|
|
|
Mercedes-Benz SLS AMG: Sicherheit für die Formel 1 02.03.2010
Wenn die neue Formel-1-Saison in Manama/Bahrain (12.-14. März 2010) startet, geht das leistungsstärkste Formel-1-Safety-Car aller Zeiten an den Start. Der Flügeltürer löst den SL 63 AMG ab, der 2008 und 2009 im Einsatz war. Zum Einsatz kommt der Mercedes-Sportwagen ab März 2010 immer dann, wenn gefährliche Situationen wie Unfälle oder schlechtes Wetter einen normalen Rennablauf gefährden. Der von Bernd Mayländer pilotierte SLS AMG steht während des gesamten Rennens auf Abruf in der Boxengasse. Nach einem Funkspruch von der Rennleitung gehen der Pilot und sein Beifahrer, der 44jährige FIA-Mitarbeiter Pete Tibbetts aus Großbritannien auf die Strecke und setzen sich an die Spitze des Feldes, um die Formel-1-Rennwagen sicher um den Kurs zu führen. Der exklusive Flügeltürer ist für die anspruchsvolle Aufgabe in der Königsklasse des Motorsports bestens ausgerüstet: Sein 6,3-Liter-V8-Motor entwickelt eine Höchstleistung von 571 PS und ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmetern. Tempo 100 erreicht er nach 3,8 Sekunden. Schnelle Rundenzeiten sind eine Selbstverständlichkeit, denn andernfalls würden die Reifen und Bremsen der Formel-1-Boliden zu stark abkühlen und die Motoren unter Umständen überhitzen. Einen entscheidenden Beitrag zur ausgeprägten Fahrdynamik leistet das Fahrzeugkonzept: Die Aluminium-Spaceframe-Karosserie sorgt für ein niedriges Fahrzeuggewicht von 1620 Kilogramm. Dank der Trockensumpfschmierung ist das V8-Triebwerk besonders tief eingebaut, was zu einer vorteilhaften Absenkung des Fahrzeugschwerpunktes führt. Die Einbauposition weit hinter der Vorderachse und das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse begünstigen die Gewichtsverteilung - sie beträgt 47 Prozent vorn zu 53 Prozent hinten. Klassische Motorsporttechnik kommt beim Sportfahrwerk zum Einsatz: Aluminium-Doppelquerlenkerachsen rundum sorgen für perfekte Fahrdynamik mit präzisem Einlenkverhalten, erstklassiger Agilität, geringer Massenträgheit bei spontanen Richtungswechseln und somit für einen hohen Kurvengrenzbereich.
Von seinem Serien-Pendant unterscheidet sich der Formel-1-SLS äußerlich durch die F1-Logos, Carbon-Außenspiegel und den charakteristischen Leuchtbalken mit integrierter TV-Kamera. Er sitzt auf einer neu entwickelten Carbon-Hutze, deren im Windkanal erprobte Form sicherstellt, dass der Heckflügel optimal angeströmt wird. Der Flügel fährt ab 120 Stundenkilometer automatisch aus und sorgt zusammen mit dem Heckdiffusor für den nötigen Anpressdruck auf der Hinterachse. Im neuen Leuchtbalken übernehmen LEDs sämtliche Lichtfunktionen. Ihre Vorteile gegenüber den früher eingesetzten Glühbirnen liegen in der besonders schnellen Ansprechzeit und der geringen Stromaufnahme. Die beiden zentral positionierten grünen Leuchten werden aktiviert, wenn sich der SLS AMG mitten im Feld einreiht und alle Rennwagen zunächst überholen soll. Sobald der Flügeltürer die Führungsposition übernommen hat, signalisieren die äußeren orangen Blinkleuchten den Formel-1-Fahrern absolutes Überholverbot. Die stroboskopartigen Blitzlichter in den Scheinwerfern und Rückleuchten haben eine neutrale Signalfunktion und sind während des Einsatzes immer aktiv. Ein spezielles Nummernschild am Heck mit Safety-Car-Schriftzug und 700 LEDs sorgt bei Dunkelheit oder Regen für zusätzliche Sicherheit. Links vom Nummernschild ist eine Rückfahrkamera integriert; sie ermöglicht der Besatzung des Safety Cars via Monitor im Cockpit einen Blick auf das nachfolgende Formel-1-Feld. (Text: rr/pt)
Weitere Themen: |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||